Diese Geschichte hat schon einige Kapitel geschrieben; nicht nur positive. Infolge Einsprachen, oder Finanzierungsschwierigkeiten, wurde der Elan und Tatendrang des Tierschutzvereins Papageien- und Büsihof wiederkehrend ausgebremst. Doch aufgeben war nie die Lösung und nun hat man einen weiteren Meilenstein, in der mittlerweile 20-jährigen Historie des Tierheims, erreicht. Das neue Papageienhaus erstrahlt in vollem Glanz. Wohl noch spärlich bewohnt, aber das wird sich ändern. Aktuell hausen einige Kakadus im Gehege und verfolgen an den Eröffnungstagen gespannt das Kommen und Gehen der Besucher und Interessierten. Marcel Jung ist der Gründer des Tierheims und Präsident des Tierschutzvereins. Er erklärt, wie wichtig es sei, den Papageien eine Gruppenhaltung zu ermöglichen. «Das soll hier bei uns genau gleich sein wie es in der Natur ist. In Freiheit sind die Papageien auch zusammen. Wir haben jetzt Platz für rund 250 Papageien, in verschiedenen Räumen und Aussengehegen», erklärt Jung. Dass dieses Raumangebot benutzt werden wird, davon ist er überzeugt. «Viele tun sich einen Papagei zu, merken dann aber schnell, dass diese Tiere viel Zeit und Aufwand brauchen um sie tiergerecht zu halten, da vergeht bei manch einem die Lust daran und so landen sie dann bei uns.»


Ein Jahr Bauzeit

Der Geschichte hinter diesem Neubau geht ein jahrelanger Kampf voraus. Schlussendlich erstrahlt nun das neue Bijou mit der Sonne um die Wette. Marcel Jung erklärt, dass die Bauzeit rund ein Jahr lang gedauert hat. Während die unteren Etagen für die Papageien reserviert ist, besteht im obersten Stock eine Gebärabteilung für Katzen. Jung, der das Tierheim vor 20 Jahren und später dann auch den Verein gegründet hat, ist froh, über den aktuellen Stand der Dinge. «Wie sich nun schlussendlich alles entwickelt hat, freut mich sehr. Nichtsdestotrotz kämpfen wir tagtäglich um jeden Franken; dies voll und ganz zum Wohl unserer Tiere.» Ein kleines, aber feines Tierheim und ein Gnadenhof für Katzen, Papageien und Sittiche, Hunde, Kleintiere und Schildkröten. «Unter anderem sind wir das einzige in der Schweiz existierende, Alters- und Pflegeheim für Papageien. Leider ist es enorm schwierig, für diese Exoten Spendengelder aufzutreiben», sagt Marcel Jung.

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Marcel Jung als Vereinspräsident und Iris Koch als Mitarbeiterin Administration freuen sich über die Eröffnung des neuen Papageienhauses.

Die Besucher am ersten Tag der offenen Tür im Papageienhaus sind indes voll des Lobes. «Hier dürfen sich diese wunderschönen Tiere wohlfühlen», meint ein Gast nach seinem Rundgang durch die Räume. Frisch eingezogen sind an diesem Samstag einige Gelbhaubenkakadus. Auch sie scheinen äusserst zufrieden zu sein mit ihrer neuen Behausung.

Informationen unter: www.papageienhof.ch