Wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus mussten die Fahrer aus dem Spitex Förderverein im März praktisch von einem Tag auf den anderen zuhause bleiben. Der Zivilschutz organisierte Unterstützung für die Thurvita. Mitarbeiter der Technischen Betriebe Wil (TBW) sprangen in die Bresche. Sie lieferten während rund acht Wochen das Essen an die Kunden des Thurvita Spitex Mahlzeitendienstes. Und das waren deutlich mehr als sonst. Pro Lieferwoche – von Montag bis Freitag – brachten die TBW-Mitarbeiter fast 1000 Produkte mehr zu den Kunden. Es waren zusätzliche 560 Hauptgerichte sowie rund 410 so genannte Wahlkomponenten wie Suppe, Salat oder Desserts. «Ohne den Einsatz der TBW-Mitarbeiter hätte der Mahlzeitendienst während des strikten Corona-Regimes nicht funktioniert», sagt Andreas Bucher, Leiter Hotellerie bei der Thurvita.

Die Menus waren jeweils im Milchkasten zu deponieren statt an der Haustüre zu übergeben. Gleichzeitig musste jeder Fahrer deutlich mehr Mahlzeiten ausliefern als sonst. Im April haben die Bestellungen von Hauptgerichten gegenüber dem Vorjahr um rund die Hälfte zugenommen. Pro Liefertag wurden rund 90 Kunden bedient.

Vergangene Woche fuhren die TBW-Mitarbeitenden zum letzten Mal Liefertouren für den Mahlzeitendienst. Aktuell liefert nun der Zivilschutz die Mahlzeiten aus. Ab dem 25. Mai übernehmen wieder Freiwillige aus dem Spitex Förderverein die Auslieferung. (pd/red)

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Nach den TBW-Mitarbeitern liefern nun bis am 25. Mai Zivilschutz-Angehörige die Mahlzeiten aus.