Im Beisein von Gemeindepräsident Stefan Frei und dem St. Galler Bildungsminister, Regierungsrat Stefan Kölliker, kamen mehrere Hundert Personen – 220 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Behördenmitglieder und Gäste - in der neuen Mehrzweckhalle zusammen. Dass, um das Ende eines langen Entstehungsweges zu feiern, den das für 19,3 Millionen Franken realisierte Primarschulhaus-Bauprojekt hinter sich hat. Tatsächlich machte man sich erstmals im Jahr 2007 Gedanken über ein «Wie weiter?» bezüglich der Primarschule Schwarzenbach. Ein erstes Projekt, das 2011 beim Souverän Schiffbruch erlitt, und ein erneuter Anlauf ab dem Jahr 2016 hätten viel Nerven, Ausdauer und Glück gebraucht, so Stefan Frei. Letzteres vor allem auch in den Personen von Hanspeter und Silvia Karrer. «Hätten Sie uns ihr Land nicht verkauft, dann wäre dieser Bau nicht möglich gewesen», so Frei, an die Adresse der ebenfalls der Einweihung beiwohnenden Familie Karrer. Den finalen Startschuss zum Bau habe aber das Volk gegeben, so Frei, welches im Juli 2018 den Baukredit mit 66 Prozent Ja deutlich guthiess.

Kölliker: Lieber Singen als Französisch

Auch Regierungsrat Stefan Kölliker brachte sich im Verlaufe der fast zwei Stunden dauernden Zeremonie, bei welchem Wissensfragen, Interviews und ein Spieleparcours, den die verschiedenen Klassen absolvierten, häufiger ein, und beantwortete den Kindern manche Frage. So zum Beispiel auch die nach jenem Fach, das er einst als Schüler am wenigsten gerngehabt habe: «Nehmt den Bildungschef nicht als Vorbild, aber mit dem Französisch habe ich es nicht so gehabt», so Kölliker, um gleich noch hinterherzuschieben: «Aber es ist wichtig, dass man auch das gern macht, denn später ist Französisch im Leben wichtig». Dass er aber anscheinend gerne singt, bewies der Magistrat – zusammen mit allen Anwesenden, als er am Ende des Festakts eigens das für diesen Anlass komponierte «Schwarzenbacher Lied» (Text: Jan Geiger/Musik: Roman Bislin-Wild) bei seiner Uraufführung mitsang. Besonders der Refrain hatte es der Festgemeinde angetan: «Schwarzebach, i singe und i lach, ob Räge oder Sunneschii. Schwarzebach, das isch d’ Hauptsach, guete Dorfgeischt und Zämesii».

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Gemeinsam sangen alle das zur Uraufführung gelangende «Schwarzenbacher Lied». (Bild: Christof Lampart)


Angenehme, freundliche Lernumgebung

Zumindest die Voraussetzung für eine gut Lernatmosphäre sind im 79 Meter langen und 156 Stufen aufweisenden Bau, in dem von 200 Bauarbeitern nicht weniger als 300 m2 Holz verbaut wurden, gegeben. Lichte, freundlich und modular sich gestalten lassende Klassenzimmer entsprechen nicht nur den pädagogischen Anforderungen von heute und morgen, sondern gleich für die nächsten Jahrzehnte. Eine sehr moderne und zugleich mit viel Holz verkleidete Mehrzweckhalle trägt ebenso zum Wohlfühlfaktor bei wie auch Aula, welche sich auf die verschiedenste Art und Weise nutzen lässt und ein grosszügiger Aussen- und Spielbereich. Davon konnten sich im Anschluss an die Eröffnung die Erwachsenen in Führungen durch den Neubau ein Bild machen, während die Kinder – wie später auch die übrigen Gäste – zu Wurst und Brot eingeladen waren.