Am Mittwoch wurde bei den Turnhallen im Lindenhof der erste Notfalltreffpunkt im Kanton St. Gallen eingeführt, insgesamt gibt es in Wil sieben solche Treffpunkte. Die Standorte dieser Besammlungsorte sind in den Info-Flyern zu finden, die ab heute in alle St. Galler Haushalte verschickt werden. Diese Flyer sind nach Regionen aufgeteilt, so dass die Bevölkerung auch weiss, wo sich der nächste Treffpunkt befindet.

Standorte in und um die Stadt Wil

  • Turnhalle Lindenhof, Lindenhofstrasse 23, Wil
  • Alleeschulhaus, Alleestrasse 3, Wil
  • Mattschulhaus, Glärnischstrasse 26, Wil
  • Kindergarten Zelghalde, Zelghalde 4, Wil
  • Kindergarten Städeli, Langeggstrasse 28, Wil
  • Turnhalle Bommeten, Schulstrasse, Bronschhofen
  • Turnhalle, Schulstrasse, Rossrüti

Checklisten und weitere Infos

Neben den Standorten sind im Flyer weitere Informationen und Tipps sowie auch Checklisten, etwa zum Falle einer Evakuierung oder in Bezug auf den Notvorrat, vorhanden. So sollte Vorrat für etwa fünf Tage angelegt werden, dabei sein müssen unter anderen Dingen:

  • Trinkwasser (10 Liter pro Person)
  • Öl oder Fett
  • Teigwaren
  • Bouillon, Salz, Pfeffer
  • Nahrung für Kleinkinder
  • Haustierfutter

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (1.9.21)

Notfalltreffpunkte: Die Anlaufstelle, wenn sonst nichts mehr geht

Ab heute führen die Gemeinden im Kanton St. Gallen neue Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung ein. Diese Treffpunkte sind die Anlaufstelle im Ereignisfall. Damit kann gewährleistet werden, dass die Bevölkerung über die Lage und das weitere Vorgehen informiert werden kann, auch wenn beispielsweise der Strom ausfällt. 

Wissen Sie noch, letztes Jahr als keine Notrufnummern mehr zu erreichen waren? Was hätten Sie gemacht, wenn es bei Ihnen einen Notfall gegeben hätte? Womöglich hätten Sie genau das getan: Sich gefragt, was man in einem solchen Fall eigentlich tun muss. Mit den neuen «Notfalltreffpunkten» in den Gemeinden soll sicher gestellt werden, dass die Bevölkerung rasch und umfassend informiert werden kann. Natürlich hat man dabei nicht nur den Ausfall bei der Swisscom im Blick, sondern vielmehr «Katastrophen, Notlagen und andere Grossereignisse». Hochwasser zum Beispiel oder ein länger andauernder, grossflächiger Stromausfall.

Am Mittwochvormittag wurde der erste Notfalltreffpunkt im Kanton St. Gallen eingeführt, und zwar bei den Turnhallen des Schulhauses Lindenhof in Wil. Bei der Montage der Tafel anwesend waren unter anderem Regierungsrat Fredy Fässler und Stadtrat Dario Sulzer. Vor der Montage wurde umfassend über die Notfalltreffpunkte und die Gedanken hinter diesen Treffpunkten informiert.

Insgesamt werden in Wil sieben solche Notfalltreffpunkte eingerichtet, in der ganzen Region sind es deren 166 wie Fredy Fässler ausführt. Sie seien so gelegen, dass sie alle innert 30 Minuten zu Fuss zu erreichen seien. Die Entscheidung, solche Treffpunkte einzurichten, sei aber nicht auf den Ausfall der Swisscom vom letzten Jahr zurückzuführen, sondern sei ein Resultat der «nationalen Sicherheitsverbundübung» von 2014. Neben dem Kanton St. Gallen haben die Kantone Aargau, Bern, Nidwalden, Schaffhausen, Solothurn und Zürich sowie die Stadt Zug bereits Notfalltreffpunkte eingeführt oder sind dabei dies zu tun.

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So sehen die Tafeln schweizweit aus (Bild: pd).

Während dieser Sicherheitsübung von 2014 wurden die Szenarien «Blackout & Pandemie» durchgespielt und es habe sich gezeigt, dass Behörden und Einsatzkräfte beispielsweise im Falle eines Stromausfalls nur schlecht erreichbar seien. Mit den Notfalltreffpunkten will man Anlaufstellen schaffen, die nicht nur Orientierung bieten sollen, sondern auch mit Verschiedenstem ausgestattet werden. Zum einen steht an den Treffpunkten Material zur Verfügung, ein Funkgerät etwa, Trinkwasser oder auch Jod-Tabletten, zum anderen werden Ansprechpersonen vor Ort sein. Die Einrichtung dieser Notfalltreffpunkte kostet rund 650‘000 Franken, die von Bund, Kanton und Gemeinden getragen werden, führt Fredy Fässler aus.

Es sei wichtig, dass die Bevölkerung umfassend informiert werde und in einem Notfall wisse, was sie zu tun habe. So werden ab kommendem Freitag Flyer mit ausführlichen Informationen zu Standorten sowie zum Verhalten bei Notfällen und Katastrophen in alle Haushaltungen des Kantons verschickt.

Weitere Informationen sind auch auf der Website «Notfalltreffpunkt» zu finden.