So viel ist sicher: Ins Clubhaus beim Sportplatz Kett ist eine grosse Portion Italianità eingekehrt. Was durchaus Sinn macht, wenn man bedenkt, woher der Name des FC Sirnach-Stella rührt – von der Fusion des FC Sirnach mit dem FC Stella d’Italia Sirnach. Ab der aktuellen Fussball-Rückrunde leitet nämlich der gebürtige Italiener Aldo De Fazio die Geschicke im Clubhaus-Restaurant. Ausserdem übernimmt er im Verein die Aufgaben des Platzwarts.

Auf die freie Stelle im Clubhaus und als Platzwart ist Aldo De Fazio durch seinen Sohn Andreas aufmerksam gemacht worden, der bei den Senioren des FC Sirnach-Stella spielt und im Vereinsvorstand als designierter Vize-Präsident tätig ist. Sofort war der 70-Jährige Feuer und Flamme für die Idee. Bei der Arbeit kann er auf die ganze Erfahrung aus seinem Berufsleben zurückgreifen. Als er Mitte der 1960er-Jahre in die Schweiz kam, hat war er nämlich zunächst als Bauarbeiter tätig. Und Anfang 70er führte er an der Bronschhofenstrasse in Wil bereits eine Pizzeria.

Baustelle als Vorteil

Kaum ist er da, hat Aldo De Fazio schon viele Ideen, wie er das Clubhaus führen möchte. Er will beispielsweise das Restaurant auch ausserhalb des Spiel- oder Trainingsbetrieb öffnen. So sollen jeweils unter der Woche am Mittag für Berufstätige günstige Pasta- oder Pizzamenüs auf der Speisekarte stehen. «Viele können es sich nämlich nicht leisten, jeden Mittag für 20 bis 30 Franken auswärts zu essen», sagt De Fazio. Eine grössere Änderung dürfte für alle Besucher des Sportplatzes Kett bald sichtbar werden. Um mehr Platz für das Restaurant zu erhalten, plant Aldo De Fazio nämlich, die Ostseite des Clubhauses mit einem Anbau zu erweitern, der unter anderem als Take-Away-Stand dienen könnte. Die Bauvisiere sind gestellt, das Baugesuch hat die öffentliche Auflage bereits durchlaufen. «Man muss hier etwas bieten können», sagt De Fazio. Den Bau der Umfahrungsstrasse Spange Hofen, direkt am Sportplatz, sieht er nicht als Nachteil – im Gegenteil. «Wenn die Leute hier vorbeifahren werden sie auf das Restaurant aufmerksam». Zudem hätten die Bauarbeiter ja auch Hunger und Durst. (pd)