Aus der Vorsteherschaft wurden zudem drei Frauen verabschiedet. Der Kirchenchor, geleitet von Oxana Peter-Fedjura, trug mit passenden Liedern zu einer festlichen Stimmung bei.

Die Liturgie gestaltete Pfarrer René Schärer, die Predigt hielt noch einmal ganz offiziell Richard Böck.

Richard Böck

Auf den Tag genau hat Diakon Richard Böck zwanzig Jahre in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil seinen Dienst versehen. In dieser langen Zeit hat er immer wieder neue Impulse eingebracht. Die Liste ist recht lang. So gibt es auf seine Initiative hin seit längerer Zeit am Samstagnachmittag vor dem Kirchgemeindehaus die Möglichkeit, sich mit Andern bei Kaffee und Kuchen auf einen Schwatz zu treffen, dies unter dem Namen «Café Plus». Das Angebot wird gut genutzt.

Auch die Idee, Gottesdienste im Umfeld einer Firma anzubieten, dies unter dem Namen «Werkstatt-Gottesdienst», kam von Richard Böck. Unterdessen sind fast alle Firmen im Umkreis schon einmal Teil eines solchen Gottesdienstes gewesen. Und dann natürlich all die Bildungsreisen! Richard Böck hegt eine tiefe Zuneigung zu Martin Luther und dessen Auslegungen der Heiligen Schrift. Da erstaunt es nicht, dass diese Reisen oft in Luthers Wirkungskreis führten. Auch Gemeindeferien gehörten zu seinen Angeboten. Die Ökumene war ihm ausserdem immer ein grosses Anliegen, dazu gehörten auch die von beiden Kirchgemeinden angebotenen Bildungsabende.


Verabschiedung von Richard Böck und Jugenddiakon Simeon Gantenbein

Noch-Kirchenpräsidentin Lisa Alder-Kuhn bedankte sich mit humorvollen, wertschätzenden Worten für die langjährige Zusammenarbeit mit Richard Böck. Seine Predigten hätten viel Zuspruch bekommen. Auch seine weiteren Ideen hätten das kirchliche Leben bereichert. Und weil der katholische Diakon Peter Schwager aus Jonschwil wegen einer anderen Verpflichtung nicht an diesem Gottesdienst teilnehmen konnte, verlas Lisa Alder einen Brief dieses «Mitbruders». Darin bedankte sich Schwager für die vielen ökumenischen Anlässe, die sie gemeinsam durchgeführt hätten, und wünschte Richard Böck mit emotionalen Worten alles Gute auf dessen weiterem Lebensweg.

Dieser freute sich über diese würdigenden Worte und wies dann darauf hin, wie wohltuend er es empfunden habe, dass sich die Kirchenpräsidentin nach Meinungsverschiedenheiten immer wieder um einen Ausgleich bemüht habe. Vor allem aber bedankte er sich dafür, dass er in seiner langen Dienstzeit immer wieder Auszeiten zu Bildungszwecken habe nehmen dürfen, die ihm neuen Schwung und neue Einsichten gebracht hätten. Er hob auch die äusserst gute Zusammenarbeit mit Pfarrer René Schärer hervor. In einer Bilderschau – von Ellen Schout Grünenfelder und René Schärer liebevoll zusammengestellt – wurden verschiedene Stationen seines Wirkens nochmals vor Augen geführt.

Sozialdiakon Simeon Gantenbein war nicht ganz so lange im Dienst, genau zweieinhalb Jahre. Er hat sich in dieser Zeit um Kinder und Jugendliche der Kirchgemeinde gekümmert. Auch er wurde mit freundlichen Worten verabschiedet.

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Simeon Gantenbein bedankte sich bei den Gemeindegliedern für die lehrreiche Zeit in der Kirchgemeinde. 

Neue Gesichter

Mit einem wunderschönen Blumenstrauss wurde Sozialdiakonin Daniela Posthumus als neue Jugendarbeiterin ganz offiziell begrüsst. Ihren Dienst hat sie bereits angetreten. Und für die Mitarbeit in der Kirchenvorsteherschaft hat sich Seraina Marmet bereiterklärt. Auch sie wurde mit einem Blumenstrauss willkommen geheissen. Seelsorgerin Ellen Schout Grünenfelder ihrerseits war bereits im Januar neu angestellt und in einem besonderen Gottesdienst begrüsst worden.

Verabschiedung von Kirchenpräsidentin Lisa Alder

Der neue Präsident der Kirchenvorsteherschaft, Roger Lindenmann, würdigte Lisa Alders Verdienste während ihrer 14-jährigen Zeit als Präsidentin. Davor war sie bereits zwei Jahre Mitglied der Behörde. Lisa Alder habe sehr viel unsichtbare Arbeit im Hintergrund geleistet. Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschte er ihr ganz viel Gutes. Auch er hob die Bereitschaft der Scheidenden hervor, bei Differenzen immer wieder einen Weg gefunden zu haben. Gleichzeitig wurden auch Vizepräsidentin Elisabeth Müller-Tinner und Jeannette Häberli-Geiger nach engagierter Mitarbeit in der Behörde verabschiedet. Beide haben mit viel Herzblut ihr Ressort versehen.

Geselliger Teil

Mit einem herrlichen  «Apéro-Riche» wurde die Feier draussen auf dem Begegnungsplatz abgeschlossen. Es zeigte sich einmal mehr, wie klug es war, bei der Renovation der Kirche auch einen Begegnungsplatz einzuplanen. Bei schönstem Wetter tauschten sich Gottesdienstbesucherinnen und Besucher mit den Scheidenden und den «Neuen» aus und genossen die feinen Häppchen, frisch zubereitet von zwei kreativen Frauen aus Wil.

Ein Wermutstropfen: Vakanzen

Am 1. Juli 2022 beginnt für kirchliche Behörden die neue Amtsperiode. Im Augenblick hat die Kirchenvorsteherschaft Oberuzwil-Jonschwil allerdings leider nicht genug mitarbeitende Mitglieder, um funktionsfähig zu sein. Deshalb hat die Kantonalkirche einen Kurator eingesetzt. Dieser leitet die Sitzungen und hat bei allen Geschäften Mitspracherecht. Die Kirchgemeinde möchte jedoch so bald wie möglich wieder mit einer funktionierende Vorsteherschaft unterwegs sein. Im Oberuzwiler Dorfblatt wurde dazu eine Erklärung veröffentlicht.