Mittels einer Präqualifikation, für welche sich 24 Teams bewarben, wurden im vergangenen September sechs Teams für die Teilnahme am Studienauftrag ausgewählt. Sie mussten ihre Pläne und Unterlagen sowie ein Modell bis Ende Februar einreichen. Im März fand dann die Schlussbeurteilung des Studienauftrags durch das Beurteilungsgremium statt. In Abwägung der einzelnen Aspekte wie architektonische Konzeption, architektonischer Ausdruck, betriebliche Abläufe, Umsetzung als Holzbau sowie der Wiedererkennung im Vergleich zum Ausgangsprojekt wurden die Projekte beurteilt. Aufgrund der Beurteilungskriterien wurde das am besten geeignete Konzeptgesucht und zur Weiterbearbeitung empfohlen. Der Gemeinderat bestätigte den Entscheid des Beurteilungsgremiums, wonach die St.Galler Andy Senn Architektur GmbH und die Gossauer Mettler Landschaftsarchitektur AG als Sieger aus dem Studienauftrag hervorgeht.

Das Konzept des Planerteams

Die präzise städtebauliche Positionierung des Siegerprojekts definiert vier Aussenräume, welche von einem Säulengang mit horizontalem Gebälk umgeben sind. Fahrradunterstand und Zugänge liegen im offen gestalteten West- und Südteil, die Geräteräume für den Sport im Ost- und Nordteil. Die einem Holzbau entsprechende statische Struktur und deren architektonische Gestaltung sind einfach gehalten.

Die Zugänge zu den Sporthallen sind gut auffindbar, und die Geräteräume liegen direkt an der gegenüberliegenden Hallenlängswand. Die innere Wegführung und Orientierung sind übersichtlich organisiert. In den zwei westlich orientierten Obergeschossen befinden sich die Räume der Musikschule. Eine interne Treppe verbindet die beiden Geschosse. In der südlichen Gebäudeschicht liegen in den beiden Obergeschossen über dem Foyer die Nebenräume für den Sport. Die räumliche Ausweitung der Galeriezone im Obergeschoss bietet eine zusätzliche Aufenthaltsqualität für die Zuschauenden.

Die kompakte Bauweise und die regelmässige, statische Struktur des Holzbaus lassen eine wirtschaftliche Bauweise erwarten. Der grosse Anteil des Baumaterials Holz und deren Anwendung ist ökologisch und nachhaltig. Das Flachdach eignet sich bestens für die Installation einer Photovoltaikanlage.

Ausstellung

Die sechs Konzepte der Planerteams werden unter Namensnennung der Verfasser am Samstag, 7. Mai 2022, von 9 Uhr bis 12 Uhr im Foyer des Lindensaals öffentlich ausgestellt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen. Vertreter des ausgewählten Planerteams und der Baukommission «Neubau Turnhalle und Musikschulzentrum Feld» werden anwesend sein. Sie beantworten gerne allfällige Fragen.

So geht es weiter

Nun wird das ausgewählte Planerteam mit der Ausarbeitung des Detailprojekts beginnen. Dabei wird es weiterhin von der Baukommission «Neubau Turnhalle und Musikschulzentrum Feld» begleitet. Die Baukommission stellt sich nebst dem ausführenden Büro und den Fachberatern, aus den Verantwortlichen von Gemeinde- und Schulrat, dem Architekten Heinz Eggenberger als Bauherrenbegleitung, dem Leiter Liegenschaften sowie den Vertretungen der Nutzergruppen Musikschule, Schule und Sportvereine zusammen. Der Zeitplan sieht vor, dass nach erfolgter Baubewilligung im Frühjahr 2024 mit dem Abbruch der alten Hallen und in der Folge mit dem Neubau begonnen werden soll. Es wird mit einer Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren gerechnet.