Sauberes Trinkwasser werde auch durch die Armaturen von Hawle transportiert, so führte es Geschäftsleiter Rolf Kreis aus. Für Trinkwasser seien die blauen Schieber und Verbinder reserviert, für Abwasser die grünen, die gelben für Gas. Ausserdem seien die Hawle-Produkt so beliebt, dass die Produktion am Standort Gloten nächstens stark vergrössert werde. So geht es aus einer Medienmitteilung des Swiss-Engineering-Vereins hervor.

Trinkwasser: verbreitet belastet

Franziska Herren, Initiantin der Trinkwasserinitiative, sprach anschliessend über die Trinkwasserqualität und die Gründe für die Lancierung der Initiative. Die Stimmbürger werden wohl noch dieses Jahr darüber abstimmen können. Das Schweizer Wasser sei ursprünglich ein sehr sauberes gewesen, heute sei es aber verbreitet belastet, und zwar durch Antibiotika, Pestizide und die Überdüngung. Auch die Abbauprodukte von Pestiziden seien gefährlich, allerdings gäbe es in der Schweiz für über 100 davon keine Grenzwerte. Daraus resultiere, dass es auch keine Berichtspflicht gäbe und so die Bevölkerung nur mangelhaft informiert sei.

Futtermittelimporte seien für die hohe Nitratbelastung verantwortlich, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Zudem würden mit der Gülle und über die Kläranlagen antibiotikaresistente Bakterien direkt in die Natur ausgebracht und gelangten so ins Trinkwasser und die Nahrung. Die Folgen für die Human- und Tiermedizin seien dramatisch, denn Antibiotika würden immer öfters keine Wirkung mehr zeigen. Trotz dieser Gefahr erfolge der Einsatz von Antibiotika weiter flächendeckend.


«Food Waste»: schlecht fürs Wasser

Auch würden viel zu viele Lebensmittel weggeworfen. Bei Frischgemüse, Kartoffeln und Brot betrage der Anteil nicht verzehrter Lebensmittel über 55%. Dieser «Food Waste» könnte verhindert werden, denn: Diese Lebensmittel müssten gar nicht erst produziert werden, was wiederum den Wasserhaushalt schonen würde. Auch würden jährlich ca. 87‘000 Tonnen Milch direkt auf den Feldern «entsorgt», da diese mit Antibiotika belastet sei und so nicht verkauft werden könne und auch nicht verkauft werden dürfe.

Der Trinkwasserinitiative gehe es nicht darum, Bauern und Landwirtinnen zu kritisieren. Es sei klar, dass diese im Rahmen stark eingeschränkter Möglichkeiten und enger Vorgaben produzierten. Dieser Rahmen werde von der Politik gesetzt und von anderen Branchen massgeblich beeinflusst. Gefragt seien deshalb neue, konsumenten-, bauern- und wassergerechte Spielregeln, so die Forderung aus der Medienmitteilung. (pd)