Ausbildung ist für die Firma Bühler und für ihren CEO Stefan Scheiber eine Herzensangelegenheit. Die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen einer Lehre bei Bühler werden deshalb alljährlich im Rahmen einer festlich gestalteten Schlussfeier gewürdigt. Auch dieses Jahr hatten Absolventen und Ausbildungsverantwortliche allen Grund, stolz zu sein. Der Notendurchschnitt aller 71 Abschlusszeugnisse lag bei rekordhohen 4,94.Stefan Scheiber, CEO des weltweit tätigen Uzwiler Unternehmens Bühler, liess es sich nicht nehmen, persönlich zu den erfolgreichen Lehrabgängern zu sprechen. Seit über 100 Jahren fördere die Firma den beruflichen Nachwuchs. Die Lehren im Rahmen unseres dualen Bildungssystems seien aber nicht bloss eine Tradition, sondern ein unschätzbarer schweizerischer Wert. Wir dürften stolz auf unser Bildungssystem sein und müssten es in Zukunft hochhalten, aber auch weiterentwickeln.

Was macht erfolgreich?
Eine Lehre bei Bühler sei kein Wohlfühlprogramm. Schon eine Lehrstelle in der Firma zu bekommen, sei eine Auszeichnung. Das erfolgreiche Absolvieren der Lehre verlange Durchhaltewillen und Durchsetzungsvermögen. Schon nach kurzer Zeit werde das Fachwissen vorausgesetzt und die Teamarbeit verlange Sozialkompetenz.

Nach seiner Gratulation zum erfolgreichen Abschluss erörterte Stefan Scheiber die Frage, was einen Menschen eigentlich erfolgreich mache. In einem Meinungsaustausch seien Intelligenz, Empathie, ein Spezialist oder - das Gegenteil - ein Generalist zu sein ins Feld geführt worden. Die Wissenschaft sei aber zu einem anderen Schluss gekommen: Um erfolgreich zu sein, müsse ein Mensch neugierig sein.

«Bleiben Sie neugierig. Schaffen Sie am Gelernten weiter. Arbeiten Sie auch an der Weiterentwicklung der Firma mit», ermunterte Stefan Scheiber abschliessend die versammelte Bühler-Gemeinde.

«One Young World»
Bühler will in der Welt, die sich infolge Globalisierung und Digitalisierung in einem rasanten Wandel befindet, nicht bloss bestehen können, sondern sie mitgestalten. Die Firma hat deshalb sechs junge Berufsleute zum Netzwerk «One Young World» delegiert. Zwei davon, der Polymechaniker Fabian Oswald und der chinesische ETH-Student Oudi, haben die von ihnen gegründete Plattform «Generation B» vorgestellt und die jungen Berufsleute zur Mitarbeit eingeladen.

Es braucht Leidenschaft
In einer Lehre bei Bühler würden die Absolventen nicht bloss fachlich ausgebildet, sondern auch menschlich weiterentwickelt, stellte Personalleiter Christof Oswald fest. Vertrauen zu schenken und zu bekommen, Respekt und Anerkennung seien zentrale Werte im Zusammenarbeiten und Zusammenleben. Die Möglichkeit zum Mitgestalten mache den Berufsalltag attraktiv. Erfolge seien aber nur mit Leidenschaft zu erzielen.

Calvin-Grieder-Award
Erstmals wurde an der Lehrabschlussfeier auch ein Wanderpreis an den erfolgreichsten Ausbildner verliehen. Zur Erinnerung an Calvin Grieder, der bis vor einem Jahr CEO der Firma Bühler war, ist der Calvin Grieder-Award geschaffen worden. Als Trophäe erhält der Preisträger einen Bergkristall. Der Preis ging an Daniel Roth, der sich in Minneapolis (USA) mit Unternehmergeist und hohem Engagement für Bühler-Lernende einsetzt.

Ein brillanter Jahrgang
Andreas Bischof, Leiter der Berufsbildung, führte zusammen mit Marianne Rüdlinger, Leiterin des Sekretariats, durch die Feier. Mit besonderer Freude und Stolz verkündete er den Notendurchschnitt. 4,94 betrug er, über alle 71 Zeugnisse gerechnet. Ein brillanter Jahrgang, meinte er, sei am Ende der drei oder vierjährigen Ausbildung angelangt. Und solche jungen Fachleute lässt Bühler nicht ohne Weiteres ziehen. 51 müssen keine neue Stelle suchen, sondern werden weiter bei Bühler beschäftigt.

Auszeichnungen
Die Absolventen mit den besten Abschlussprüfungen:
Note 5,6: Lars Moser, Anlagen und Apparatebauer, Appenzell

5,5: Sandro Brändle, Polymechaniker, Niederuzwil und Noël Thoma, Konstrukteur, Jonschwil.

5,4: Michael Aeschbacher, Anlagen- und Apparatebauer, Appenzell; Quentin Allenspach, Polymechaniker, Jonschwil; Robin Bleiker, Konstrukteur, Lütisburg; Philipp Hürzeler, Automatikmonteur, Uzwil und Andreas Koch, Anlagen- und Apparatebauer, Weissbad.


5,3: Patrick Engler, Konstrukteur, Niederuzwil; Manuel Hautle, Anlagen- und Apparatebauer, Appenzell; Pascal Schönenberger, Konstrukteur, Flawil und Joel Wirth, Automatiker, Schwellbrunn.

Best Professional
Zwei Lernende wurden als Best Professional ausgezeichnet und mit 1000 Franken belohnt: Andreas Koch, Anlagen- und Apparatebauer, Weissbad, und Lars Moser, Anlagen- und Apparatebauer, Appenzell. Über die ganze Lehrzeit erreichten sie einen Notendurchschnitt von 5,47.