Drei Themen, zu denen Bühler als Global Player wegweisende Beiträge leistet, stehen im Vordergrund: gesunde Nahrungsmittel für absehbare zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten, Klimaschutz durch Energieeffizienz und Mobilität ohne ungebührliche Umweltbelastung.

Die Zukunft gemeinsam zu gestalten und zu meistern, das ist das Motto der Netzwerk-Tage. Und das Ziel der Führungsverantwortlichen der Firma Bühler - und von über 800 Entscheidungsträgern und Partnern der weltweiten Nahrungsmittel- und Mobilitätsindustrie. An der Medienorientierung vom Montagnachmittag sagte Stefan Scheiber, CEO der Firma Bühler: «Der Klimawandel und die Ansprüche der wachsenden Bevölkerung stellen uns vor gewaltige Herausforderungen. Aber noch nie standen uns so leistungsfähige Technologien wie heute zur Verfügung. Entscheidend ist, dass Industrie, Forschung und Politik diese neuen, nachhaltigen Technologien zur Bewältigung der Herausforderungen einsetzen und dafür zusammenarbeiten. Unser Ziel ist es, in den Wertschöpfungsketten unserer Kunden den Energiebedarf, den Wasserbrauch und den Abfall um 50 Prozent zu verringern».


Industrie als Teil der Lösung

Die grossen Vorteile, welche die Industrialisierung der Menschheit gebracht hat, haben ihren Preis gefordert. Seit den 1968er Unruhen sind die nachteiligen Auswirkungen stark im Fokus. Es führt aber zu keinerlei Verbesserungen, wenn Sündenböcke gesucht werden und der Wirtschaft der Schwarze Peter zugespielt wird. Stefan Scheiber betonte, die Industrie könne, wolle und müsse Teil der Lösung der aktuellen Probleme sein. Die Industrie sei bereit, Verantwortung zu übernehmen. An den Networking Days dokumentierte Bühler dies, indem die Firma hochkarätige Redner zu Wort kommen liess. An der Spitze der Liste figurierte Gro Harlem Brundtland, die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin, eine schon lange vor Greta Thunberg wichtige Stimme zum Klimawandel. Ausserdem zeigen eine ganze Anzahl Start-Up-Unternehmen an den Networking Days ihre Leistungen und Angebote.


Digitalisierung wird einbezogen

Nach Ansicht von Ian Roberts, CTO (technische Leitung), wird sich im nächsten Jahrzehnt entscheiden, was wir kommenden Generationen hinterlassen. Seit den letzten Networking Days vor drei Jahren hat sich die Situation nach seiner Beurteilung dramatisch verschärft. Es bestehe enormer Handlungsbedarf, nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Lebensmittel- und Futtermittelherstellung sowie für die Mobilität aufzubauen.

Bis 2050 müsse mit einer Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen gerechnet werden. Die Klimaerwärmung könne kaum auf 1,5 Grad begrenzt werden. 25 Prozent der Treibhausgasemission und 71 Prozent des Frischwasserverbrauches gingen auf das Konto der Landwirtschaft. Die Lebensmittelproduktion verbrauche 30 Prozent der Energie. Ein Drittel der Lebensmittel aber gingen verloren oder würden weggeworfen. Trotzdem litten 800 Millionen Menschen Hunger. Eine Million Tier- und Pflanzenarten sei vom Aussterben bedroht.

Um in dieser Situation die Ziele – 50 Prozent weniger Wasser, Energie und Abfall – zu erreichen, schöpfe Bühler die Möglichkeiten der Digitalisierung aus und gehe Partnerschaften mit Kunden, Lieferanten und Start-ups ein.


Beispiele nachhaltiger Lösungen

Die Firma Bühler lässt es nicht bei Worten bewenden. Sie zeigt am aktuellen Anlass auch Lösungen auf. So stellt sie beispielsweise ein komplett neues Mühlebaukonzept mit neuen Technologien und konsequenter Digitalisierung vor. «Mill E3» braucht weniger Energie und steigert die Ausbeute. Bühler weist auch auf die im Juni eröffnete weltweit erste und grösste Insektenproteinanlage hin.

Als Meilenstein zur Erarbeitung wirkungsvoller Lösungen erachtet Bühler die kürzliche Inbetriebnahme des neuen Innovationscampus Cubic. Mit dem globalen Wissensnetzwerk von Bühler – dazu gehören 29 Ausbildungszentren – und seinen Anstrengungen auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung will die Firma einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des ökologischen Turnarounds leisten.