Ganz grundsätzlich glaubt man betreffend nächtliche Zwischenfälle: In der Stadt, da geht die Post ab. Und auf dem Land herrscht bedächtige Stille. In dieses Klischee passen die Meldungen von Schmierfinken, einem angezündeten WC-Häuschen, Zwischenfällen auf dem Bahnhofplatz und Autoposern in Wil. So gar nicht ins Bild passt, dass es auch im idyllischen Niederbüren mit seinen 1500 Einwohnern immer wieder zu Zwischenfällen kommt. Selbst auf dem Friedhof musste festgestellt werden, dass verschiedene Gegenstände mutwillig beschädigt oder gestohlen wurden – und das mehrmals. Ob nun Gläser von Grablaternen oder Grabdekorationen: Nichts ist vor den Vandalen sicher.

Wer tut denn so etwas? Genau das fragt man sich in Niederbüren nun auch auf der Gemeinde und dem Pfarreisekretariat. Wenn jemand Beobachtungen gemacht hat, soll er diese auf dem Bestattungsamt der Gemeinde (071 424 24 01) oder beim Pfarreisekretariat (071 422 13 19) melden.

Schon wieder muss man sich in der einwohnermässig kleinsten Gemeinde des Wahlkreises Wil mit diesem leiden Thema befassen. Erst im Februar war vermeldet worden, dass nun auch in Niederbüren Videoüberwachung zum Thema wird (siehe Artikel unten). Sowohl der Spielplatz an der alten Muntwilerstrasse als auch die öffentliche Entsorgungsstelle waren als Hot-Spots betreffend Littering und Verstösse gegen die Entsorgungsrichtlinien ausgemacht worden.

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Vier Überwachungskameras für Niederbüren (5.2.20)

Auch in Niederbüren scheint es nicht ohne Kameras zu gehen. Zwei neuralgische Punkte sollen künftig an 24 Stunden pro Tag und 7 Tagen pro Woche überwacht werden. Zwei Kameras sind beim öffentlichen Spielplatz an der alten Mutwilerstrasse angedacht. Damit soll Vandalismus und Littering vorgebeugt werden. Denn in der Vergangenheit ist es zu Vandalismus-Vorfällen gekommen. Die Kamera soll Bilder liefern, die verschlossen aufbewahrt und nach 100 Tagen wieder gelöscht werden, wenn sie nicht gebraucht werden.

Auch die öffentliche Entsorgungsstelle an der Wältishusstrasse soll mit zwei Kameras bestückt werden. Denn es wurden in den vergangenen Wochen und Monaten immer mehr Verstösse gegen Entsorgungsrichtlinien festgestellt. Heisst konkret: Abfälle, die gar nicht in die Entsorgungsstelle gehören, werden einfach liegen gelassen.

Keine weiteren Kameras geplant

Und was passiert, wenn jemand von der Kamera erwischt wird? Dann wird der Gemeinderat die fehlbaren Personen mit Schadenersatz und einer Busse bestrafen.

Vergangenes Jahr wäre es in Niederbüren übrigens noch nicht erlaubt gewesen, Videokameras im öffentlichen Raum zu installieren. Der Gemeinderat musste zuerst ein entsprechendes Reglement erlasen. Per 1. Januar 2020 ist dieses in Kraft getreten. Und bereits am 28. Januar hat die Behörde die ersten beiden Videoüberwachungen beantragt. Noch bis zum 20. Februar kann man sich mittels Rekurses dagegen wehren. Es wären die ersten beiden Video-Überwachungskameras im öffentlichen Raum Niederbürens – und bis auf weiteres die einzigen. Laut Gemeindepräsidentin Caroline Bartholet ist nicht geplant, weitere Kameras zu installieren.