Fazit war, dass auf kantonaler Ebene schon vieles, aber noch nicht genug getan werde und dass für die Bewältigung des Klimawandels Innovation ausgesprochen wichtig ist. Innovationsanstrengungen müssten daher deutlich stärker gefördert werden, auch von Seiten des Staates. Einig war man sich un-ter den Teilnehmenden, dass dabei gezielte Anreize zielführender sind als Verbote.

Bauchef Marc Mächler machte in seinen Ausführungen deutlich, dass auch der Kanton St. Gallen das Pa-riser Abkommen für den Klimaschutz akzeptiert hat und entsprechend handle.Durch das in Ausarbeitung befindliche neue Energiegesetz werde die Energieeffizienz weiter vorangetrieben. Die Fördergelder zum Ersatz fossiler Brennstoffe im Gebäudebereich habe man angesichts der Nachfrage erhöht. Er halte die bereits breit akzeptierte und funktionierende Solarkraft für besonders wichtig. Allerdings müsse deren Ef-fizienz und damit Wettbewerbsfähigkeit noch verbessert und das Problem der Energiespeicherung in der Nacht gelöst werden. Betreffend Förderung der emissionsfreien Mobilität arbeite der Kanton in einem Pi-lotprojekt mit der Industrie erfolgreich zusammen. Letztlich sei aber auch eine Verhaltensänderung der Menschen nötig.

Gezielte Förderung stärken

Laut Kantonsratskandidat Jean-Daniel Sieber, seit über 20 Jahren im Bereich Entwicklung und Innovation tätig, wird sich unser Energiebedarf bis ins Jahr 2050 gegenüber dem Jahr 2000 verdoppeln, mit entspre-chend höherem CO2-Ausstoss. Was immer man dagegen unternimmt – weniger Energie verbrauchen, mehr nachhaltige Energie gewinnen durch Windkraft, Geothermie oder Solarenergie etc. – ohne Innovati-on geht nahezu nichts. Deshalb müsse der Staat Innovation stärker fördern und solle dabei massiv inves-tieren. Andere Länder wie zum Beispiel Israel machten es der Schweiz vor. Es bestehe ein enormer Nach-holbedarf an gezielten Investitionen in Start-ups, nicht zuletzt im Bereich Energie und Klima. «Um unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren Wohlstand zumindest zu bewahren, müssen wir unsere Innovations-kraft mit guten Rahmenbedingungen und gezielter Förderung weiter stärken», meinte Sieber.

Auch für Vanessa Brühwiler, Kantonsratskandidatin der Jungfreisinnigen, braucht es für eine effiziente Energienutzung und nachhaltigen Klimaschutz eine verstärkte Förderung von Forschung und Innovation. Sie machte sich im Weiteren für die junge Genration unter dem Motto «Kunterbunt in Richtung Klima-schutz» für eine gezielte Mischung von Anreizmassnahmen stark, darunter insbesondere für ein Mobility Pricing und die Förderung der Homeoffice-Möglichkeiten, aber auch den Ausbau von «Green Bonds» und eine Kontrolle des Emissionshandels. (pd)