«Dass alle Sicherheitskriterien erfüllt wurden, brauchte es einen Extra-Effort», sagt OK-Präsidentin Barbara Patscheider, die neu auch Vereinspräsidentin des Reitklubs Wil ist. Normalerweise findet das Sommerspringen Ende Juni statt. Doch das war in diesem Jahr coronabedingt nicht möglich. So wurde das Datum vom 18. und 19. Juli ins Auge gefasst. 550 Startende können wieder einmal unter Wettkampfbedingungen auf ihr Pferd sitzen. Barbara Patscheider steht dem Wiler Sommerspringen erstmals als OK-Präsidentin vor. Teamwork wird grossgeschrieben.

Wie momentan überall, steht auch auf dem Reitareal der Weierwiese Händedesinfektionsmittel zur Verfügung. Eine beschränkte Anzahl Besucher, Selbstbedienung beim Essensstand und die Einhaltung von Abständen gehören wegen der Corona-Regeln zu den Rahmenbedingungen dieses Anlasses. Auf der Wiese springen die Pferde mit ihren Reitern über bis zu 110 Zentimeter hohe Hindernisse. Kraftvolle Absprünge, schnelles Wenden und stolzes Auslaufen: der Reitsport im Allgemeinen und der Reitklub Wil mit seinen gut 100 Mitgliedern sorgen mit dem Sommerspringen für eine willkommene, sommerliche Abwechslung in der Äbtestadt.

Reiter aus der ganzen Ostschweiz

Das Teilnehmerfeld setzt sich aus Reitern aus der ganzen Ostschweiz und den umliegenden Kantonen zusammen. Eine Reiterin aus dem Zürcher Oberland sagt, dass es zwar speziell ist, auf Wiese zu springen. Doch bringe das Abwechslung zu den Prüfungen auf Sand. «Wenn die Wiese einigermassen trocken ist wie heute, dann springen mein Pferd und ich genauso gerne auf diesem Untergrund wie auf einem Sandplatz», sagt ein weiterer Reiter. Auch Zuschauer sind angereist, wie etwa das ältere Ehepaar aus Kollbrunn. Es verfolgt das Geschehen von der Sitzbank im Schatten aus und erfreut sich ab den Leistungen ihres Sohnes.

Der Reitclub Wil gilt in der Region als ältester Verein seiner Sorte. Er trägt stolz des Gründungsjahr 1889 und gehört zur Historie der Wil.

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Die Parcoursbesichtigung ist ein wichtiger Teil eines Springreitens.