Plötzlich kann es schnell gehen in der Modus-Diskussion. Wenn im März eine Zwei-Drittel-Mehrheit für den neuen Modus gefunden wird und auch die anderen Abteilungen innerhalb des Schweizerischen Fussballverbande nicht ihr Veto einlegen, beginnt schon im nächsten Sommer die Überganssaison. Es ist jene Spielzeit, in welcher es zwei zusätzliche Aufsteiger in die höchste Spielklasse geben wird.

Denn die Super League soll ab 2021 wieder eine 12er-Liga sein. Das hat eine Mehrheit der Klubpräsidenten am Montag an einer Sitzung beschlossen. Zwölf Teams, die zuerst dreimal gegeneinander antreten. Nach 33 Runden wird die Liga getrennt und die Top 6 machen in einer einfachen Runde mit fünf weiteren Spielen den Meister aus, während die anderen sechs Teams in ebenfalls fünf Spielen gegen den Abstieg kämpfen. Gibt ein Total von 38 Spielen – zwei mehr als bisher. Man orientiert sich am schottischen Vorbild, wo seit rund 20 Jahren in diesem Modus gespielt.

«Challenge League wird attraktiver, da ausgeglichener»

Doch was bedeutet dies alles für die Challenge League, in welcher der FC Wil mit grosser Wahrscheinlichkeit auch bei der Einführung des neuen Modus im Sommer 2021 noch spielen wird? Laut FC-Wil-Präsident Maurice Weber sind im Fussball-Unterhaus keine gravierenden Einschnitte geplant. Es sei vorgesehen, beim bestehenden Modus mit zehn Teams zu bleiben. Weitere Details seinen noch nicht definiert und müssten nun bis im März diskutiert werden. Es könne aber durchaus sein, dass es zwei Fix-Aufsteiger und zusätzlich einen Barrage-Teilnehmer geben wird.

Und wie steht Weber zum neuen Modus? Er ist ein klarer Befürworter. «Wie in dieser Saison mit Lausanne und den Grasshoppers haben wir oftmals zwei Klubs, welche mit einem komplett anderen Budget fahren als die übrigen Vereine. Diese Teams kannst du vielleicht einmal schlagen. Über eine ganze Saison vor ihnen zu sein, ist aber mehr als schwierig oder fast nicht möglich», sagt Weber. Diese beiden Klubs gehören für ihn in die Super League. «Die Challenge League würde viel attraktiver, weil ausgeglichener», prognostiziert Weber.

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So hat hallowil.ch am 20.1. berichtet:

Obwohl der FC Wil in der Challenge League eine starke Hinrunde gespielt hat, schlug sich das nicht an der Award Night der Swiss Football League nieder. In keiner der sieben Kategorien wurde ein Wiler geehrt. Die einzige Möglichkeit dazu gab es in der Rubrik «Challenge League Dream Team 2019», wo Captain Philipp Muntwiler und Stürmer Filip Stojilkovic im Vorfeld von einer Fachjury nominiert worden waren.

Doch das Rennen machten vornehmlich Lausanner. Mit Goalie Thomas Castella, den Verteidigern Nikola Boranjasevic, Per-Egli Flo und Noah Loosli, dem Mittelfeldspieler Stjepan Kukuruzovic sowie den beiden Stürmern Aldin Turkes und Andi Zeqiri stellten die Waadtländer gleich sieben der elf Spieler, wobei Zeqiri auch noch zum besten Challenge-League-Spieler des Jahres ernannt worden ist. Komplettiert wurde das Dream Team der zweithöchsten Spielklasse mit Marko Basic und Petar Pusic von den Grasshoppers, Ousmane Doumbia von Winterthur und Markus Neumayr von Aarau. Vor Jahresfrist war der FC Wil in eben diesem Challenge-League-Dream-Team noch mit Nikki Havenaar vertreten gewesen.

Super-League-Aufstockung: Entscheid im März

Eine weitere News dieses Abends: Mit ansehnlich grosser Wahrscheinlichkeit gibt es im Schweizer Fussball ab übernächster Saison einen neuen Modus. Die Super League soll auf zwölf Mannschaften aufgestockt werden. Die Mehrheit der Klubvertreter sprach sich an einer Sitzung, die vor den Award-Verleihungen stattfand, für eine Aufstockung der höchsten Liga um zwei Klubs aus. Ins Auge gefasst wird ein Modus, wie er seit rund 20 Jahren in Schottland zum Einsatz kommt. Zuerst spielen alle Klubs dreimal gegeneinander. Nach 33 Spielen wird die Liga getrennt. In fünf verbleibenden Runden spielen die besseren sechs Teams um den Titel, die schlechteren sechs Equipen gegen den Abstieg. Das ergibt 38 Spiele, also zwei mehr als heute.

Mitte März wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Swiss Football League über die Aufstockung befunden. Sollte keine Mehrheit zustande kommen, bleibt die aktuelle Struktur bestehen. Eine Erweiterung der Anzahl Klubs in der Swiss Football League muss von den anderen Abteilungen innerhalb des Schweizer Fussballverbandes befürwortet werden. Der neue Modus käme aber der Saison 2021/2022 zur Anwendung.