Das Dorf Tufertschwil ist weit über die Lütisburger Ortsgrenzen hinaus bekannt. Gestandene Semester erinnern sich an das alljährliche Openair, welches zwischen 1995 und 2005 jeweils stattfand und Grössen wie Status Quo, Boney M, Europe oder auch Fanta 4 auf der Bühne hatte. Längst ist daraus das Summer Days in Arbon geworden. Tufertschwil ist aber auch bekannt wegen der St. Barthlomäus-Kapelle und dem Windrädli-Weg. Mittlerweile findet auch die jährliche Lütisburger Viehschau im Dorf oberhalb von Lütisburg statt.

Tufertschwil ist aber auch ein beliebter Ausflugspunkt – unter anderem wegen dem Landgasthof Rössli. Das ist insofern erstaunlich, als dass das Dorf nicht mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Zwar gab es vor ein paar Jahren mal Bestrebungen, dies zu ändern. Doch es hätte sich finanziell nicht gerechnet.

Erste Umbauetappe bereits vor 17 Jahren

Trotzdem kennt man das Rössli – genauso wie die Wirte-Familie Esther und Magnus Thalmann, welche den Betrieb führen. Bereits vor 17 Jahren haben sie das heutige «Rössli» um ein Gästehaus mit Seminarräumen erweitert. Nun steht die zweite Bau-Etappe an. Das Ziel: Seminar-, Tages-, Hotel-, Event-, Fest- und Familienangebote anbieten. «Aber auch Tagestouristen und Familien sind weiterhin willkommen», sagt Magnus Thalmann. So wird zum Beispiel der Spielplatz samt Eisenbahn im Garten erhalten.

Die neue Anlage besteht zum einen aus dem Erdgeschoss-Sockelbau, in welchem sich der Eingang mit Reception und Hotel-Lobby, das Restaurant, die Küche und Seminarräume befinden. Zum anderen aus dem eigentlichen Hotel, welches im Bestand wie auch im Ersatzbau als Hochbau auf dem Sockel ruht. Der neue Haupteingang befindet sich an der gleichen Stelle wie der heutige Zugang zum bestehenden Hotelgebäude und fungiert als Bindeglied zwischen Hotel, Restaurant und Seminarbereich. Das Restaurant auf dem Eingangsniveau ist in unterschiedliche, miteinander verbundene Bereiche gegliedert und kann von der neuen Terrasse direkt erreicht werden. Zudem wird das bestehende Seminarangebot durch einen grossen, neuen Saal, welcher in Drittel unterteilt werden kann, erweitert. Eine Holzfassade soll an den Standort im Toggenburg erinnern.

Mit sieben Einzelzimmern

Im Untergeschoss befinden sich die Technik- und Nebenräume für den Hotel- und Restaurantbetrieb. Die Nebenräume sind direkt an die Küche angeschlossen bzw. über einen internen Warenlift zugänglich. Die Aufenthaltsräume sind ebenfalls im Untergeschoss untergebracht. In den Obergeschossen des Ersatzbaus werden die neue Wirte-Wohnung und sieben Einzelzimmer zu liegen kommen.

Wie viel der Neubau kostet, ist noch nicht abschliessend geklärt, wohl aber rund sechs Millionen Franken. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich nächstes Jahr.