Der Oberuzwiler Gemeinderat hat beschlossen, für die Hauskehrichtentsorgung auf dem ganzen Gemeindegebiet vollversenkte Unterflurbehälter (UFB) einzuführen. Ein UFB bietet Platz für die Abfallsäcke von 40 bis 60 Haushalten. Das Konzept sieht auf dem Gemeindegebiet an 49 Standorten einen Unterflurbehälter vor. Ziel der Einführung von Unterflurbehältern ist es, dass keine Einzelsäcke mehr an der Strasse stehen bzw. von dort direkt aufgeladen werden müssen. Um das Unterflurkonzept optimal umzusetzen, werden auch die 800 Liter-Container der Mehrfamilienhäuser aufgelöst. Bei Neubauten wurden bereits sieben Unterflurbehälter eingebaut. Einer davon konnte im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau der Alterssiedlung an der Austrasse realisiert werden. Die ersten Erfahrungen sind positiv.

Tägliche Entsorgung
Die Einführung bringt einen Mehrnutzen für die Bevölkerung, auch wenn die Kehrichtsäcke nicht mehr direkt vor dem Haus abgeholt werden. Die Einwohnerinnen und Einwohner haben höchste Flexibilität durch tägliche Entsorgungsmöglichkeit in Gehdistanz (beispielweise bei Ferien, Feiertagen, zusätzlichem Abfall, usw.). Die Säcke können dann entsorgt werden, wenn sie effektiv voll sind oder stinken – nicht erst an einem bestimmten Abfuhrtag.

Nur offizielle Kehrichtsäcke
Wie bei der Strassensammlung dürfen nur die offiziellen Kehrichtsäcke des ZAB oder Kehrichtsäcke mit ZAB-Gebührenmarken in die Unterflurbehälter eingeworfen werden. Die Mitarbeitenden des ZAB sowie des Unterhaltsdienstes werden Kontrollen durchführen, ob der Abfall korrekt entsorgt wurde. Wie bisher werden fehlbare Personen gebüsst.

Wer ist betroffen?
Von der Umstellung sind momentan lediglich jene Haushalte betroffen, welche persönlich von der Gemeinde Oberuzwil angeschrieben wurden. Bei neuen Unterflurbehältern werden die Betroffenen jeweils detailliert über die Änderungen informiert. Bei allen anderen Haushalten wird der Kehricht vorläufig noch vor der Haustüre bzw. am bisherigen Ort abgeholt.

WEITERE THEMEN
Primarschule Oberuzwil: Spannende Lesung

Die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen kamen kürzlich in den Genuss einer Autorenlesung. Zu Besuch war Martin von Aesch. Die Primarlehrerin Maja Homberger berichtet.

Martin von Aesch las aus seinem Kinderbuch «Torgasse 12 – Kukus vierter Fall» (Spiel mit dem Feuer) vor. Seine Worte unterstrich er mit Mimik und Gestik. Er bezog die Kinder in die Handlung mit ein, was die Intensität des Erlebten erhöhte. Bei der spannendsten Stelle stoppte er jeweils das Vorlesen und verführte dadurch die Kinder zum selber Lesen.

Kurzweilig, unterhaltsam, witzig
Zum Schluss holte er sogar noch seine Gitarre hervor und sang mit den Kindern zwei Lieder der «Schlieremer Chind», welche er seit einigen Jahren leitet. Auch dabei konnte er die Kinder auf geschickte Weise miteinbeziehen. Die Schülerinnen und Schüler erlebten in diesen 90 Minuten also viel mehr als «nur» eine Lesung. Es war keine Minute langweilig und es gab immer etwas zu sehen und zu hören. Die Kinder waren begeistert von diesem Erlebnis. Mit seiner unterhaltsamen und witzigen Art hat es Martin von Aesch geschafft, die Kinder voll in seinen Bann zu ziehen. Ganz zuletzt erzählte er von sich und beantwortete Fragen. Mit einer signierten Autogrammkarte verliessen die Schülerinnen und Schüler glücklich diese spannende Lesung.

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Grünes Licht für Anbau und Sanierung Schulhaus Breite
Mit einem stolzen Ja-Anteil von rund 77% der gültigen Stimmen haben die Stimmberechtigten der Gemeinde Oberuzwil am 21. Mai 2016 an der Urne dem Kredit von 6,512 Millionen Franken für die Umsetzung der Teilprojekte 2a und 2b der Schulraumplanung zugestimmt.

Somit können in der Primarschulanlage Breite der Anbau von Haus 4 und die Sanierung von Haus 1 realisiert werden. Die Verantwortlichen freuen sich über den klaren Entscheid und danken den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für ihr Vertrauen.

Baubeginn 2018
Das Baugesuchsverfahren kann in Kürze gestartet werden. Es ist geplant, im Frühjahr 2018 mit den Bauarbeiten für den Anbau von Haus 4 zu starten und diese Etappe 2a im Sommer 2019 abzuschliessen. Nachher ist von Sommer 2019 bis Mai 2020 die Sanierung von Haus 1 (Etappe 2b) vorgesehen.

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Graffiti ganz legal
Im Rahmen eines Workshops verwandelte sich der Aussenbereich des Oberstufenzentrums in ein Malatelier. 19 Jugendliche durften sich unter Anleitung eines erfahrenen Graffitikünstlers an ihr Erstwerk machen. Gefragt waren Vorstellungsvermögen und Kreativität

Die Spraydose nicht zu nah oder zu weit weg zu halten, zügig die Linie zu ziehen und gleichzeitig den Sprayknopf zu drücken, stellte sich als grosse Herausforderung dar. Mit viel Kreativität, Mut zum Ausprobieren und Ideenreichtum zauberten die Jugendlichen alleine oder zu zweit tolle Bilder. Wer beabsichtigt, in Zukunft seine Fähigkeiten weiter zu entwickeln, bekam Tipps zu legalen Sprühflächen.
Der Anlass wurde gemeinsam von der evangelischen und der katholischen Kirche und der Jugendarbeiterin der Gemeinde Oberuzwil organisiert.

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Oberstufenzentrum Schützengarten: Road to Basel
Die Mädchen der 3. Sekundarklasse aus Oberuzwil hatten sich im CS-Cup 2017, der jährlichen Schulfussballmeisterschaft, am Ausscheidungsturnier in Bazenheid für das kantonale Finalturnier in St.Gallen qualifiziert. Vom Finalnachmittag, der Mitte Mai im Gründenmoos stattfand, berichten die Teilnehmerinnen Elena Broger und Celina Mauli.

«Nach einem Vorbereitungsspiel gegen die Mädchen der 2. Oberstufe besammelten wir uns beim Oberstufenzentrum im heimischen Oberuzwil. In St. Gallen angekommen machten wir trotz hoher Aussentemperatur ein kurzes Einwärmen. Danach erfolgte bereits der Anpfiff zum ersten Spiel der Vorrunde, welches wir gegen die Oberstufe aus Jona mit 1:0 für uns entscheiden konnten. Drei Spiele später und mit zehn Punkten auf dem Konto qualifizierten wir uns als Gruppensiegerinnen für das Halbfinalspiel gegen die Mädchensekundarschule St. Gallen. Ein spätes Tor brachte uns den Sieg und die Finalteilnahme. Die Spannung wurde immer grösser, und wir waren überrascht, dass wir es soweit geschafft hatten. Nach einer raschen 1:0 Führung glich die starke gegnerische Mannschaft aus Goldach postwendend zum 1:1 aus. Ein satter Schuss passierte die Torlinie. Angreifen oder halten? 20 Sekunden vor Schluss, der letzte Angriff: Wir brachten den Ball gefährlich vor das Tor und uns gelang schlussendlich der Siegtreffer. Alle waren erleichtert, der Jubel grenzenlos. Wir freuen uns, dass wir am 14. Juni in Basel um den Titel des CS-Cups spielen dürfen.»

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Aufwertung beim Bettenauer Weiher
Der Bettenauer Weiher ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Der Weiher hat eine erhebliche Bedeutung als Aufenthaltsgewässer für Wasservögel und als eines der grössten Vorkommen der Wildform heimischer Seerosen.

Der Oberuzwiler Naherholungsgebiet um den «Betti» ist weit herum beliebt. Das zum Gebiet gehörende Schorenriet soll nun aufgewertet werden.

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Aufwertung Schorenriet
Das Schorenriet ist auf einer Teilfläche als Flachmoor von regionaler Bedeutung ausgeschieden. Es wird seit längerer Zeit nur noch auf einer kleinen Teilfläche gepflegt, weil der Aufwand gross und das Ziel unklar ist. Auf der nicht gepflegten Fläche hat Verbuschung eingesetzt. Im Rahmen des regionalen Amphibienförderprojektes Thur-Glatt werden Projekte realisiert zur Förderung von seltenen Amphibienarten auf potenziell geeigneten Flächen. In einer Vorabklärung wurden Möglichkeiten für Aufwertungsmassnahmen im Schutzgebiet Bettenauerweiher-Schorenriet evaluiert.

Das Projekt
Das Aufwertungsprojekt ist das Ergebnis dieser Vorabklärungen. Es verfolgt verschiedene Ziele. Im Riet soll langfristig eine artenreiche und schützenswerte Vegetation und Tierwelt erhalten werden. Aufgrund des bestehenden Schutzes sind stark gefährdete Amphibien- und Pflanzenarten vorrangig zu fördern. Ein weiteres Ziel ist die Erhaltung und Regeneration des Torfbodens. Die klimaschädliche Zersetzung des Torfbodens soll aufgehalten werden und durch eine Regeneration von Torfboden auf Teilflächen längerfristig kompensiert werden. Zudem ist der Aufwand für die Pflege des Schorenriets möglichst gering zu halten und auf die Schutzziele abzustimmen.

Öffentliche Auflage
Für das Vorhaben ist eine Baubewilligung nötig. Das Baugesuch liegt vom 2. Juni 2017 bis 15. Juni 2017 im Gemeindehaus zur öffentlichen Einsichtnahme auf.

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Baubeginn verschoben
Die Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung der Wiesentalstrasse laufen auf Hochtouren. Die Arbeiten konnten vom Gemeinderat vergeben werden. Die ersten Besprechungen mit dem Baumeister haben gezeigt, dass sich das Bauprogramm straffen lässt und ein späterer Baubeginn als geplant möglich ist. Start der Bauarbeiten ist neu am 19. Juni 2017.