Beginnt Gärtner Beat Niedermann vom Gartencenter Rutishauser zu erzählen, so merkt man schnell: Gärtner ist nicht bloss sein Beruf, Gärtner ist seine Berufung. Und man merkt auch: Pflanzen sind viel mehr für ihn als «Büez», auch wenn die Umsetzung manchmal «Nifelibüez» bedeutet. Die Gärten im Glas heissen ja auch nicht umsonst «Tiny Garden», also kleine Gärten.

Gärtner Niedermann kommt ins Schwärmen, erzählt von den Reisen in Pflanzenparadiese. Die erste grosse Reise führte ihn vor über drei Jahrzehnten nach Asien und dort auch nach Borneo. Die Flora dieser Insel hat es ihm besonders angetan: «Für einen Gärtner ist das wie ein Eldorado. Schon damals wollte ich von dieser Pracht ein Stück nach Hause nehmen.» Dieser Wunsch hat ihn bis heute nicht losgelassen. Denn daraus entstanden die Tiny Garden, handbepflanzte Unikate. Namenspatrone sind die grossen Nationalparks der Welt, die auch als Anregung für die Umsetzung dienen. Fast schon selbstredend heisst ein Garten «Kinabalu» und wurde von eben diesem «Eldorado für Gärtner», dem Regenwald Kinabalu auf Borneo, namentlich inspiriert.

Im Video: Alles zu Rutishauser und den «Tiny Garden»:

 

Wo Arbeit zu Meditation wird

Die Bestandteile der kleinen Gärten werden mit Leidenschaft ausgesucht und mit viel Liebe zum Detail ein- und umgesetzt. Die grösste Herausforderung für Gärtner Niedermann ist es, geeignete Pflanzen zu finden. Es müssen Pflanzen sein, die klein bleiben und die langsam wachsen. So findet man kaum Palmen oder Gräser in den Gläsern, da diese rasch wachsen und hoch werden können.

An neuen Kreationen arbeitet er dann, «wenn alles andere aufgeräumt und erledigt ist». Dann zieht er sich in die Werkstatt am Rutishauser-Standort Fällanden zurück und setzt neue Gärten um. Rund 45 Minuten dauert das pro Glas. Ausser es ist ein Glas mit kleiner Öffnung. «Dann muss ich Werkzeuge zu Hilfe nehmen und die Bestandteile einzeln platzieren.» Trotzdem: Die Arbeit an und mit den Tiny Garden sei wahrlich meditativ. Auch Kundenwünsche werden berücksichtigt, vorausgesetzt, es handle sich um geeignete Pflanzen. «Ein Rosmarin beispielsweise würde sich in Innenräumen nicht lange glücklich fühlen», sagt Beat Niedermann.


Den grünen Daumen braucht es nicht

Die Gärten sind auch für Personen geeignet, die keinen grünen Daumen haben. Denn viel Pflege brauchen sie nicht: «Ein bis vier Mal im Monat müssen sie gegossen und zwei Mal im Monat gedüngt werden. Eine Giessflasche und eine Pflegeanleitung gehören zum Kauf dazu», sagt Beat Niedermann. Das Gartencenter Rutishauser verspricht zudem, dass die Pflanzen gut anwachsen und stellt eine «Anwachsgarantie» aus. Diese Garantie ist aber bisher kaum in Anspruch genommen worden.

Rutishauser AG - Gartencenter + Floristik
Fürstenlandstrasse 20
9500 Wil