Erdöl-, Bauxit- und Goldabbau sind für die Bewohner im brasilianischen Amazonasgebiet mit Landraub und schwerwiegenden Gesundheitsschäden verbunden. Das Fastenopfer setzt sich für betroffene Kleinbauern ein. Der ökumenische Gottesdienst im Uzwiler Gemeindesaal hat dieses Problem thematisiert, und der Erlös des anschliessenden Pasta-Zmittags ist für dieses Projekt bestimmt.Gestaltet wurde der Gottesdienst von Klaus Gremminger (katholische Pfarreien Niederuzwil und Henau), Christoph Baumann (evangelische-reformierte Kirche Niederuzwil) und Rolf Wyder (evangelisch-methodistische Kirche Niederuzwil). Die musikalischen Akzente setzte der Gospelchor Uzwil unter der Leitung von Iris Gähwiler.

Mitmenschliche Verbundenheit
Die Zweckbestimmung der Kollekte wird jeweils auch im ökumenischen Gottesdienst vertieft. Dass im Amazonasgebiet Menschen wegen der Profitgier von Konzernen ihre Lebensgrundlage verlieren, lässt sich mit christlichen Grundsätzen nicht vereinbaren. Das Fastenopfer-Projekt, welches brasilianischen Kleinbauern das Überleben ermöglichen will, wird deshalb wie schon im Vorjahr mit der Kollekte des Gottesdienstes und dem Erlös des Pasta-Zmittags unterstützt. Klaus Gremminger zeigte auf unterhaltsame Weise die Nähe und Verbundenheit der einzelnen Individuen untereinander und mit der Welt auf.

Kooperation statt Konkurrenz
Der Gottesdienst machte auch die Verantwortung im eigenen Leben und Umfeld deutlich. Christoph Baumann, der sich als Fussballfan auch als Nachwuchstrainer engagiert, stellte fest, dass man schon den Junioren klarmachen müsse, dass nicht nur die Goalgetter wichtig seien. Das Team brauche alle, Torhüter, Verteidiger und Stürmer, und nur im Zusammenwirken seien Erfolge zu erzielen. Ein Text aus der Bibel, der die Bedeutung aller Organe im Körper hervorhebt, untermauerte das Bild aus dem sportlichen Alltag nachdrücklich.

An uns Christen sei es, frei und mündig die Mitmenschen anzuerkennen und uns besonders für Benachteiligte und Verachtete einzusetzen. Das Gebot der Nächstenliebe verlangt ja nichts mehr und nichts weniger.

Taufe von Sven Sutter
Erstmalig ist in den ökumenischen Gottesdienst eine Taufe integriert worden. Christoph Baumann, Pfarrer der evangelischen Kirche, hatte das Ehepaar Selina und Christoph Sutter und die Taufpaten in den Gemeindesaal eingeladen und nahm im Gottesdienst die Taufe von Sven vor. «Du bisch es Geschenk vom Himmel», wurde passend dazu gesungen. Und die Gemeinschaft wünscht dem Kleinen sicher, dass sich sein Taufspruch erfüllen möge: «Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mich, mein Gott.»

Muntere Tischgemeinschaft
Für den Pasta-Zmittag haben sich auch dieses Jahr viele fleissige Mitglieder der drei Religionsgemeinschaften hinter und vor den Kulissen engagiert. Die Teilnehmer liessen es sich gut gehen. Pasta wurde an den Tischen serviert. Getränke und Desserts gabs am Buffet. Für alle Dienstleistungen waren bescheidene Richtpreise vorgegeben. An der Kasse wurden Beträge über den Minimalansätzen nicht abgelehnt.