Der Bürgertrunk stand dieses Jahr unter dem Motto "Chic in Neon". Der musikalische Auftakt machte wie immer das Sinfonische Orchester Wil, die Ernennung der Ehrenbürgerwurst, der Besuch des Prinzenpaars der FGW und der Auftritt einer Guggenmusik waren weitere Höhepunkte des Anlasses.
Nach und nach füllt sich das Untergeschosss der Tonhalle Wil mit fröhlichen Leuten, die in knallbunte, neonfarbige Outfits gekleidet sind. Man begrüsst sich, prostet sich zu und die gute Laune ist spürbar im Raum.

Chic in Neon
Das Motto des Abends lässt der Phantasie freien Lauf. Da sieht man Gaste in einfachen Leuchtwesten in gelb und orange gehüllt, oder schwarze Grundgarderobe mit pink, grünen und gelben Perücken, Hüten, Schals. Es gibt aber auch raffinierte Kostüme, die mit batteriebetriebenen Neonschlangen dekoriert sind. Auch das Bühnenbild passt wunderbar zum Thema.

Die Regimentstochter zu Besuch
Das Sinfonische Orchester Wil, unter der Leitung von Kurt Pius Koller trägt ebenfalls Neonfarbige Accessoires. Das Musikprogram, wie könnte es anders sein, beinhaltet samt und sonders Stücke aus dem aktuellen Programm des Musiktheaters Wil, "die Regimentstochter". Gesangseinlagen präsentierten die beiden Hauptrollen-Inhaber Nicole Bosshard (Marie), selbst Wilerbürgerin und Remy Burnens (Tonio). Die mitreissenden Melodien entlocken dem Publikum tosenden Applaus.

Neuer Sekretär und neue Kanzlei
Norbert Hodel begrüsst die Anwesenden im Saal und orieniert über Änderungen und Neuigkeiten der Ortsbürger, so ist seit 2017 Philipp Haag neuer Ratsschreiber. Der smarte Mann ist vielen Wilern ein Begriff, war er doch als Lokaljournalist schon seit vielen Jahren im Raum Wil unterwegs. Ab Juni zieht die Ortsbürger-Kanzlei ins Baronenhaus. Laut Hodel ein Umzug quasi vom Hinterhaus in die Mitte des Geschehnisses. Nach dem traditonellen Znacht, nämlich der Bürgerwurst mit Kartoffelsalat, darf auch getanzt werden.


Ehrenbürgerwurst, die Dreissigste
Simon Lumpert der bisherige Träger des Prädikats hat es sich 2017 zur erklärten Aufgabe gemacht, einen würdigen Nachfolger zu finden. Dies ist ihm gelungen. Nach einer kurzen Rede lüftet er das Geheimnis um die neue Ehrenbürgerwurst. Es ist Jürg Zurbriggen. Zurbriggen der nach einer Krankheit wieder vollständig genesen ist, freut sich riesig über die Ehre und trägt die "Wursthaut" mit Stolz, dass es auch noch ein kleines Jubiläum ist, nämlich die 30. Verleihung des Titels ist noch das "Tüpfli uf em i"
Später werden Liedblätter verteilt mit den Texten um Wilerlied, dem alten Wilermarsch und dem Wiler Fasnachtsmarsch. Sofort füllte sich die Bühne mit dem Ad Hoc-Chor und die Lieder wurden angestimmt. Mehrstimmig und nicht immer textsicher singen alle mit, aber das tut der guten Stimmung keinen Abbruch. Huh ä lotsch, huh ä lotsch, hu ä lotsch.

Fanfarenklänge, Hochkarätige Gäste, Bullenversli und Guggenmusik
Die Fanfare der FGW kündigt das Prinzenpaar Jeanette I. und Adrian I. an. Im Gefolge des Paars sind der aktuelle Hofnarr Andreas Zehnder, der Neuner Rat und Michael Sarbach der Herold. Nach einer kurzen Ansprache vom Prinz Adrian und dem Präsidenten macht sich der Herold bereit um die Bulle 2018 zu verlesen. Die "Sünden" von einigen Wilern werden hier publik gemacht, aber niemand ist dem Herold ernsthaft böse, denn der letzte Vers in der Bulle heisst, Zitat: Und jetzt a ali s'Kompliment, wo hüt es Bulle-Versli händ, denn jede weiss doch wo vom Fach, do drin z'stoh das isch Ehresach!
Mit Tanzmusik klingt dann der in jeder Hinsicht farbige Abend gemütlich aus.