Thomas Engel, Projektleiter des Neubauprojekts Mühle Rickenbach, freut sich bei der Aufrichte am Freitagmittag gleich doppelt. «Nicht nur, weil wir terminlich in der Zeit liegen», betont er. Denn das ganze Projekt schreite gemäss Bauplan voran. Engel ist auch glücklich darüber, dass mittlerweile der Rohbau der 44 neuen Wohnungen neben dem Mühleweiher steht. Während der bisherigen Bauarbeiten, die seit dem Jahr 2018 dauern, sei es bisher zu keinem Unfall gekommen. Auch habe es bisher keinen Covid-19-Fall bei den Bauarbeitern gegeben. «Bei dieser Aufrichte geht es uns vor allem darum, den beteiligten Handwerkern Danke zu sagen.» Da müsse auch gebührend gewürdigt werden. Schliesslich handelt es sich hier um ein Mammutprojekt, deren Planungen seit dem Jahr 2002 laufen. Die Gesamtkosten – vom Abbruch bis zur Fertigstellung des Neubaus – liegen bei 25 Millionen Franken.

Eine Geschichte, die weitergeführt werden muss

Immer wieder betont Projektleiter Engel, wie wichtig es ist, dass die Mühle Rickenbach trotz Neubau dem abgerissenen 50-jährigen Siloturms ähneln sollte. «Die Geschichte der Mühle Rickenbach muss sichtbar bleiben und weitergehen», ist er überzeugt. Schliesslich wurde in der Mühle Rickenbach über Jahrhunderte Getreide gemahlen. Und die Geschichte der Mühle Rickenbach geht sehr weit zurück: Bereits im Jahr 1288 soll es die ersten Mühleaktivitäten gegeben haben. Seit dem Jahr 1902 ist die Mühle Rickenbach in Besitz der Familie Eberle. Über 100 Jahre stand also in der Vergangenheit dort ein erfolgreiches Müllereiunternehmen, in dem Weizen zu Mehl und Hartweizen für die Teigwarenfabrikation gemahlen wurde. «Deshalb ist es wichtig, dass die Geschichte der Mühle nicht verloren geht», so Engel. Aus diesem Grund habe man sich für einen nachhaltigen Bau entschieden, der an den alten Siloturm erinnert und der auch den nächsten Generationen zu Gute kommt. Diese Umnutzung der alten Mühle Rickenbach ist ganz im Sinn von Bauherr Hansjörg Eberle der Eberle Nafag AG.

 
(Video Mykhailo Zinchenko)

Mit der Aufrichte ist auch die Vermarktung des 55 Meter hohen Neubaus gestartet. Seit einiger Zeit wird auch eine Interessentenliste geführt. «Das Interesse für die 2,5- bis 4.5-Zimmer-Wohnungen ist sehr gross», verrät Engel. Wenn auch in den nächsten Bauphasen alles nach Plan gehen sollte, dann werden laut Engel die Wohnungen im Sommer 2021 bezugsbereit sein. Dann verrät der Projektleiter, dass auch die Mietpreise für sämtliche Wohnungen, die einen hohen Baustandard haben, fair sein werden. Das Preisleistungsverhältnis stimme. «Die Monatsmieten sämtlicher Wohnungen bis zum 5. Stock werden inklusive Nebenkosten unter 2000 Franken liegen», so Engel. Ab dem sechsten Stock hinauf zum 15. Stock werden die Mieten wegen der attraktiven Aussicht höher. Die teuerste Wohnung im obersten Stock werde im Bereich von 3000 Franken liegen. 

An dieser Stelle wird im Laufe des Tages noch ein Video von der Aufrichte des Neubaus erscheinen.