Oberuzwil verfügt – vor allem auch dank aktiven Kirchgemeinden – bereits über eine breite Palette von Angeboten zur Bewegung und Begegnung sowie zur Unterstützung im Alltag. Getragen wird das neue Projekt von zwei Grundgedanken: Zum einen soll die Information und Koordination aller Angebote, auch der professionellen, verbessert werden. Zum anderen möchte die Gemeinde die Bedürfnisse der älteren Einwohnerinnen und Einwohner ausloten, um diese bei der langfristigen Angebotsplanung zu berücksichtigen. Die Bevölkerung soll ermutigt werden, gemeinsam Projektideen zu entwickeln und zu realisieren.

Spurgruppe gebildet
Eine Spurgruppe mit acht Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen hat unter der Leitung von Gemeinderätin Caroline Bartholet bereits mit der Arbeit begonnen. Sie planen die kommenden Aktivitäten. In einem ersten Schritt wird anfangs September 2018 ein «Runder Tisch» stattfinden zur Vernetzung aller Akteurinnen und Akteure, welche bewährte Dienstleistungen anbieten. Später werden die Einwohnerinnen und Einwohner zu einer Zukunftswerkstatt eingeladen. Auf dass viele Ideen und Menschen in Bewegung kommen!

Wenn Sie sich gerne im Vorfeld bei der Prozessplanung engagieren möchten, freuen wir uns über Ihre Unterstützung in der Spurgruppe. Melden Sie sich einfach bei Caroline Bartholet (caroline.bartholet@oberuzwil.ch).

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WEITERE THEMEN
Venedig in Oberuzwil!
Als «Artist in Construction» begleitet Roman Rutishauser die Bauarbeiten auf der Schulanlage Breite. Mit zwei Klassen hat er kürzlich eine spontane Aktion veranstaltet. Er zeigte, wie nahe Venedig bei Oberuzwil liegt und wie ein Fundament kreativ interpretiert werden kann.

Roman Rutishauser berichtet: «Als ich die Kinder fragte, was ihrer Meinung nach ein gutes Fundament für einen Hausbau ausmache, erklärten sie, dass es dafür festen Boden, Beton, gerade Flächen und starkes Material brauche. Genau in diesem Sinne wird derzeit die Baustelle für das neue Schulhaus vorbereitet - die aktuelle Phase zeigt dies offensichtlich. Dann erzählte ich ihnen aber von einer Stadt, die sich nicht um diese fundamentalen Grundsätze zu kümmern scheint und die ihre Häuser ins Meer hinaus gebaut hat, auf Schlick, Sand und alten Holzpfählen, ständig um- und manchmal überspült vom Wasser: Venedig. Erstaunlich! Und wenn man erst noch bedenkt, dass es diese Stadt schon seit 1000 Jahren gibt - wie kann das funktionieren?

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Der Altbau des Schulhauses steht wie auf Stelzen in tiefen Gruben, sein offenes Untergeschoss erinnert an einen venezianischen Palazzo.

Der Altbau des Schulhauses wird derzeit unterfangen, er steht wie auf Stelzen in tiefen Gruben, sein offenes Untergeschoss erinnert an einen venezianischen Palazzo. Nur noch das Wasser fehlte. So klopfte ich spontan bei zwei Klassen an und fragte sie, ob sie mir helfen würden, die Baustelle zu fluten und Oberuzwil in Venedig zu verwandeln. Und ob sie wollten! Mit grossen, dünnen Malerfolien, welche bei der geringsten Bewegung zu rauschenden Wellen werden und das Licht spiegeln, probten wir das «Meer» auf dem Sportplatz, was gar nicht so einfach war: Wer zu heftig an der Folie zog und sich nicht in das Zusammenspiel der fliessenden Bewegungen einfügen konnte, an dessen Stelle riss die Folie rasch, das Gleichgewicht wurde gestört. Und schon waren wir mitten in den fundamentalen Fragen.

Dann die morgendliche Inszenierung: Die Arbeiter machten Pause, das Baustellenklavier spielte zum Einzug der konzentrierten Kinder, welche mit ihren, sich bauschenden Folien das «Wasser» in die Baugrube brachten. Jetzt erschallte Vivaldis Musik auf der Baustelle und die Kinder bewegten das Meer im Einklang mit der Musik - niemand hatte ihnen das aufgetragen, sie waren so vertieft, dass es für sie selbstverständlich war, dass Musik und Wasser zusammengehören. Ein Kunststück, ein Kinderspiel?

Die Fragen sind in Bearbeitung.»
Baustellenkamera
Das Geschehen auf der Baustelle kann jederzeit online mitverfolgt werden. Auf der Frontseite von www.oberuzwil.ch ist ein entsprechender Link eingerichtet.

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Beurteilung nach neuem Lehrplan
Die Einführung des neuen Lehrplans zieht nicht nur im Unterricht, sondern auch im Bereich der Beurteilungspraxis Änderungen mit sich. Diese Neuerungen waren Thema eines Informationsabends für die Eltern der Primarschulkinder.

Thomas Birri, Referent und Dozent an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG), vermittelte Informationen aus erster Hand. Er darf auf dem Gebiet der Beurteilung wohl als der Experte im Kanton St. Gallen bezeichnet werden.

Viele Fragen geklärt
Welche Beurteilung sieht der neue Lehrplan vor? Was heisst es, in einer Sache «kompetent» zu sein? Warum reicht es heute nicht mehr aus, nur reines Faktenwissen zu beherrschen? Wie entstehen Zeugnisnoten? Was sagen die Notencodes aus? Wie können Eltern ihr Kind beim Lernen unterstützen? Auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Anwesenden kompetente Antworten des Referenten. Er verstand es, das nicht ganz unumstrittene Thema «Beurteilung» von verschiedenen Seiten zu beleuchten und den Eltern alle nötigen Informationen mitzugeben, um ihr Kind optimal unterstützen zu können. 

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Thomas Birri, Referent und Dozent an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG), vermittelte Informationen aus erster Hand.

Auch wenn Prüfungen und Noten am Familientisch wohl öfters für erhitzte Gemüter sorgen, so kann doch allen Beteiligten, sowohl den Lehrpersonen als auch den Eltern, folgendes mit auf den Weg gegeben werden: «Nehmen wir die Beurteilung in der Schule so ernst wie nötig, aber auch so gelassen wie möglich!»

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Musikschulen an der «riga18»
Vom Donnerstag, 31. Mai, bis Sonntag, 3. Juni 2018, präsentieren sich verschiedene Ensembles der Musikschulen Oberuzwil-Jonschwil, Uzwil, ThurLand und Wil-Land an der «riga18».

Mehr als 150 Musikschülerinnen und -schüler mit gemischten oder gleichen Instrumenten sind zu hören. Die 

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Am Sonntag finden zwischen den Vorstellungen auch Aufführungen statt.

Auftritte mit Formationen der Musikschule Oberuzwil-Jonschwil:

Donnerstag, 31. Mai 2018, 19.00 Uhr: Regionales Streichorchester
Freitag, 1. Juni 2018 ab 19.00 Uhr: Crazy Singers, a Capella-Gruppe, regionales Bläserensemble 
Samstag, 2. Juni 2018 ab 19.00 Uhr: Gitarrenensemble, Klavier mit Violine/Gesang
Sonntag, 3. Juni 2018: ab 12.00 Uhr Saxophonensemble, ab 14.30 Uhr Keyboard/Gitarre mit Gesang. 
Dazwischen und anschliessend Streicherensemble, Chor und Querflötenensemble. Das Konzert endet um 17.00 Uhr (Messeschluss).
Die Musikantinnen und Musikanten freuen sich auf zahlreiche Gäste.