Schräg und laut, ein edel verkleideter Seelsorger Kari Bürgler und eine ebenso edel verkleidete kirchliche Jugendarbeiterin Selina Mauchle, der Duft von Berlinern und Schenkeli, verkleidete Gottesdienstbesuchende, ernste und witzige Worte, eine Geschichte voller Symbolik und zuletzt eine grosse Ermutigung und ein fasnächtlicher Segen. Das war die Mischung, die den fröhlichen Guggengottesdienst in der katholischen Kirche Oberuzwil am Fasnachtssamstag ausmachte. Die Oberbürer Glattburgfäger sorgten für die passende Stimmung und begleiteten das Lied «Rock my soul in the bosom of Abraham», das am Schluss, zum dritten Mal gesungen, ein ordentliches Tempo erreichte. 

Das Thema «No Waste», keine Verschwendung, zog sich durch den Gottesdienst. Es ging um Plastik, um schlechtes Gewissen, um Belehrung und der Einsicht, dass es genügt, bewusst unterwegs zu sein und beim Einkaufen zu denken und nur das in den Korb zu packen, was wirklich nötig ist und das zu sehen, was gut ist. Materialien mehrmals benutzen, in der Brockenstube einkaufen, alte Instrumente in der Guggenmusik benutzen, Fasnachtskleider aus alten Kleidern basteln waren Vorschläge, die zum Thema und zum Anlass passten. Sie liessen sich beliebig erweitern. Kari Bürgler erinnerte daran, dass das Fasnachtsgebäck einst dazu gedient hatte, die Vorräte, die man während der Fastenzeit nicht essen sollte, aufzubrauchen. Und so gab es am Schluss Berliner und Schenkeli für alle und die Ermutigung, im Kleinen das Grosse zu sehen, das Positive und die Stärken im Blick zu haben, statt defizitorientiert unterwegs zu sein. (pd)