Der Gemeinderat Oberuzwil hat die Vision und die strategischen Ziele der Schulen für die Legislatur 2017 bis 2020 auf Antrag des Schulrates genehmigt. Mit der Vision wird eine fortschrittliche Schule angestrebt, in der alle Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden und alle Beteiligten gesund bleiben. Für die Umsetzung dieses unveränderten Zielbildes wurden die bisherigen fünf Schwerpunkte als Leitplanken für die Schulführung bestätigt. Neu werden drei von zehn Teilstrategien prioritär bearbeitet, ohne die übrigen aus den Augen zu verlieren.Aufgrund der Erfahrungen in den letzten vier Jahren stehen drei Teilstrategien im Vordergrund, die besonders aktuell sind und bei denen ein erhöhter Steuerungsbedarf besteht. Dies sind «Schulführung» im Schwerpunkt Organisation, «Gesundes Personal» im Schwerpunkt Gesundheit und «Förderung/Integrative Schulform» im Schwerpunkt Umgang mit Heterogenität. Die Strategie kann unter www.schulen-oberuzwil.ch abgerufen werden.

Aktuellen Herausforderungen begegnen
Die drei Teilstrategien entsprechen aktuellen pädagogischen, gesellschaftlichen und personalpolitischen Herausforderungen. So gilt es mit der Teilstrategie «Schulführung» die Nachfolge der Schulleitung auf der Oberstufe ab dem Schuljahr 2018/19 erfolgreich zu regeln und die Kapazitäten den Schulleitungen auf der Primarschule sowie die Koordination des Förderbereichs zu optimieren. In diesen Bereich fällt auch die Umsetzung der neuen Schulordnung, sobald sie in Kraft treten wird.

Weiter soll die Teilstrategie «Gesundes Personal» prioritär verfolgt werden. Im Fokus stehen die entsprechenden Massnahmen und eine geplante Umfrage bei den Lehrpersonen im Jahr 2018. Das Konzept «Berufliche Gesundheitsförderung» mit seinen 13 Massnahmen begleitet die Schulen seit einigen Jahren und soll weiterhin umgesetzt werden.

Herausforderung „Integrative Schulform“
Schliesslich erweist sich «Förderung und integrative Schulform» täglich als Herausforderung. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind die integrative Haltung und die entsprechende Kompetenz der Lehrpersonen sowie die Koordination des eigenen Fachpersonals, des externen Beratungspersonals und des Therapieangebots. Bis Ende Schuljahr 2017/18 ist dem Bildungsdepartement das überarbeitete lokale Förderkonzept einzureichen, das die Änderungen des kantonalen Sonderpädagogikkonzepts enthält.

Bewährtes verstärken, Neues weitsichtig planen
Mit der Vision und den strategischen Schwerpunkten werden bewährte Errungenschaften der Schulen verstärkt. So profitieren die Schulen in den Bereichen der Medienbildung von den Investitionen und dem Medienbildungskonzept. Im Zuge der Lehrplaneinführung zeigten sich die Vorteile der stufenübergreifenden Zusammenarbeit, so dass der Kompetenzaufbau der Schülerinnen und Schüler wie im Lehrplan vorgesehen gelingen kann.

Bauliche Massnahmen, wie das neue Lehrerzimmer in der Primarschule Breite, erleichtern die Zusammenarbeit in den Teams und mit dem geplanten Schulhausanbau in der Breite wird fortschrittlicher Unterricht weiter gefördert. Die Schulführung setzt zudem gezielt auf
Teamentwicklung und spezifische Weiterbildung der Lehrpersonen, damit neue Lehrmittel und aktuelle didaktische und pädagogische Erkenntnisse zum Wohl der Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden.

Steuerung durch Schulrat
Künftig wünscht der Schulrat zu den drei priorisierten Themen regelmässige Informationen und im Sinn eines Monitorings eine Datenauswertung dazu, auf deren Basis er steuernd eingreifen kann. Nebst den drei priorisierten Teilstrategien wurden die übrigen sieben Teilstrategien in Absprache mit der Schulleitungskonferenz ebenfalls aktualisiert.

WEITERE Schulthemen
Spiel, Sport, Spass

Alle Oberuzwiler Kinder, welche das zweite Kindergartenjahr oder das Lernschloss besuchen, verbrachten am 21. September gemeinsam ihren «Sporttag».

Es berichtet Susanne Bienz, welche im Kindergarten Neugasse unterrichtet: «Am letzten Sonnentag des Sommers durften alle grossen Kindergarten- und Lernschlosskinder an einem Spiel- und Spassnachmittag teilnehmen. An fünf verschiedenen Spielposten rund um den Kindergarten an der Schulstrasse hatten die Kinder die Möglichkeit verschiedene Bewegungsarten auszuprobieren. Fahren, drehen, springen, werfen, fangen und noch viel mehr standen auf dem Programm. Die Kinder waren mit grossem Elan und viel Freude dabei. Sie probierten alle Spielgeräte ausgiebig aus. Den tollen Nachmittag schlossen wir mit einem gemeinsamen Zvieri und einem Lied ab.»

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Lego Mindstorm im Schulzimmer
Auf der Mittelstufe wurden im September auf Initiative des Schulratspräsidenten Roland Waltert besondere Robotiktage durchgeführt. Je eine 5. und eine 6. Klasse kam in Oberuzwil und Bichwil jeweils während eines Tages in den Genuss eines spannenden Robotik-Workshops.

Robotik in Oberuzwil
Die Klassenlehrer Thomas Naegeli und Felix Kuch berichten: «Technik und Informationstechnologien sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Auch im Lehrplan 21 wurde dieser Umstand berücksichtigt und der Bereich «Medien und Informatik» hat mehr Gewicht erhalten. In diesem Zusammenhang durften die Klassen Kuch und Naegeli mit dem Schulratspräsidenten Roland Waltert und seinem Team einen Workshop zum Thema «Robotik mit Lego Mindstorms» geniessen.

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit technischen Sachverhalten auseinander und machten erste Erfahrungen im Bereich des einfachen Programmierens. Sie lernten so spielerisch die wichtigsten Konzepte der Software-Entwicklung kennen. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik folgten gleich erste praktische Übungen: Einem aus Lego gebauten Roboter mussten mit Hilfe des Computers verschiedene Befehle beigebracht werden. So musste dieser zum Beispiel eine vordefinierte Strecke abfahren.

Mit Hilfe von Sensoren wurde der Roboter ausserdem befähigt, Hindernisse zu erkennen und diesen auszuweichen. Als Höhepunkt und zur Überprüfung des Gelernten fand am Schluss ein Wettkampf in einer improvisierten Arena statt. Alle Roboter traten dabei gleichzeitig gegeneinander an. Ziel war es, Kollisionen zu vermeiden und möglichst lange unbeschadet zu bleiben. Mit grossem Eifer und anhaltender Konzentration waren die Schülerinnen und Schüler während des ganzen Tages motiviert bei der Sache.

So mancher Robotikfan wollte den Roboter am liebsten gleich mit nach Hause nehmen. Ein herzlicher Dank gilt Roland Waltert und seinem Team. Mit viel Power und Engagement führten die Informatiker durch den gelungenen Tag.»

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Robotik in Bichwil
Die 6. Klasse berichtet: «Am einem Donnerstagmorgen waren die Tische an die Wände gereiht, als wir unser Klassenzimmer betraten. Auf den Pulten standen Computer und Boxen mit einem Roboter und Legosteinen drin. Alle stürzten sich auf einen freien Platz. Wir begannen voller Elan zu programmieren und probierten alles Mögliche aus.

Uns wurde erklärt, was Roboter sind, was sie können und wo sie eingesetzt werden. Zum Beispiel auf dem Mars setzte die Menschheit Roboter ein, um Bilder zu machen oder sie programmieren Busse, die selbstständig fahren. Anschliessend brachten wir die Infrarotsensoren an. Das heisst, wenn der Roboter ein Hindernis sieht, kann er nun entsprechend reagieren. Herr Waltert erklärte uns, dass ein herausforderndes Battle stattfinden wird. Wir rüsteten unsere Roboter auf und schliesslich fand das Battle statt. Alle waren sehr fasziniert von ihrem voll gutaussehenden Roboter.

Das Ziel war, dass kein Roboter in ein anderes Model fährt. Der Startschuss fiel und alle Roboter starteten. Man hörte lautes Anfeuerungsgebrüll und jämmerliches Klagen bei den Ausgeschiedenen. Nach dem Mittagsessen hatten wir eine volle Stunde Zeit um den Roboter zu tunen. Für das Final Battle richteten alle ihren Roboter perfekt ein. Dort gewann der Roboter «Bobby der King». Und so endete dieser super coole Tag auch schon wieder und wir gingen angesteckt vom Legobauen nach Hause.

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Spassiger Sprachaustausch
Ende September traf sich die 6. Klasse der Primarschule Bichwil mit einer 6. Klasse aus der Westschweiz.

Die Bichwil Sechstklässler berichten: «Gespannt fuhren wir mit der ganzen Klasse zum Pfadiheim. Alle waren nervös und gespannt, wie das Deutsch der Westschweizer wohl sein würde. Die Klasse kam auf uns zu und die Nervosität stieg langsam an. Sie sprachen französisch und wir verstanden zu Beginn nur wenig. Zusammen spielten wir das «Kennenlernbingo». Mit vollem Einsatz befragten wir uns gegenseitig und allmählich wurde die Sprachbarriere kleiner und kleiner. Später schnitten wir Zutaten für Fajitas und assen danach gemeinsam. Die Zeit verging wie im Fluge und leider war es auch bald schon Zeit «Au revoir et à demain» zu sagen. Wir freuten uns schon auf den nächsten Tag.

Am Mittwoch versammelten wir uns um 9 Uhr auf dem Pausenplatz. Nach zwei Spielen teilten wir uns in gemischte Gruppen für den Orientierungslauf auf. An den herausfordernden Posten lernten wir uns besser kennen und führten lange Gespräche auf Französisch, Deutsch und wenn nötig auf Englisch. Verschwitzt und hungrig kehrten wir zur Mittagszeit zum Pfadiheim zurück, wo wir sofort unsere Lunchsäckli aufrissen. Während die Lehrpersonen das Esszimmer putzten, genossen wir gemeinsam unsere Freizeit. Nach einem Erinnerungsfoto verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden und fuhren um einige tollen Erfahrungen nach Hause. Wir können es kaum erwarten im März 2018 die Klasse in Epalinges zu besuchen.»