Anlässlich der gut besuchten Vollversammlung des Stadtturnvereins Wil, wurde eine neue Vereinsfahne eingeweiht, ein Krisenmanagement verabschiedet und informiert über die Strategie 2020. Urs Brühwiler trat zurück als Co-Präsident und übergab sein Ruder an Ralph Wüthrich, der das Amt mit Christian Geeser teilt. Hans Mehr wurde als abtretender Männerriegenpräsident in die Gilde der Ehrenmitglieder des Gesamtvereins aufgenommen.Nicht nur die Weihe der neuen Vereinsfahne war der Grund, weshalb so viele Mitglieder wie schon lange nicht mehr der Vollversammlung des Gesamtvereins der Stadtturner beiwohnten. Zum Auftakt durften auch erfreulich viel Nachwuchs im Geräte- wie Kunstturnen für herausragende Leistungen und gleich mehrere Teams aus der Volleyballriege geehrt werden. Nach dem Aufstieg schaffte das 1. Liga-Team bei den Herren den sicheren Ligaerhalt und hat Ambitionen sich weiter zu steigern, während die Damen neu in der 2. Liga vertreten sind.

Ein Symbol der Zusammengehörigkeit
Die Stadtturner/innen stehen auch in Zukunft zum Symbol der Vereinsfahne, welche in guten wie in schlechten Zeiten, das heisst bei Freud und Leid, begleiten soll. Da die alte Fahne in die Jahre gekommen und sichtlich lädiert ist, entschied man sich nach gut 30 Jahren eine neue Fahne anzuschaffen. Simon Lumpert und Richard Stolz zeichneten verantwortlich für deren Beschaffung. Man änderte aber bewusst wenig an der Gestaltung und speziellen Grösse.

Mitfinanziert wurde die Vereinsfahne auch mit Spenden der Ehrenmitglieder des STV Wil. Der katholische Kaplan Raphael Troxler würdigte die Vereinsfahne als Symbol für alle Mitglieder des Vereins. "Sie soll Begleiter sein bei Festen, Erfolgen aber auch auf dem letzten Weg des Lebens. Ich wünsche allen und dem Verein einen erfolgreichen Aufbruch in die Zukunft, Gemeinschaft, Friede, Hilfsbereitschaft und dazu Gottes Segen," so Troxler. Der evangelische Pfarrer Thomas Rau musste aus gesundheitlichen Gründen für die ökumenische Weihe kurzfristig passen.

Professionelles Krisenmanagement
Die Versammlung sagte Ja zu einem jährlichen Budget für den Betrieb einer Notfallnummer. "Natürlich hoffen wir, dass diese Nummer nie gebraucht wird, aber wir sind vorbereitet, wenn infolge gesundheitlichen, zwischenmenschlichen oder anderen Problemen schnelle und professionelle Hilfe benötigt wird", so der neue Co-Präsident Ralph Wüthrich.

Mit dem Auftrag der Vollversammlung 2017 organisierte der Vorstand das wohl professionellste Krisenmanagement aller Vereine der IG St.Galler Sportverbände und gibt den Verantwortlichen und Leiter/innen eine Anlaufstelle und Unterlagen, um Hilfe zu erhalten.

Strategie 2020
Ein umfassendes Thema war einmal mehr die Strategie 2020, mit welcher man den STV Wil für die Zukunft fit machen will. Das heisst, man will die Stärken konsolidieren und dort ansetzen, wo es Schwachpunkte gibt, ohne aber unnötige Ressourcen zu verschwenden.

Was bis anhin gut war, will man beibehalten, aber evaluieren, wo man den Verein attraktiver für den Nachwuchs gestalten kann. Das heisst auch schlankere Strukturen schaffen, um wieder vermehrt Personen für Leiter- und Vorstandstätigkeiten zu gewinnen. Die Versammlung hiess dann mit der Mission, der Vision und den Kernwerten erste Schritte gut, so dass die Verantwortlichen weiter am Haus STV Wil bauen können. Alle Vorschläge und das weitere Vorgehen müssen auch künftig von der Vollversammlung gutgeheissen werden.

Personalressourcen
Wie viele andere Vereine plagen auch den STV Wil die Vakanzen in einigen wichtigen Bereichen. Erfreulich ist dabei, dass mit Doris Nussberger wieder eine erfahrenen Kraft als Jugendverantwortliche im Vorstand Einsitz nimmt. Noch nicht besetzt sind sie die Ressorts Aktuar und Medien. Die Website wird neu von Michael Andermatt betreut.

Dem Gesamtvorstand gehören weiter als Co-Präsidenten Christian Geeser und Ralph Wüthrich, Daniel Scholz als Kassier und die Riegenpräsidenten Bea Brunschwiler (FR), Albert Frieder (Volleyball), Martin Strub (AR) und Hermann Rüegg (MR) an. "Ich erlebte im Verein viele sehr schöne, bewegende aber auch herausfordernde Momente, die ich aber nicht missen möchte", so der abtretende Co-Präsident Urs Brühwiler (bereits früher in der Gilde der Ehrenmitglieder), der dem Verein in anderen Funktionen erhalten bleibt.

Gesunde Finanzen
Finanziell ist der Stadtturnverein recht gesund und kann sich erlauben, mit finanziellen Aufwendungen für die Zukunft vom Ersparten zu zehren. ohne dabei allerdings übermütig zu werden. Die Versammlung hiess das Budget für 2018 in der Höhe von rund 80'000 Franken und einem kleinen Minus gut. Gutgeheissen wurden auch die Ausgaben für ein jähriges Pilotprojekt mit dem RLZ Ost, um jungen, talentierten Kunstturnern den Einstieg zu erleichtern.