Dem Musical voraus ging die Projektwoche mit den 1.- und 2.-Klässlern der Primarschule Wilen. Die Lehrerinnen bastelten und probtem mit den Kindern die ganze Woche und als Höhepunkt wurde am Freitagabend 2. März das Musical aufgeführt.Trotz winterlichem Hudelwetter ist am Freitagabend die Turnhalle voll besetzt. Eltern, Grosseltern, Göttis und Gottis kommen um Ihre Kinder im Musical zu sehen und zu hören.

Über 60 Kinder sind am Musical beteiligt
Die Lehrerinnen der 1. und 2. Klassen von Wilen, Katja Hochstrasser, Désirée Suter und Alice Klaus haben in einer Projektwoche grossartige Arbeit geleistet. Mit über 60 Kindern haben sie unermüdlich Kulissen gebastelt, Texte gelernt, und Kostüme zusammengestellt. Marcel Schittli hat die musikalische Leitung inne und mit den Schülerinnen und Schülern die Lieder geprobt. Die Projektwoche wurde erfolgreich umgesetzt, das Musical erhielt vom Publikum Standing Ovations.

Ins Internat statt auf dem Piratenschiff
Die Geschichte könnte nicht aktueller sein. Eine Institution wird nicht mehr gebraucht, deshalb wird sie liquidiert.
Die letzte Piratenfamilie McSäbel leidet unter Arbeitsmangel, weil niemand mehr mit dem Schiff reist und Diamanten und Gold mit dem Flugzeug transportiert werden. Das Familieneinkommen mit Überfällen von Schiffen fällt also buchstäblich ins Wasser. Familienoberhaupt Bombasto McSäbel beschliesst, seine Kinder Peer und Renate ins Internat zu schicken, damit sie einen "anständigen Beruf" lernen können. Die beiden Geschwister erwartet im Internat "Protzberg" eine grosse Änderung zu ihrem bisherigen Leben. Sie müssen Manieren lernen, essen mit Messer und Gabel und natürlich Lesen und Schreiben. Die beiden sind traurig und wollen zurück aufs Piratenschiff. Sie schreiben eine Flaschenpost an ihre Eltern.

Modernes Happy End
Aber wie es so kommt, bis die Flaschenpost ihr Ziel erreicht, haben sich Peer und Renate im Internat eingelebt und Freunde gefunden. Beim jährlichen Schulabschlussfest kommen alle Eltern der Schüler zu Besuch, nur McSäbels fehlen. Aber auf einmal wird's laut und mit grossem Knall "überfällt" die Familie McSäbel das Internat. Sie wollen ihre Kinder aus diesem "Gefängnis" befreien. Alle Anwesenden denken dies gehöre zum Abschlussfest und applaudieren begeistert. Die ganze Verwirrung löst sich dann auf, als Peer und Renate ihre Eltern und Familie begrüssen. Peer und Renate gehen weiterhin zur Schule und gründen danach die "MacSäbel-Tours" und bieten fortan Erlebnisferien auf dem Piratenschiff für Touristen an.

Yorkshire als Inspiration für den Komponisten
Komponist Andrew Bond ist in Grossbritannien geboren und lebt in Wädenswil.
1998 veröffentlichte Andrew Bond seine erste Musik-CD: Zimetschtern han i gern. Was ursprünglich als Familienprojekt begann, wurde zu einem Renner in den Schulen und Kindergärten und inzwischen zu Bonds grösstem Erfolg.
Yorkshire bedeutet für Andrew Bond nicht nur Kindheitserinnerungen, sondern ist noch immer seine zweite Heimat. Mehrmals im Jahr zieht es den Wädenswiler in die farbenprächtige und abwechslungsreiche Natur. Für ihn ist es der Ort der Inspiration: Hier entstehen viele Ideen und Kompositionen.

Das Musical "En Pirat im Internat" wird am Montagnachmittag, 5.3. nochmals aufgeführt.