Im Frühling 2021 lancierte die Umwelt- und Landwirtschaftskommission (ULK) das Projekt zur Förderung des «Braunen Langohrs», einer Fledermausart. Die Kommission will diese gefährdete Säugetierart fördern und ihr die Möglichkeit für neue Tagesquartiere bieten. Dafür konnten dank Patenschaften 80 spezielle Fledermauskästen in vier Hochstammbaumgärten der Gemeinde aufgehängt werden, so informiert die Gemeinde Oberbüren am Donnerstag.

Mitte September fand ein erster Kontrollgang statt. René Güttinger, Fledermausexperte und Projektbegleiter, Erich Frick, Gemeinderat und Präsident der ULK sowie Stefan Lustenberger, Leiter Bauamt kontrollierten sämtliche Kästen. Die Kästen wurden geöffnet und geschaut, ob sich bereits im ersten Jahr das «Braune Langohr» bei uns niedergelassen hat.

Abendsegler statt Langohr

Das Braune Langohr konnte zwar noch nicht entdeckt werden. In einem Kasten wurden die Kontrolleure jedoch von zwei anderen Fledermäusen überrascht. Es handelte sich um ein Paar des «Kleinen Abendseglers». Diese Fledermausart ist ebenfalls bei uns heimisch. Sie ist in dieser Jahreszeit auf der Balz und deshalb regelmässig in kleinen Haremsgruppen von zwei bis fünf Tieren anzutreffen. Dass nun bereits nach vier Monaten Laufzeit dieser erste «Wohnungsnachweis» festgestellt werden konnte, unterstreicht die hohe Attraktivität der Fledermauskästen in den Hochstammanlagen. Gestärkt mit diesem Erfolgserlebnis ist die ULK zuversichtlich, in Zukunft auch das Braune Langohr bei uns begrüssen zu können.

Begehung mit Bevölkerung geplant

Geplant ist, die Bevölkerung und im Speziellen die Paten der Fledermauskästen im nächsten Jahr zu einer Begehung in den Obstgärten einzuladen, wie es in der Information weiter heisst. hallowil.ch bleibt dran.