Die Jonschwiler Viehschau gehöre nicht zu den grossen, stellte Sepp Gämperli, Präsident der Braunviehzuchtgenossenschaft Jonschwil, bescheiden fest. Sie bot aber alles, was Berufsgenossen und landwirtschaftlich Interessierte an einer Viehschau erwarten: Neben dem Vergleich von schönen und leistungsfähigen Kühen auch fachliche Diskussionen und geselliges Beisammensein. Und im Toggenburg – auch am unteren Ende des Tales – etwas sennisches Brauchtum.

Nach der Auffuhr wurden die nach verschiedenen Kriterien eingestuften Rinder und Kühe innerhalb ihrer Kategorie nach der Schönheit rangiert. Auswärtige Experten machten dies nach allgemein festgelegten Kriterien. Beurteilt wurden Merkmale des Körperbaus und speziell auch des Euters.


Spezielle Auszeichnungen

Nach dem Mittagessen wurden weitere Rangierungen vorgenommen. Im Ring vorgeführt und von Fachleuten kommentiert wurden die Tiere mit der besten Lebensleistung und den schönsten Eutern. Weitere Auszeichnungen wurden für Fitness und für Tiere aus vier Generationen verliehen. Es gab auch einen Betriebscup. Höhepunkt war schliesslich die Ermittlung der «Miss Jonschwil». Dafür in die Kränze kamen alle Erstrangierten aus den am Vormittag beurteilten Kategorien. Obenaus schwang eine Kuh aus dem Stall von Christian Gähler, nämlich Paprika.


Schauabend am Montag

Zu einer Schau gehört traditionell auch ein Schauabend, an manchen Orten «Burechilbi genannt. Die Jonschwiler treffen sich am kommenden Montagabend bei ihrem Züchterkollegen im «Schöpfli». Dann werden auch die Kategorienpreise ausgerichtet.