Der FC Wil stand in den vergangenen Tagen nicht wegen der sportlichen Leistungen in den Schlagzeilen. Nach dem überraschenden Abgang von Alex Frei und Romain Villiger stehen nun Brunello Iacopetta und Burim Kukeli an der Seitenlinie. Dank der Nationalmannschaftspause hatte der neue Übungsleiter fast zwei Wochen Zeit mit der Mannschaft zu arbeiten und die Spieler kennenzulernen, was sicherlich ein Vorteil ist.

Spannend bleibt die Frage, ob es unter dem neuen Trainer sowohl im Spielsystem als auch in der Startaufstellung von Spiel zu Spiel Änderungen geben wird wie unter Alex Frei. Bislang haben im Wiler Kader ganze 27 Spieler auf dem Rasen gestanden. Ausser Torhüter Kader Abubakar also alle Spieler, die im Kader der Wiler stehen. Das ist einsamer Spitzenwert in der Challenge League. Sicherlich ist das auch den vielen Verletzungen geschuldet, welche verschiedene Wiler Spieler bereits erlitten haben.

Welche Serie geht weiter?

Beide Mannschaften konnten vor der Länderspielpause eine kleine Serie an ungeschlagenen Spielen starten. Die Wiler haben in den vergangenen drei Spielen nicht mehr verloren, die Vaduzer gar die letzten vier Spiele. Nach einem verhaltenen Saisonstart belegen die Liechtensteiner Rang zwei in der Tabelle, drei Punkte hinter dem Leader aus Winterthur. Die Wiler ihrerseits belegen den siebten Patz in der Challenge League. Punktgleich mit dem FC Schaffhausen auf dem sechsten und Nechâtel Xamax auf dem achten Rang.

Die beiden Mannschaften trafen am ersten Spieltag der aktuellen Saison im Bergholz aufeinander. Damals führten die Wiler bis zur 70. Minute mit 2:0. Ehe die Vaduzer zunächst mit einem Penalty an Torhüter de Mol scheiterten und dann doch noch drei Tore erzielten. Das dritte und entscheidende Tor fiel erst in der 93. Minute. Geht man in der Historie noch etwas weiter zurück so sieht man, dass die Wiler den letzten Sieg gegen den FC Vaduz Ende September 2019 feiern konnten. Danach gingen alle Vergleiche an die Kicker aus dem Ländle. Dennoch wäre es falsch die Wiler als Aussenseiter zu bezeichnen, lieferten sie doch bislang gerade gegen die Mannschaften aus der vorderen Tabellenhälfte oftmals gute Spiele ab. Die Vaduzer sind übrigens die Mannschaft, die in dieser Saison die meisten Karten erhalten hat. Ganze 40-mal wurde eine Verwarnung gegen einen Spieler der Liechtensteiner ausgesprochen.