«Das Gemeindehaus Oberuzwil platzt aus allen Nähten», schreibt die Gemeinde in ihrem Mitteilungsblatt von heute. Mit einem Anbau an der Ostseite könne die Raumnot langfristig behoben, die hindernisfreie Zugänglichkeit umgesetzt und die Schulverwaltung in das Gemeindehaus integriert werden. Der Sanierungsbedarf im bestehenden Gebäude soll gleichzeitig behoben werden. Für das Gesamtprojekt werde mit Nettokosten von insgesamt rund 5'180’000 Franken gerechnet. Die Stimmberechtigten entscheiden am 28. November 2021 an der Urne über den Kredit. Das Innere des Gebäudes sei letztmals 1992/1993 umfassend um- und ausgebaut worden. Mit dem Investitionsbudget 2020 wurde deshalb ein Planungskredit von 300'000 Franken bewilligt.

Sanierungs- und Platzbedarf

Die räumlichen Verhältnisse seien derzeit unbefriedigend und extrem knapp. Ausserdem fehlen barrierefrei zugängliche Sitzungs- und Besprechungszimmer, auch die Archivräumlichkeiten sind knapp und teilweise veraltet. Verschiedene Bauteile und Anlagen im Gemeindehaus sind sanierungsbedürftig (Heizung, Lift, Bodenbeläge, sanitäre Anlagen, Beleuchtung, Mauerentfeuchtung usw.) und müssen dem heutigen Standard an Sicherheit und Technik angepasst werden.

Anbau an der Ostseite

Beim Projekt sei grossen Wert auf eine möglichst kostengünstige und gleichzeitig solide, den Bedürfnissen auf längere Sicht genügende Lösung gelegt worden. Es sei zudem mit der kantonalen Denkmalpflege abgesprochen. Auch bei der Umgebungsgestaltung sei darauf geachtet worden, dass der grosse Platz im Osten weiterhin als Parkplatz und Festgelände (insbesondere für die Chilbi) genutzt werden kann. Nicht tangiert werde die Erschliessung des Feuerwehrgebäudes. Der Zugang zum Gemeindehaus aus östlicher Richtung werde barrierefrei erschlossen. Eine begrünte Vorzone zur Erdgeschossnutzung diene als atmende Lunge.

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Ohne Steuerfusserhöhung tragbar

Von den erwarteten Gesamtkosten entfallen ca. 4,2 Millionen Franken auf den Neubau und ca. 980'000 Franken auf die Sanierung des Altbaus. Die künftigen Amortisationen und zusätzlichen Unterhaltskosten würden den Gemeindehaushalt jährlich mit rund 240'000 Franken belasten. Diese sind in der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt. Da der Gemeindehaushalt über genügend Liquidität verfügt, fallen keine Zinsen an. Das Projekt ist für die Gemeinde Oberuzwil aus heutiger Sicht ohne Steuerfusserhöhung finanziell tragbar.

Abstimmung am 28. November 2021

Der erforderliche Kredit von 5,18 Mio. Franken für den Anbau- und die Sanierung des Gemeindehauses übersteigt die Finanzkompetenz des Gemeinderates und der Bürgerversammlung, so muss er gestützt auf Art. 7 und Art. 32 der Gemeindeordnung der Bürgerschaft zur Abstimmung an der Urne unterbreitet werden. Der Gemeinderat hat die Abstimmung auf den 28. November 2021 angesetzt. Die Stimmberechtigten erhalten das Gutachten Anfang November zusammen mit den übrigen Abstimmungsunterlagen für die Vorlagen von Bund und Kanton.

Informationsveranstaltungen

Am Mittwoch, 3. November 2021, sowie am Donnerstag, 11. November 2021, werden jeweils um 19.30 Uhr im Singsaal des Oberstufenzentrums Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung durchgeführt. Ansprechpartner vor Ort stünden für Erläuterungen und Fragen zur Verfügung.