«Sie kennen mich halt», sagt Ernst Weibel erklärend, weshalb sich eine Schar Enten hinter dem Gitterzaun in seine Nähe watschelt. Seit rund 23 Jahren ist er der «Entenvater» am Stadtweier. Täglich macht im Auftrag der Stadt einen Kontrollgang, um zu sehen, ob es allen Tieren gut geht. Und regelmässig versorgt er sie auch mit Futter

Ernst Weibel ist nicht die einzige Person, die täglich am Entengehege anzutreffen ist. «Es gibt Menschen, die jeden Tag hier sind», weiss der pensionierte Mechaniker.

Kälteresistente Tiere

Bei den erwachsenen Tieren gibt es gemäss Ernst Weibel gelegentlich Abgänge, meistens ist das Ende der Lebensdauer der Grund. Um den Bestand wieder zu vervollständigen wurden kürzlich neue Paare ins Gehege aufgenommen. «Bei der Auswahl muss man darauf achten, dass sie winterfest sind», betont Ernst Weibel. Andernfalls würden sie Frostnächte kaum überstehen.

Die Neuzugänge stammen aus Zuchten in der Schweiz und es sind alle beringt, erläutert der «Entenvater». Sie tragen Bezeichnungen wie Spiessente oder Chilepfeifente.

Grosses Informationsbedürfnis

Die Anschaffung der weiteren Tiere war für die Stadt zugleich auch Gelegenheit, die Informationstafeln mit den Steckbriefen und den Abbildungen des Gefieders zu erneuern. Auch der Entenwart gibt häufig Auskunft zu den Tieren. Er wird von Passanten öfters angesprochen.

Dass er den Menschen die Enten gesprächsweise näherbringen kann, ist Teil der Motivation für seine langjährige Tätigkeit. Eine weitere sind die Tiere selber, er ist ein passionierter Geflügelfreund. Er betrieb zusätzlich im Auftrag des Kantons eine Auffangstation für kranke und verletzte Vögel.