Der Flawiler Preis wird zum neunten Mal verliehen. Als Träger des diesjährigen Preises wurde der 59-jährige Heinz «Haro» Niedermann auserwählt. Er erfüllt alle Kriterien, die für einen Preisgewinn massgebend sind. So übt er sein jahrelanges Engagement im sportlichen, aber auch im kulturellen Bereich ehrenamtlich aus, schreibt die Gemeinde Flawil in einer Mitteilung.

Eine Marke in Flawil

«Haro» ist eine Marke in Flawil. Sein jahrzehntelanges Engagement in verschiedenen Flawiler Vereinen zeichnet ihn aus. Da er jedoch in all den Jahren mehrheitlich im Hintergrund arbeitete, trat er medial nicht oft in Erscheinung. Es gab Ausnahmen wie im Jahr 1994, als ihm die «Chratzbörschte» verliehen wurde. Sie wurde ihm damals überreicht, weil er fast in jedem Verein einen Vorstandsposten bekleidete. Und nun, 2018, erhält Heinz «Haro Niedermann, der am 12. Juni 1959 geboren und seither in Flawil wohnt, den Flawiler Preis. Er ist der erste Preisträger, der zugleich auch Träger der «Chratzbörschte» ist.

Präsident, Trainer, Betreuer

Die Liste der Vereine, bei denen sich Heinz «Haro» Niedermann engagierte, ist lang. Beim FC Flawil, bei dem er Ehrenmitglied ist, hat er wohl alle möglichen Ämter schon ausgeübt. Er war unter anderem Präsident, Senioren- und Veteranen-Obmann, Trainer und Betreuer. Heute ist er Sekretär der Veteranenvereinigung des FC Flawil. Beim Handballclub Flawil hat er nicht nur selber gespielt, sondern auch das Amt des Schiedsrichters ausgeübt. Beim EHC Flawil gründete er im Jahr 1995 den Gönnerclub. Und 2006 war er mitverantwortlich für die Fusion des Infanterieschiessvereins mit der Schützengesellschaft Flawil.

Beim «Bettelstudent» mitgespielt

Doch Heinz Niedermann beschränkte sein jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement nicht nur auf den sportlichen Bereich. Auch im Kulturellen trat er in Erscheinung. So war er als Sänger aktiv. Im Alter von 20 Jahren trat er dem Männerchor Harmonie bei und übernahm daraufhin schnell auch Ämter im Vorstand. Zuerst war er Aktuar, dann während zehn Jahren Präsident und später Kassier. Er trat bei der Flawiler Operette in Erscheinung und spielte bei der Operette «Der Bettelstudent» mit. Noch heute ist Heinz «Haro» Niedermann Mitglied des Sängerbundes an der Thur. Kürzlich hat er als OK-Chef das Fest «150 Jahre Sängerbund» verantwortet.

Vereinsleben darf nicht aussterben

«Haro» Niedermann hat jahrelang verschiedene Flawiler Vereine gefördert und in der Weiterentwicklung unterstützt. Für ihn ist es wichtig, dass das Vereinsleben in Flawil nicht ausstirbt. Momentan unterstützt Heinz «Haro» Niedermann diverse Vereine finanziell. Er trägt unter anderem dazu bei, dass zum Beispiel Trainingslager durchgeführt werden können und so Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung angeboten wird.

Die bisherigen acht Preisträger

Den Flawiler Preis gibt es seit dem Jahr 2010. Die bisherigen Preisträger waren Rolf Bollinger, der B’treff Flawil, das Ortsmuseum Flawil, Pius Burtscher, der Naturschutzverein Flawil und Umgebung, Ella Steurer, Berti Knellwolf und Dani Müller. Die Auszeichnung bezweckt, herausragende Leistungen in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport, Soziales und Beruf zu würdigen. Der Flawiler Preis ist auch ein Mittel zur Förderung und Anerkennung der Freiwilligenarbeit. Er beinhaltet einen Betrag von 1160 Franken, eine Urkunde und eine Skulptur. (rkf)