By Annika Frei

Rund vier Jahre sind seit Beginn der Planungsarbeiten vergangen. Neben viel Erfreulichem haben die Verantwortlichen auch immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Nun nutzen die Kommissionsmitglieder die Gelegenheit, erneut über die Ergebnisse des Optimierungsprozesses berichten zu können.

Architekt Roger Biscioni erläuterte Details zur Statik und Funktionalität des Bauprojekts. Man hätte im Verlaufe der Planungsarbeiten die Kosten erneut deutlich optimieren können. «Für uns als Architekten ist es das oberste Ziel, gemeinsam mit der Baukommission ein sinnvolles Projekt zu erarbeiten, das der Bevölkerung viel Freude bereiten kann», fügte er an. Sie seien zudem bereit, das lokale Gewerbe innerhalb des durch das Submissionsgesetz festgelegten Rahmens zu fördern. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 9,95 Millionen Franken, die sich aus 9,15 Millionen Franken für den Bau der Sporthalle und 800'000 Franken für den Landerwerb zusammensetzen. Damit bewege man sich in einem mittleren finanziellen Segment, das keine Maximalkompromisse erfordere, aber sich gleichzeitig auf Funktionalität beschränke.

CVP zeigt sich kritisch
Die örtlichen Parteien seien sich darüber einig, dass es sich bei dem Bauvorhaben um ein stimmiges Projekt handle und würden dieses unterstützen, erklärte Thomas Rutishauser, Präsident der Interpartei. Einzig die CVP empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein «Nein» in die Urne zu legen. So erklärte Toni Peterhans, dass sich die CVP zwar nicht grundsätzlich gegen den Bau der Doppelturnhalle ausspreche, allerdings würden sie den geplanten Standort als nicht geeignet erachten. Die Initianten hätten sich nicht darum bemüht, eine Alternative zu suchen, kritisierte er und wartete sogleich mit einer alternativen Standortidee auf. Die CVP befinde das Areal im Bereich der «unteren Mettle» als optimalen Standort, insbesondere biete dieser Anschluss an den öffentlichen Verkehr, nahegelegene Parkplätzen in der Industrie und Platz für grosszügige Aussenanlagen. Man wolle die Initianten dazu motivieren, den Standort erneut zu prüfen, schloss er sein Votum. Gemeindepräsident Hans Mäder zeigte aber auf, dass ein allfälliger Landerwerb im Gebiet «untere Mettle» erhebliche Kosten aufwerfen würde, die sich weit über dem aktuellen Investitionsvolumen bewegen würden. Nicht nur die CVP äusserte sich zur Standortfrage, auch Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit diese erneut aufzugreifen. 

Es braucht ein dreifaches Ja
Definitiv über das Projekt entscheiden wird die Bevölkerung am 23. September an der Urne. Drei miteinander verknüpfte Abstimmungsvorlagen müssen angenommen werden, damit der Bau der Sporthalle erfolgen kann. Dies ist nötig, weil sowohl die politische Gemeinde, als auch die Schulgemeinde an der Finanzierung beteiligt sind, sagte Baukommissionspräsident Linus Köppel. Während sich die Schulgemeinde aufgrund des grösseren Finanzhaushaltes mit zwei Dritteln an den Kosten beteiligen würde, übernehme die politische Gemeinde einen Drittel der anfallenden Kosten. «So schaffen wir gemeinsam, was jede Behörde für sich nicht ermöglichen könnte: Den Bau einer modernen, adäquaten und zweckmässigen Sporthalle für Eschlikon», schreibt derGemeindepräsident in der Abstimmungsbotschaft.