«Wir hoffen, dass Sie der Immobilien-Branche treu bleiben. Wir brauchen dringend solche engagierte und motivierte Fachleute wie Sie», sagte Urs Kramer, Ausbildungschef beim SVIT Ostschweiz, während der Diplomübergabe. Die hohe Leistungsbereitschaft macht die Lehrlinge zu gefragten Fachkräften. Kramer hat ausgerechnet: Die dreijährige Lehrzeit in der kaufmännischen Grundausbildung Treuhand/Immobilien hat die insgesamt 14 Absolventen rund 8000 bis 8500 Stunden gekostet.

Unter den Absolventen sind vier junge Frauen, die mit Bestnoten zwischen 5,0 und 5,3 abgeschlossen haben: Diana Asani von den Goldinger Immobilien, Lea Elvedi von Eberle & Partner, Chantal Akermann von Regimo und Lara Dänzer von Sonnenbau. Die frisch gekürten Berufsleute durften am vergangenen Montag aufgrund ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung ein Diplom und einen Geldpreis entgegennehmen. «Damit würdigen wir die herausragenden Leistungen. Die Lernenden haben sich diese Auszeichnung hart erarbeitet und verdient», sagte Thomas Mesmer, Präsident vom Verband der Ostschweizer Immobilienprofis.

Die neuen Immobilienfachleute haben sich ihre Fähigkeiten an drei verschiedenen Lernorten geholt: in der Berufsschule, an überbetrieblichen Kursen und in den Lehrbetrieben. Für die Ausbildner hatte Kramer ebenfalls lobende Worte. Er rief sie dazu auf, auch in Zukunft Verantwortung zu übernehmen und sich für die Ausbildung der jungen Berufsleute zu engagieren. (pd)

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Die ausgezeichneten Absolventinnen mit ihren Lehrmeisterinnen: Diana Asani und Linda Odermatt (Goldinger Immobilien, St. Gallen), Chantal Akermann und Alexandra Wildi (Regimo, St. Gallen), Lara Dänzer und Sarina Lüchinger (Sonnenbau, Diepoldsau). Auf dem Bild fehlt Lea Elvedi.

Wie spannend die Immobilien-Branche für junge Leute ist, zeigt ein Interview mit der Oberuzwiler Absolventin Diana Asani: 

Frau Asani, Sie haben die KV-Grundausbildung Treuhand/Immobilien mit der Bestnote 5,3 abgeschlossen. Haben Sie das erwartet?

Diana Asani: Nein, das konnte ich nicht erwarten. Ich arbeite zwar immer nach dem Optimumprinzip – das heisst, ich will immer das Maximum herausholen. Aber dass es gleich für die Bestnote gereicht hat, ist für mich eine Überraschung.

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung in der Immobilien-Branche entschieden?

Für mich war klar, dass ich eine Ausbildung an einem Ort machen will, in dem ich viel Kundenkontakt habe. Ich habe auch bei einer Bank und bei einer Versicherung geschnuppert – der Entscheid fiel dann aber auf einen Immobilien-Spezialisten.

Was gefällt Ihnen besonders gut?

Der Berufsalltag ist abwechslungsreich und steckt voller Herausforderungen. Man ist viel unterwegs und nahe bei den Menschen. Es war die beste Entscheidung, das KV in dieser Branche abzuschliessen.

Wie geht es jetzt weiter?

Als nächstes Ziel möchte ich im Sommer 2020 die Berufsmaturität in der Ausrichtung Wirtschaft abschliessen. Das würde mir dann den Zugang zur Fachhochschule ermöglichen. (pd)