Ganze 108-mal wurde die Möglichkeit genutzt, sich zum Projekt «Neubau Turnhalle und Musikschulzentrum Feld inklusive Heizzentrale» zu äussern. Die Rückmeldungen kamen vor allem von Sportvereinen beziehungsweise ihren Mitgliedern, dann aus politischen, gewerblichen sowie kirchlichen Kreisen und schliesslich auch von vielen einzelnen Flawilern. Im Allgemeinen wird das Projekt befürwortet. Einzig der vorgeschlagene Verzicht auf ein Provisorium während der Bauphase wird mehrheitlich bedauert. Die lässt die Gemeinde Flawil am Donnerstag verlauten.

Es wurden aber auch viele Anregungen geäussert. Die eindeutig wichtigste ist die Planung einer vollständigen Dreifachturnhalle nach Norm des Bundesamts für Sport anstelle der vorgeschlagenen Doppelturnhalle B. Und dann sind da noch viele Wünsche: Der Bau in Holz statt in Beton, mehr Garderoben, Aussengarderoben, mehr Aussentoiletten, ein grösserer Aussengeräteraum mit direktem Zugang zum Aussenbereich, ein zweites Treppenhaus, eine breitere Galerie mit Treppenstufen für die Zuschauer oder ein Konzertraum sowie Bandräume im Untergeschoss.

Projektvariante Dreifachturnhalle in Auftrag gegeben

Der Gemeinderat hat beschlossen, am bestehenden Projekt wenige Korrekturen vorzunehmen. So sollen namentlich die Fassadengestaltung in Holz, der Zugang zu den Hallen sowie der direkte, vergrösserte Zugang vom Aussengeräteraum zum Aussenbereich nochmals bearbeitet werden. Ergänzend dazu gibt der Gemeinderat die Ausarbeitung einer Projektvariante mit Dreifachturnhalle in Auftrag. Die Sporthallenlänge wird dabei um rund fünf, die Sporthallenbreite um rund drei Meter vergrössert. «Dies ergibt auch für die restliche Raumanordnung und für die Konstruktion des Gebäudes neuen Gestaltungsraum», schreibt die Gemeinde Flawil. Der Gemeinderat hat für diese Projektvariante einen Nachtragskredit von 120'000 Franken bewilligt.

Es ist vorgesehen, dass die Bürgerschaft im ersten Halbjahr 2021 an der Urne über das Vorhaben befinden kann. (rkf/red)