Gut 100 Mitglieder der beiden Vereine nahmen an den «historischen Versammlungen» teil, wie es Dominique Bätscher, Präsidentin der Flawiler Spitex, bezeichnete. Der neue Spitex-Verein Flawil-Degersheim mit rund 1300 Mitgliedern und mit gut 50 Mitarbeitenden wird seine Arbeit am 1. Januar 2023 aufnehmen.

Die Vorbereitungsarbeiten für die Fusion haben vor gut zwei Jahren begonnen. Eine Projektgruppe unter der Leitung des Degersheimer Arztes Thomas Mayer erarbeitete die Grundlagen. Es gebe gute Gründe für die Fusion, sagte Thomas Mayer, der als Tagespräsident die Gründungsversammlung im Flawiler Lindensaal leitete. Er listete auf: vermehrter Administrationsaufwand, Digitalisierung und Qualitätsanforderungen. Die beiden Spitex-Vereine haben bereits bis anhin zusammengearbeitet, sich personell ausgeholfen und Erfahrungen ausgetauscht. Jetzt können aber noch mehr Kräfte zum Wohle der Klientinnen und Klienten in beiden Gemeinden gebündelt werden.

Wahlen und Zahlen

Präsidiert wird der neue Spitex-Verein Flawil-Degersheim von Andreas Baumann, Gemeindepräsident von Degersheim. In den Vorstand gewählt wurden Daniel Meier (Flawil), Judith Alpiger (Flawil), Marianne Bargagna (Flawil), Nadja Heuberger-Stengel (Flawil), Ariana Crottogini (Degersheim) und Martin Schwizer (Degersheim).

Veränderungen gibt es nicht nur im Vorstand, sondern auch bei den Mitgliederbeiträgen. So bezahlen neu Einzelmitglieder 30 Franken (Degersheim bisher 40, Flawil bisher 20), Familien und Partnerschaften 45 (Degersheim bisher 60, Flawil bisher 30), juristische Personen 100 (Degersheim bisher 100, Flawil bisher 50 Franken).

Ohne Gegenstimme wurde das Budget 2023 genehmigt, das mit einem Ertrag von 2,912 Millionen Franken und einem Aufwand von 2,907 Millionen Franken rechnet.

Blumen und Dank

Dankesworte und Blumen durften die Präsidentinnen von Flawil, Dominique Bätscher, und Degersheim, Vreni Roth, für ihr Engagement entgegennehmen. Dominique Bätscher präsidierte den Flawiler Verein seit 2008, Vreni Roth den Degersheimer Verein seit 2015. Blumen gab es auch für Thomas Mayer für seine Arbeit als Projektleiter.