46 Mitglieder nahmen an der Hauptversammlung in der Scheune des Restaurants Kreuz in Zuzwil teil. Nach dem vom Verein offerierten Nachtessen eröffnete Präsident Hansruedi Baur den geschäftlichen Teil. In seinem Jahresbericht sprach Hansruedi Baur einleitend die nach wie vor zunehmenden Probleme der Umwelt an. „Wir sehen es als unsere wichtigste Aufgabe an, in unserer Umgebung für die Natur zu sorgen, sie zu schützen und ihr Raum zu geben. Sei es zum Beispiel durch eine sinnvolle Umgestaltung der Gärten, Vermeidung von Kunststofffolien, Entsorgen von umherliegenden Abfällen oder anderen Massnahmen können wir dazu beitragen“, gab der Präsident zu bedenken. In seinem ausführlichen Jahresbericht blickte er auf die vielfältigen Aktivitäten des Vereins zurück.


Vielfältige Aktivitäten und Themen

An sechs Dienstaghöcks an verschiedenen Orten diskutierten die Teilnehmenden über interessante Themen. Das Konzept habe sich bewährt, was die Teilnahme von bis zu 30 Personen an diesen Anlässen beweise, sagte Hansruedi Baur. So wurden ein Besuch in der Vogelauffangstation Halden, bei den Schwalben und Mauerseglern in Lenggenwil, bei den Amphibien und Reptilien an der Thur und Kennenlernen der Wildkräuter in der Kobesen sowie eine Information über Wintervorbereitung von Gärten organisiert. Beim Besuch der interessanten Sonderausstellung des Naturmuseums St.Gallen zum Thema Überwintern erlebten die 25 Teilnehmenden einen spannenden Nachmittag. An einem Vortrag im Adler Zuckenriet nahm Referent Jürg Paul Müller die Naturschützer mit in die Welt der Mäuse und Wiesel. Der Präsident leitete Ende April eine Morgenexkursion zum Thema Vögel, an der über 30 Erwachsene und Kinder teilnahmen. Auf dem Rundgang konnten anhand des Gesangs und der Beobachtungen verschiedene Vogelarten bestimmt werden.

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Im Zuzwiler Riet erfassten die Naturschützer den Bestand des Lungenenzians. Die genauen Standorte wurden  vermessen und registriert


Nistkastenbelegung erfreulich

Obmann Wolfgang Ruf informierte, dass der Wanderfalke zum Vogel des Jahres 2018 gewählt wurde. Bei seinem Bericht über die Nistkastenbetreuung stellte er fest, dass bei den 347 normalen Kasten die Meisen am stärksten vertreten seien, vor den Feldsperlingen und den Kleibern. Etwa drei Viertel aller Nistkästen seien belegt gewesen, gab Ruf bekannt. Stabile Bestände im Vergleich mit den Vorjahren seien auch bei den Spezialkasten der Mauersegler, Schwalben, Eulen und Waldkäuze erfasst worden. Die Arbeit der freiwilligen Nistkastenbetreuer beginne im Sommer mit der Reinigung und Sanierung der Nisthilfen sowie in der Erfassung der Vögel für die Statistik. Heckenmeister Peter Siegrist berichtete über die Bestandesaufnahme des Lungenenzians im Zuzwiler Riet und erwähnte die Pflegeeinsätze in Bernegg, Lenggenwil und im Töbeli, Zuckenriet, welche jeweils im Winterhalbjahr ausgeführt werden. Die nächsten Arbeitseinsätze sind am 1. Dezember 2018 und am 2. Februar 2019 vorgesehen.

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Bei zwei Arbeitseinsätzen lichteten Freiwillige die Hecken aus. Mit einem Bagger wurden verlandete Teiche bearbeitet


Jugendliche ins Boot nehmen

Peter Mäder, der das Ressort Amphibien und Reptilien betreut, stellte wie der Heckenmeister in Wort und Bild die im vergangenen Vereinsjahr realisierten Massnahmen vor. So seien mit Baggerarbeiten verschiedene Teiche und Biotope erstellt worden, welche optimale Lebensräume für Amphibien bieten. Mit diesen Kleinstrukturen werde die Artenvielfalt gefördert. Die Aktionen seien erfolgreich gewesen, bei den Teichen hätten sich wieder Amphibien angesiedelt und Pflanzen entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverein erstellten Schülerinnen und Schüler der ersten Sekundarklassen an der Oberstufenschule Sproochbrugg während einer Sonderwoche eine Eidechsenburg, die Lebensraum für Kleintiere bietet. Die Jugendlichen wurden auch bei einem Imker, mit den Jägern im Walde, auf dem Wildblumenfeld auf dem Hof Burri oder bei der Herstellung von Hermelin- und Vogelkasten für die Anliegen der Natur sensibilisiert. Um die Kinder und Jugendlichen ins Boot mitzunehmen, organisiert der Naturschutz am 4. Mai 2019 einen Naturerlebnis-Nachmittag am Bach. Das Schwerpunktthema des nächsten Vereinsjahr ist der Schmetterling.

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Peter Mäder informierte bei einer Exkursion die Teilnehmenden über Amphibien und Reptilien