Die Saison zieht sich aus der Sicht des FC Wil mühselig dem Ende entgegen. Allzu viele Erkenntnisse bringen die Spiele in dieser späten Phase nicht mehr. Die Partie im Schaffhauser Lipo-Park hätte man sich aus Wiler Optik auch schenken können. Teamstützen wie Silvano Schäppi, Sandro Lombardi oder Silvio werden in dieser späten Phase der Saison nicht mehr eingesetzt, da sie angeschlagen sind und gravierendere Verletzungen erleiden könnten. Nikki Havenaar sass in Schaffhausen während 90 Minuten auf der Bank. «Wir planen für die nächste Saison», sagte FC-Wil-Präsident Maurice Weber nach der Partie. Heisst konkret: Mit dem Japaner wird nicht mehr gerechnet. Weber bestätigte gegenüber hallowil.ch, dass der FC Thun ernsthaft interessiert ist – und auch der FC St. Gallen Interesse zeigt. Schon bald soll der Deal unter Dach und Fach sein. Bereits fix ist, dass der aktuelle FC-Vaduz-Captain Philipp Muntwiler zum FC Wil zurückkehrt und Stammspieler Michael Gonçalves den Klub verlässt.

Da Havenaar also nicht spielte, konnte hinten ein junges Duo getestet werden, das dann womöglich auch in der kommenden Saison regelmässig gemeinsam spielt: Fuad Rahimi und Ismajl Beka. Ihre Leistungen waren in Ordnung, wobei bei Rahimi ein Abstrich zu machen war. Mit einem zu leichtfertigen Fehlpass tief in der eigenen Platzhälfte leitete er Mitte zweiter Halbzeit das Schaffhauser Führungstor ein, das dann Helios Sessolo von knapp ausserhalb des Strafraums erzielte.

Harmlos in der oberen Tabellenhälfte

Ansonsten bestätigte die Partie jene Eindrücke, die man schon in der Mehrzahl der vergangenen Spiele hatte gewinnen können. Der wichtigste: Der FC Wil ist offensiv schlicht zu harmlos. 32 Tore stehen nach 35 Spielen zu buche. Alle andere Mannschaften der Liga haben schon mindestens 41 Mal getroffen. Vom geforderten Power-Fussball sind die Äbtestädter weit entfernt. So ist es kein Zufall, dass es den Wilern seit Mitte November nur ein einziges Mal gelungen ist, mehr als einem Treffer in einer Partie zu erzielen. Mehr als zwei Tore markierte er in der ganzen Saison ein einziges Mal. Mehr als drei Tore noch gar nie.

Nun war es nicht so, dass der FC Wil im Schaffhauser Lipo-Park chancenlos gewesen wäre. Die Partie verlief recht ausgeglichen, wobei die Schaffhauser die klareren Torchancen hatten, Da sie auch mehr Möglichkeiten besassen, war ihr Sieg schliesslich verdient. Dass der eingewechselte Karim Barry mit der letzten Aktion des Spiels bei einem Konter mit einem Schuss ins lange Eck den 2:0-Endstand herstellte, war nur noch insofern bemerkenswert, als dass die Wiler in dieser Saison jetzt schon drei Gegentreffer in Minute 95 kassiert haben. Für Schaffhausen war es der erste Sieg im heimischen Schmuckkästchen in diesem Jahr. Zuvor hatten die Munotstädter in acht Heimauftritten 2019 gerade einmal einen einzigen Punkt gewonnen. Dieser Wert wurde somit auf einen Schlag vervierfacht. Die Schaffhauser spielen damit auch nächste Saison in der Challenge League, so sie am Freitag zweitinstanzlich die Lizenz für die zweithöchste Spielklasse erhalten. Davon ist auszugehen.

Schlechtestes Rückrundenteam

Die Wiler Darbietung wird schnell vergessen sein. Zu wenig Relevanz und Gehalt hatten Veranstaltung sowie Leistung, da der Ligaerhalt bereits fix war. Die Zahlen wurden selbstredend nicht besser. Gerade einmal zwei Siege gab es für den FC Wil bisher im laufenden Jahr. Er ist das schlechteste Challenge-League-Team der Rückrunde. Und das mit einer Mannschaft, die im vergangenen Herbst fünf Runden lang das Klassement der Liga angeführt hatte.

Erstaunlich ist einzig, dass die Wiler mit so schlechten Werten immer noch als Fünfter in der oberen Tabellenhälfte klassiert ist. Und es ist gar ein realistisches Szenario, dass sie als Tabellenfünfte abschliessen, selbst wenn sie am Sonntag auch noch dem FC Chiasso unterliegen. Den der FC Vaduz, der den Äbtestädtern diesen fünften Rang noch streitig machen könnte, reist zum FC Lausanne-Sport, der sich mit einem Heimsieg die Option auf die Barrage-Teilnahme aufrechterhalten möchte.

Die Höhepunkte des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
So kam es zur Wiler Niederlage im Lipo-Park von Schaffhausen.

Resultate, Challenge League, 35 Runde:
Schaffhausen - Wil 2:0
Chiasso - Aarau 0:1
Kriens - Lausanne-Sport 0:2
Rapperswil-Jona - Winterthur 1:4
Vaduz - Servette 1:5

FC Schaffhausen – FC Wil 1900 2:0 (0:0)

Lipo-Park: 1325 Zuschauer. – Sr: von Mandach.

Tore: 67. Sessolo 1:0. 95. Barry 2:0.

FC Schaffhausen: Grasseler; A. Gonçalves (64. Demhasaj), Delli Carri, Mevlja, Qollaku; Paulinho, Bunjaku, Del Toro (80. Helbling), Tranquilli; Cicek (70. Costroman), Sessolo (83. Barry).

FC Wil 1900: Kostadinovic; von Niederhäusern, Rahimi, Beka; M. Gonçalves (85. Gasser), Schmid, Scholz (75. Schällibaum), Hefti; Breitenmoser (70. Sejdija), Audino (64. Savic); Cortelezzi.

Bemerkungen: Schaffhausen ohne Pugliese (gesperrt), Nikci, Jozinovic (verletzt), Gül, Apicella, Heim, Rether und Dindamba (nicht im Aufgebot). Wil ohne Djordjevic, Silvio, Lombardi, Schäppi, Zé Eduardo, Gülünay (verletzt), Latifi, Herrmann, Herter und Hoxha (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 9. Mevlja (Foul). 28. A. Gonçalves (Foul). 34. Sessolo (Foul). 41. Delli Carri (Foul). 44. Beka (Foul). 63. Audino (Reklamieren, im nächsten Spiel gesperrt), 69. Breitenmoser (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 93. Barry (Ballwegschlagen). – 56. Pfostenschuss Audino.

Rangliste:
1. Servette 35/76. 2. Aarau 35/61. 3. Lausanne-Sport 35/60. 4. Winterthur 35/53. 5. Wil 35/42. 6. Vaduz 35/42. 7. Schaffhausen 35/39. 8. Kriens 35/36. 9. Rapperswil-Jona 35/35. 10. Chiasso 35/33.

Nächste Spiele (36. und letzte Runde):
Sonntag, 26. Mai: Wil - Chiasso (16.00 Uhr), Aarau - Rapperswil-Jona (16.00 Uhr), Lausanne-Sport - Vaduz (16.00 Uhr), Servette - Kriens (16.00 Uhr), Winterthur - Schafhausen (16.00 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
"Es ist eine Frage der Konzentration", sagt FC-Wil-Trainer Ciriaco Sforza im Interview.

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Der Liveticker:

Vorerst bedanke ich mich für das Interesse, wünsche noch einen angenehmen Rest dieses Donnerstags und dann einen guten Wochen-Endspurt. Bis bald auf hallowil.ch.

Also: Abgeschlossen wird die Saison des FC Wil wie erwähnt schon über-übermorgen mit dem Heimspiel am Sonntag ab 16 Uhr gegen den FC Chiasso. Der Wiler Nationalspieler Fabian Schär hat sich ungekündigt in der IGP-Arena. Grund genug, auch diesem Spiel einen hallowil.ch-Liveticker zu widmen.

Schlussresultate: Auf den anderen Plätzen ist noch viel gegangen: Aber nicht in Chiasso. Die Tessiner unterliegen Aarau mit 0:1. Kriens verliert gegen Lausanne-Sport mit 0:2. Rapperswil-Jona geht gegen Winterthur schliesslich mit 1:4 unter, Vaduz gegen Aufsteiger Servette gar mit 1:5. Heisst: Der FC Wil bleibt trotz schwacher Rückrunde in der oberen Tabellenhälfte auf Platz fünf. Im Kampf um den Barrage-Platz bleibt der FC Aarau einen Zähler vor Lausanne-Sport. Den Absteiger machen sich Rapperswil-Jona und  Chiasso aus. Die Tessiner, die am Sonntag in Wil erscheinen, haben zwei Punkte Rückstand auf die Rosenstädter, die noch nach Aarau müssen. Der FC Wil kann sich also wohl aussuchen, wen er in der nächsten Saison als Gegner haben will.

Schlussfazit: Neues Spiel, alte Probleme: Der FC Wil schafft es einfach nicht, offensiv genug Druck zu erzeugen. Chancen sind eher Zufallsprodukte wie beim Freistoss von Audino an den Pfosten. Oder dann sind es Weitschüsse wie bei Breitenmosers Freistoss. Alles in allem ist es einfach zu wenig, was von den Äbtestädtern kommt. Die magere Sforza-Bilanz liest sich nun so: Neun Spiele, ein Sieg. Andere würden mit solch einer Bilanz entlassen.

Schlusspfiff: Der FC Wil verliert gegen den FC Schaffhausen mit 0:2. Schiedsrichter von Mandach liess gar nicht mehr anspielen nach dem Tor.

95. Minute: TOOOOOOOR für den  FC Schaffhausen durch Barry zum 2:0. Bei einem Konter über die linke Seite geht der spätere Torschütze durch und trifft mit einem Schuss ins lange, rechte Eck zur Siegsicherung.

94. Minute: Sinnbildlich: Kostadinovic schlägt völlig unbedrängt einen Abschlag ins Seitenaus. Und das nach 94 Minuten.

94. Minute: Die Wiler schaffen es nicht, Gefahr zu erzeugen.

93. Minute: Gelb für Schaffhausens Barry wegen Ballwegschlagens.

91. Minute: Die fünfminütige Nachspielzeit läuft.

91. Minute: Ungefährlich: Schmid bringt den Freistoss rein. Doch Grasseler faustet den Ball weg. Heftis Nachschuss geht weit drüber.

90. Minute: Freistosschance für Wil aus dem Halbfeld von halbrechts.

88. Minute: Riiiiiieeeesenchance für den FC Schaffhausen: Qollaku narrt die ganze Wiler Abwehr. Alleine vor Kostadinovic will der Schaffhauser den Ball über den Wiler Goalie lupfen. Doch dieser kommt mit der Schulter noch ran. Trotzdem kullert der Ball Richtung Tor. Beka kann die Kugel knapp vor der Linie wegwischen. Wahnsinn, dass Wil noch im Spiel ist.

87. Minute: Ich würde gerne von Wiler Chancen berichten ...

85. Minute: Letzter Wechsel nun auch beim FC Wil: Auch der zweite Gonçalves ist vom Feld - und wird durch Gasser ersetzt.

85. Minute: Es riecht nicht wirklich nach Ausgleich, auch wenn die Wiler nun das Spiel machen.

83. Minute: Letzter Wechsel bei den Gastgebern: Torschütze Sessolo wird mit Applaus verabschiedet. Barry kommt für ihn rein.

82. Minute: Gonçalves mit einem Verzweiflungs-Schuss aus grosser Distanz. Aber weit daneben und drüber.

81. Minute: Dass wir uns richtig verstehen: Der FC Schaffhausen ist grad auf gutem Weg, seine Punkteausbeute im eigenen Stadion im Jahr 2019 zu vervierfachen ...

80. Minute: Auch Seeberger wechselt nochmals: Del Toro schleicht vom Feld. Neu dabei ist Helbling.

79. Minute: Rettet der FC Wil diese Woche gleich zwei Teams? Könnte gut sein. Schaffhausen wird heute den Ligaerhalt schaffen. Und so wie es jetzt aussieht, kommt Chiasso am Sonntag mit zwei Punkten Rückstand auf Rapperswil-Jona nach Wil ...

77. Minute: Schmid erobert sich schön den Ball während eines Schaffhauser Angriffs in der Platzhälfte der Gastgeber. Sogleich schliesst er ab und trifft … Bunjaku.

75. Minute: Sforza wechselt nochmals: Er nimmt Scholz runter und schickt Schällibaum für eine Viertelstunde aufs Feld.

75. Minute: Ein Kopfball von Savic ist harmlos. Zu harmlos. Da hätte er - im Strafraum stehend - mehr draus machen müssen.

73. Minute: Da braucht es einen Ausflug von Kostadinovic weit aus seinem Tor, um eine Chance für die Munotstädter zu verhindern. So gibt es keine Gefahr. Aber auf die Wiler Reaktion warten wir noch.

70. Minute: Cicek darf duschen gehen und wird durch Castroman ersetzt.

70. Minute: Der FC Wil wechselt: Breitenmoser geht raus, rein kommt Sejdija.

69. Minute: Gelbe Karte für Breitenmoser nach einem Foul an Tranquilli. Auch Breitenmoser wird am Sonntag gegen die Tessiner fehlen. Es war seine vierte Verwarnung in dieser Saison. Bei Audino war es übrigens die achte.

67. Minute: TOOOOOOOR für den FC Schaffhausen durch Sessolo zum 1:0. Wils Rahimi spielt in der Vorwärtsbewegung unbedrängt einen Fehlpass. Dann kommt Sessolo an den Ball und schliesst in die rechte Ecke erfolgreich ab. Sekunden zuvor hätte schon Cicek treffen müssen. Er stand alleine vor Kostadinovic, scheiterte aber an dessen rechtem Fuss.

65. Minute: 1325 Zuschauer sind dabei. Das ist überdurchschnittlich. Eigentlich schade, dass dieses schöne Stadion nicht mehr Volk anzuziehen vermag.

64. Minute: Auch Schaffhausen tauscht: Gonçalves geht raus und macht platz für Demhasaj.

64. Minute: Dann ist für Audino auch gleich Feierabend. Er wird ersetzt durch Savic.

64. Minute: Gelbe Karte für Audino: Nach einem Rencentre vor der Wiler Bank reklamiert er gar lautstark. Er ist somit am Sonntag gegen Chiasso gesperrt.

62. Minute: So etwas wie Torgefahr vor Kostadinovic: Del Toro versucht es von knapp ausserhalb des Strafraums. Doch der Ball kullert am rechten Pfosten vorbei.

61. Minute: Eine Stunde rum. Weder Tore - noch Auswechslungen.

59. Minute: Viel Mittelfeld-Geplänkel in dieser Phase.

56. Minute: Pfostenschuss Audino!! Der Ball aus dem linken Halbfeld war als Flanke gedacht, segelte aber an Freund und Feind vorbei an den rechten Pfosten.

56. Minute: Ein Freistoss aus dem Halbfeld für die Wiler.

54. Minute: Es kommen einige Pfiffe von den Schaffhauser Fans gegen das eigene Team. Dann versucht es Tranquilli aus der Distanz. Doch weit drüber. Viel Ungenauigkeit ist mit dabei.

49. Minute: Aus Wiler Sicht schwierig, hier nicht in Führung zu gehen. Hefti kommt über links und legt schön zurück. Schmid kommt zentral vor dem Strafraum zum Abschluss an der Strafraumgrenze. Doch Mevlja kann den Schuss blocken. Die Chance ist jedoch noch nicht vorbei. Der Ball fliegt von rechts noch einmal in den Strafraum, wo Hefti am hinteren Pfosten frei zum Abschluss kommt, die Kugel aber drüber setzt. Er stand nahe vor dem Tor, musste aber direkt abschliessen. Trotzdem: Da hätte mindestens einmal der Wiler Führungstreffer resultieren sollen.

47. Minute: Zu beantworten ist ja noch die Frage: Gelingt dem FC Wil ein erster Sieg in die Saison gegen Schaffhausen? Vorerst sind mal die Gastgeber am Drücker.

46. Minute: Das Spiel ist wieder freigegeben. Die zweite Halbzeit läuft ohne personelle Veränderungen.

Pausenresultate: Wie sieht es denn auf den anderen Plätzen aus? Chiasso liegt gegen Aarau mit 0:1 zurück. Zwischen Rapperswil-Jona und Winterthur steht es noch 0:0. Vaduz liegt gegen Servette mit 0:2 zurück und Kriens liegt gegen Lausanne-Sport mit 0:1 hinten. Noch kein Tor für ein Heimteam. Es spielt ja immer ein Team aus der unteren Tabellenhälte gegen einen Klub der oberen. Das heisst erstens: Der FC Wil bleibt momentan Fünfter. Und vor allem zweitens: Der Abstiegskampf wäre entschieden. Chiasso hätte vor der Schlussrunde drei Punkte auf Kriens und Rapperswil-Jona Rückstand. Jedoch weisen die Tessiner mit -25 das viel schlechtere Goalverhältnis auf als Kriens und Rapperswil-Jona mit je -8.

Pausenfazit: Ein recht ausgeglichenes Spiel, in welchem die Gastgeber einen Tick klarer und direkter waren. Aber alles in allem geht das Remis zur Pause in Ordnung. Bei den Gästen haben wir uns nur die eine Freistoss-Chance von Breitenmoser notiert. Ansonsten waren es einige Ansätze, die dann aber in nichts Zwingendes mündeten. Alles offen für die zweite Halbzeit.

Pausenpfiff: Zwischen dem FC Schaffhausen und dem FC Wil fallen in der ersten Halbzeit keine Tore.

44. Minute: Ja, eine gelbe Karte geht noch. Erstmals trifft es einen Wiler. Beka wird verwarnt nach einem Foul im Halbfeld an André Gonçalves.

44. Minute: Geht noch was vor der Pause?

42. Minute: Und Freistoss gibt's ja auch noch. Breitenmoser versucht es aus gut und gerne 25 Metern direkt. Was für ein Strich. Grasseler fliegt durch die Luft und kann zum ersten Wiler Corner klären. Das wäre sonst ein wunderbares Tor geworden. Die Ecke versandet dann. Das war nun das erste richtig gute Ding für die Äbtestädter.

41. Minute: Schon wieder Gelb für einen Schaffhauser: Delli Carri hält Cortelezzi zurück. Und das fernab des Balles. Ein völlig unnötiges Foul.

40. Minute: Hefti kommt frei zum Abschluss. Ist aber nicht von Relevanz, da gehobene Fahne des Assistenten. Offside.

35. Minute: Abschluss von Audino. Doch der geht in den dritten Stock des Ballfang-Netzes.

34. Minute: Nächste Gelbe für einen Schaffhauser. Sessolo sieht den Karton nach einem Foul im Halbfeld an Hefit. Emotionen kommen auf. Kurze Zeit später sucht Schiedsrichter von Mandach grad nochmals das Gespräch mit Sessolo. Ohne weitre Sanktionen.

33. Minute: Schaffhausen versucht nachzulegen. Tranquilli versucht nachzulegen. Auf Flanke von Gonçalves setzt der Schaffhauser zum Kopfball an. Doch er kann das Spielgerät nicht drücken, so dass dieses weit drüber geht.

31. Minute: Auch viel Nichts auf der anderen Seite. Tranquilli hat im Strafraum zwar viele Freiheiten, rutscht dan aber unbedrüngt weg.

28. Minute: ... nichts. Cortelezzi zirkelt den Ball in die Mauer. Von dort kommt das Spielgerät zum Schützen zurück. Dieser nimmt die Hand. Und weg ist die Chance. Auf eine erste wirkliche Tormöglichkeit der Gäste warten wir somit weiter.

27. Minute: Das wird nun heiss: Freistoss aus 17 Metern Distanz für den FC Wil. André Gonçalves hat Breitenmoser zurückgehalten. Das gibt Gelb für den Schaffhauser. Und …

25. Minute: Schaffhausens Gonçalves flankt von rechts in den Fünfmeterraum. Wils Gonçavles ist nicht zur Stelle und Goalie Kostadinovic kommt auch nicht raus. So kommt Sessolo aus kurzer Distanz zum Abschluss. Doch Kostadinovic taucht schnell ab und hat das Ding. Wir halten fest: Das Spiel ist recht ausgeglichen, aber Schaffhausen hat die besseren Chancen.

21. Minute: Schön Finte von Schmid. Er nimmt den Ball sehenswert mit dem Aussenrist mit und legt sich die Murmel so selber vor. Die Flanke von links fliegt dann aber hinter das Tor. Licht und Schatten in dieser Aktion.

19. Minute: Freude herrscht hier in Schaffhausen. Nicht, weil sich was getan hätte auf dem Feld. Aber Schlusslicht Chiasso ist gegen Aarau in Rückstand geraten. Das heisst: Bleibt alles, wie es ist, hat Schaffhausen den Ligaerhalt fix. Aber es geht ja noch lange.

15. Minute: Und dann hätte Hefti von links fast ins Tor geflankt. Seine Hereingabe wird lang und länger. Doch Grasseler ist schliesslich auf dem Posten. Im Gegenzug zieht Del Toro an und hängt Rahimi ab. Doch Rahimi gibt nicht auf und kann den flinken Del Toro noch abgrätschen. Korrekt. Das war kein Penalty, wie hier manch einer gefordert hat.

14. Minute: Wieder die Wiler: Breitenmoser kommt zum Abschluss. Doch er hat das Visier noch nicht richtig eingestellt. Sein Versuch geht deutlich drüber. Da war mehr drin.

11. Minute: Ein erstes Abschlüsschen der Gäste: Nach einem weiten Ball von Gonçalves nimmt Cortelezzi die Kugel schön mitder Brust an, lässt einmal abtropfen und schliesst dann ab. Doch Delli Carri kann noch entscheidend abfälschen. So ist der Abschluss von der Strafraumgrenze aus dann doch harmlos. Sonst wäre es wohl heiss geworden. Es lebe der Konjunktiv.

9. Minute: Mevlja sieht die erste Gelbe Karten nach einem taktischen Foul nahe der Mittellinie an Audino.

8. Minute: Schaffhausen hat in der Startphase mehr Ballbesitz. Die Wiler warten mal ab.

4. Minute: Von wegen: Da müsste der FC Schaffhausen in Führung gehen. Nach einem Rückpass von nahe der Grunlinie kommt Tranquilli zentral im Strafraum zum Abschluss. Kostadinovic kann abwehren. Und zwar zu Tranquilli. Dessen zweiter Versuch wird von von Niederhäusern geblockt. Uff. Das war schon mal so richtig eng.

4. Minute: Noch kein Aufreger in den ersten gut drei Minuten.

1. Minute: Das Spiel ist freigegeben. Los geht's mit FC Schaffhausen gegen FC Wil. Viel Vergnügen.

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Die Mannschaften sind da im nicht ganz ausverkauften Lipo-Park. Gleich geht es los.

Geleitet wird das Spiel vom gerade einmal 24-jährigen Schiedsrichter Johannes von Mandach aus Brugg. Er ist zum zweiten Mal in dieser Rückrunde mit einem Spiel des FC Wil vertraut worden. Schon die 0:2-Niederlage der Wiler auf der Pontaise gegen Lausanne-Sport Mitte April leitete er. In Erinnerung geblieben ist er nicht. Und das ist gut so.

Schaffhausens Trainer Jürgen Seeberger schickt sein Team in einem 4-4-2-System mit Raute ins wichtige Spiel. Das Tor hütet Grasseler. Die 4er-Abwehr bilden von rechts nach links André Gonçalves, Delli Carri, Mevlja und Qollaku. Im Mittelfeld ist Paulinho rechter Flügel. In der Raute ist Bunjaku defensiv und Del Toro offensiv. Den linken Flügel gibt Tranquilli. Die beiden Stürmer sind Cicek (rechts) und Sessolo. Hier fällt auf: Castroman ist nur auf der Bank, Publikumsliebling Gül nicht einmal im Aufgebot.

Kommen wir nun zu den Mannschafts-Aufstellungen. Die Wiler spielen in einem 3-4-2-1-System mit Kostadinovic im Tor. Die Verteidigung bilden von rechts nach links von Niederhäusern, Rahimi und Beka. Im Mittelfeld laufen von rechts her gesehen Michael Gonçalves, Schmid, Scholz und Hefti auf. Offensiver sind Breitenmoser (rechts) und Audino. Einziger Stürmer ist Cortelezzi. Es fällt auf: Havenaar ist nur auf der Ersatzbank. Sind des die Vorzeichen des bevorstehenden Wechsels nach Thun? Und Captain Lombardi wird verletzt gemeldet.

Kurzum: Für die Schaffhauser geht es um viel mehr als für die Wiler, nämlich um das Überleben. Wie wirkt sich das auf das Spiel aus? Kommen die Munotstädter wie die Feuerwehr und wollen den FC Wil überrollen? Oder wirkt der Druck lähmend? Und welches Gesicht zeigen die Wiler? Gibt es einen unbeschwerten oder lustlosen Auftritt? Wir werden das beobachten.

Diese Wiler Zahlen ergeben dann in der Endabrechnung einen Platz im ungefährdeten Mittelfeld. Ganz anders der FC Schaffhausen. Vor allem eine eklatante Heimschwäche – ein einziges Pünktchen in den bisherigen acht Heimspielen dieses Frühlings – haben zur Folge, dass die Munotstädter nach wie vor im Abstiegskampf sind. Heisst so viel: Ein Sieg heute, und der Ligaerhalt ist womöglich eingetütet. Bei einer Niederlage muss er am Sonntag auf den FC Wil hoffen, dass er das aktuelle Schlusslicht FC Chiasso besiegt.

Die Wiler Erinnerungen sind nicht gut an den 28. Juli 2018. Mit 0:2 gab es eins auf die Mütze auf dem Schaffhauser Kunstrasen. Es sollte allerdings die einzige Niederlage in den Monaten, Juli, August und September bleiben. Es gab zu Saisonbeginn also nur eine Niederlage aus den ersten neun Spielen. Nun ist die Situation so, dass von den vergangenen acht Spielen nur eines gewonnen werden konnte.

Der Kreis schliesst sich, geschätzte Fussball-Freunde. Nachdem der FC Wil im vergangenen Juli sein erstes Auswärtsspiel der Saison im Schaffhauser Lipo-Park ausgetragen hat, bestreitet er auch seinen letzten Auftritt in der Fremde im schmucken Stadion vor den Toren Schaffhausens. Herzlich willkommen zum Spiel der 35. Challenge-League-Runde zwischen dem FC Schaffhausen und dem FC Wil. Simon Dudle tickert für Sie durch diesen hoffentlich spannenden Donnerstag-Fussballabend.

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Die Vorschau:

Vor den letzten beiden Runden, die innerhalb von weniger als drei Tagen ausgetragen werden, könnte die Gefühlslage bei den beiden Teams aus Wil und Schaffhausen unterschiedlicher kaum sein. Auf der einen Seite der FC Wil, der sich auch mathematisch den Ligaerhalt gesichert hat und in den letzten beiden Partien befreit aufspielen kann. Wie konzentriert sind die Wiler noch? Wie sehr sind gewisse Spieler gedanklich schon bei anderen Vereinen? Und: Welcher Gegner will der FC Wil nächste Saison haben? Da er noch gegen die beiden Abstiegskandidaten Schaffhausen und Chiasso spielt, hat er darauf einiges an Einfluss

Auf der anderen Seite der FC Schaffhausen, der sich mit Hängen und Würgen über die Ziellinie schleppen will – mit mindestens einem Konkurrenten hinter sich. Drei Punkte und eine um vier Treffer bessere Tordifferenz weist er aktuell im Vergleich mit Schlusslicht Chiasso auf, wobei sich zwischen den beiden Klubs noch der FC Rapperswil-Jona befindet. Für die Schaffhauser ist es nicht nur ein Kampf gegen den Abstieg, sondern auch gegen den Heimkomplex. In den acht Heimspielen dieser Rückrunde gab es bisher nur ein mickriges Pünktchen. Vier Tore wurden erst erzielt. Mit gerade einmal 10 Zählern aus allen 16 Frühjahrs-Spielen ist der FC Schaffhausen das schlechteste Rückrundenteam. Nur gerade drei Punkte mehr hat sich der FC Wil im 2019 erspielt.

Die Wiler:

Bereits jetzt lässt sich sagen, dass der FC Wil die Saison mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auf dem fünften oder sechsten Platz abschliessen wird. Somit wird er den siebten Rang der vergangenen Saison überbieten – und auch mehr Punkte haben als in de Spielzeit 2017/2018. Bereits jetzt sind es drei Zähler mehr. Eigentlich erstaunlich für eine Mannschaft, die in diesem Jahr nur selten überzeugt und erst elf Tore erzielt hat. Zuletzt ist allerdings ein zartes Erfolgs-Pflänzchen herangewachsen. Von den letzten vier Spielen ging nur noch eines verloren. Seit der Ankunft von Trainer Ciriaco Sforza am 1. April kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Wiler gegen die vor ihnen klassierten Mannschaften oftmals den Kürzeren ziehen, dafür gegen die in der unteren Tabellenhälfte rangierten Teams mit einer Ausnahme bisher immer Zählbares resultiert hat.

Im Lipo-Park gilt es ein letztes Mal aufzupassen, dass nicht zu viele Spieler verwarnt werden. Mit Zivko Kostadinovic, Nikki Havenaar, Silvano Schäppi, Ivan Audino, Enis Latifi, Magnus Breitenmoser, Zé Eduardo, Sergio Cortelezzi und Silvio sind neun Spieler noch eine Verwarnung von einer Sperre entfernt. Aufgrund von Verletzungen werden aber nicht alle eingesetzt. Im letzten Spiel der Saison gegen Chiasso ist diese «Vorbelastung» dann kein Thema mehr, da es keine saisonübergreifenden Sperren nur wegen gelben Karten absetzen kann.

Die Schaffhauser:

Es ist ein schwieriger Frühling für die Munotstädter. Seit dem Hinschied des langjährigen Präsidenten und Vereinspatrons Aniello Fontana zu Jahresbeginn stellt sich die Öffentlichkeit die Frage nach der Zukunft des Klubs. Wird er verkauft? Die Verhandlungen mit dem ehemaligen FC-Schaffhausen-Spieler und Grasshoppers-Verwaltungsrat Roland Klein sollen in der finalen Phase stecken. Es dürfte auch mit der Liga zusammenhängen, in welcher die Nordostschweizer ab Sommer spielen. Die Schaffhauser sind auch noch nicht in Besitz der Lizenz für die nächste Challenge-League-Saison. Es ist aber davon auszugehen, dass diese am Tag nach dem Spiel gegen Wil erteilt wird. Die Nicht-Erteilung in erster Instanz ist erfolgt, weil die Munotstädter Unterlagen zu spät eingereicht haben.

Also gilt es für Gelb-Schwarz, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Mit vier Punkten aus den letzten zwei Spielen ist der Ligaerhalt fix. Da allerdings alle Mannschaften des Abstiegskampf in den beiden Schlussrunden durchwegs gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte spielen, dürfte auch weniger reichen. Womöglich sind auch null Punkte gut genug.