Für das Online-Bieten haben sich beim Auktionshaus Rapp für die Versteigerung vom 24. bis 28. November bereits eine Woche vorher weit über 1000 Personen angemeldet. «Ein Rekord», sagt Geschäftsführerin Marianne Rapp Ohmann. Sie rechnet bis zur Auktion mit einer Verdoppelung der Online-Anmeldungen.

Darunter seien immer häufiger junge Erwachsene, wie beispielsweise der 19-jähirge Uzwiler Adrian Näf. Die Atmosphäre an früheren Rapp-Auktionen hätten es ihm angetan, sagt Näf. Nun will er während der diesjährigen Auktionswoche beim Online-Bieten das Geschehen hautnah als Mitarbeiter erleben. Er wird an der Auktion mitwirken und die rund zehn Online-Auktionsplattformen unterstützen. Seine Aufgabe besteht darin sicherzustellen, dass die Internetgebote aus aller Welt mit Bietenden im Auktionsaal und den Telefongeboten in Sekundenschnelle koordiniert werden.

Hintergründe und Zusammenhänge verstehen

Näf begann bereits in jungen Jahren auf zahlreichen Reisen, rare Briefmarken und seltene Münzen aus verschiedenen Ländern zu sammeln. Der stellvertretende Gemeinderatsschreiber in Andwil war schon früh fasziniert von Briefmarken und Münzen, «weil ich dann quasi ein Geschichtsbuch im Kleinformat in den Händen halte». Am Sammeln fasziniert ihn dasselbe wie in seinem Berufsalltag: «Hintergründe und Zusammenhänge verstehen, Informationen miteinander vernetzen.» Auch die Wertbeständigkeit dieser Zeitzeugen beeindrucke ihn.

Mittlerweile haben sich seine Interessen etwas verlagert, und auch schöne Uhren oder Whiskys und Zigarren stehen in seinem Fokus. Er könne sich gut vorstellen, dass immer mehr jüngere Menschen Freude an besonderen Sachwerten wie Luxusuhren, Taschen oder Schmuck entwickeln. «Durch das Internet bekommt man viel leichter den Zugang und kann in aller Ruhe und ohne Druck überlegen, ob man mitbieten will.»

Ein Gigabyte Daten pro Sekunde

Weil Kunden aus aller Welt wegen der Coronakrise nicht anreisen können, wappnet er sich mit anderen zusätzlich eingestellten Mitarbeitenden für den digitalen Ansturm: Er unterstützt an der Versteigerung von Ende November Internetbieter, die über globale Online-Plattformen mitbieten.

Das Auktionshaus Rapp setzt seit Jahren konsequent auf eine kombinierte digitale und stationäre Handelsstrategie. Damit an der diesjährigen Auktion alles rund läuft, stellen die Technischen Betriebe der Stadt Wil die schnellstmögliche Internetleitung zur Verfügung: Das Auktionshaus kann pro Sekunde ein Gigabyte Daten empfangen. (pd/red)