«Es ist mein zweitbestes Weltcup-Ergebnis. Das nehme ich mit», sagte Cédric Noger nach dem letzten Lauf seiner mit Abstand bestens Saison. Er ergänzte: «Wellenfahren muss ich noch üben. Das versuche ich schon lange zu verbessern, aber es klappt noch nicht wirklich.» Auch diese Aussagen stellen unter Beweis, dass der Wiler in der Weltspitze angekommen ist. Hatten ihm vor Wochenfrist nach dem vierten Platz von Kranjska Gora die Worte gefehlt, so analysierte er seine Leistung dieses Mal schon deutlich nüchterner.

Tatsächlich waren die beiden Läufe von Soldeu als gelungen zu bezeichnen. Es fehlte ihm in der Endabrechnung eine halbe Sekunde auf den allerdings an diesem Tag enttäuschenden Dominator Marcel Hirscher. Auf den Norweger Henrik Kristoffersen, der vor Wochenfrist gewonnen hatte, betrug die Differenz gar nur sieben Hundertstel-Sekunden. Als drittbester Schweizer verlor Noger 2,24 Sekunden auf Sieger Alexis Pinturault. Nach Platz 13 im ersten Lauf ging es noch um eine Position nach vorne. «Natürlich würde ich den vierten Rang gerne wiederholen. Aber es gilt nun, bescheiden zu bleiben. Ich bin immer noch am Lernen», hatte Noger bereits nach dem 1. Lauf in die SRF-Kamera gesagt.

Fünftbester Schweizer Riesenslalom-Fahrer

Die Saisonbilanz fällt mehr als nur zufriedenstellend aus. Nach einem beschwerlichen und langen Weg mit vielen Hochs und Tiefs ist Noger nun in der Weltspitze angekommen. Und dies, nachdem er einst aus dem C-Kader von Swiss Ski geworfen worden war und auf eigene Faust und Kosten mit einem Privattrainer hatte trainieren müssen. Sechsmal wurde er in dieser Saison ab Dezember im Weltcup eingesetzt, viermal fuhr er in die Weltcup-Punkte. Deren 96 hat er gesammelt, was in der Riesenslalom-Gesamtwertung Platz 23 ergibt. Somit ist der Wiler in einem aufstrebenden Schweizer Riesenslalom-Team hinter Loic Meillard, Marco Odermatt, Gino Caviezel und Thomas Tumler fünftbester Fahrer.

Noger wird aller Voraussicht nach auch im Oktober wieder im Weltcup starten, wenn die neue Saison auf dem Rettenbach-Gletscher in Sölden – nur einige Auto-Minuten von seiner Wahlheimat Längenfeld im Ötztal entfernt – startet.

Nogers erste Weltcup-Rennen in der Slide-Show:

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Der Liveticker vom zweiten Lauf:

Das soll es gewesen sein von diesem Liveticker. Ein angenehmes Frühlings-Wochenende sei gewünscht. Bis bald auf hallowil.ch.

Marco Odermatt fährt die beste Laufzeit im zweiten Lauf. Noger holt schliesslich mit 2,24 Sekunden Rückstand den zwölften Platz. Damit darf der Wiler sicher zufrieden sein. Man darf ihn nun nicht am vierten Platz von Kranjska Gora messen. Die Entwicklung stimmt. Wer hätte vor Wochenfrist gedacht, dass Noger noch zweimal in die Top-12 fährt?! Das dürfte dem Wiler viel Motivation geben. Er ist angekommen in der Weltspitze.

Der Franzose Alexis Pinturault ist nicht zu besiegen und baut seine Führung oben sogar noch aus. Dann verliert er. Aber er gewinnt mit 0,44 Sekunden Vorsprung.

Wer siegt? Odermatt oder Pinturault? Jetzt fällt die Entscheidung.

Matts Olsson hat mal wieder Mühe in einem zweiten Lauf und fällt hinter Odermatt zurück. Und sogar um zwei Hundertstel-Sekunden hinter Noger. Dieser wird somit mindestens Zwölfter.

Wieder stark, Wahnsinn: Odermatt übernimmt die Spitze. Und das mit fast sechs Zehntelsekunden Vorsprung. Somit steht er auf dem Podest. Mindestens. Die beiden Besten des ersten Laufes sind nun so richtig gefordert.

Wir haben einen neuen Führenden: Es ist der Slowene Zan Kranjec. Somit stehen Hirscher und Kristoffersen heute nicht auf dem Podest. Jetzt Marco Odermatt, der Dritte.

Derzeit wird Noger nach hinten geschoben. Sein Rückstand auf die Leaderposition beträgt aktuell knapp eine Sekunde. Es braucht wohl einen Ausfall, um noch eine Position gutmachen zu können.

Nein, es nicht mehr der Hirscher der besten Tage. Platz drei im Zwischenklassement. Aber immerhin ist er dieses Mal vor Noger - und zwar ganz genau eine halbe Sekunde.

Der neue Führend heisst Manuel Feller aus Österreich. Nun kommt Marcel Hirscher.

Somit steht bereits fest: Es gibt heute das zweitbeste Weltcup-Ergebnis für Noger.

Henrik Kristoffersen übernimmt die Spitze nicht. Er rettet gerade noch sieben Hundertstels Vorsprung auf Noger ins Ziel und ist im Zwischenklassement "nur" Vierter.

Nun eine französische Doppelführung. Mathieu Faivre übernimmt klar die Spitze. Noger ist neu Vierter.

Victor Muffat-Jeandet übernimmt die Spitze. Um zwei Hundertstels. Das war ein ganz starker Schlussteil. Noger ist nun Dritter.

Der Norweger Leif Kristian Nestvold-Haugen fällt hinter Noger zurück. Somit hat Noger mindestens das Ergebnis des ersten Laufes gehalten. Was geht noch?

Ganz guter Start. Dann verliert Noger ein bisschen, hält aber tadellos mit. Er wird Zweiter. Hier ist die Schweizer Doppelführung - und Noger wird auch heute punkten. Stark.

Jetzt steht Noger im Starthaus. Gibt es die Schweizer Doppelführung? Platz 3 braucht es, um sicher zu punkten heute.

Meillard gibt einen durch und übernimmt die Spitze mit fast sechs Zehntelsekunden vor dem zuvor führenden Kanadier Trevor Philp.

Derzeit wechselt die Führung bei jedem Läufer. Gleich kommt Loic Meillard - und dann auch schon Cédric Noger.

Die Führung hält aber nur einen Läufer. Der Norweger Rasmus Windingsstad darf in die Leaderbox.

Der 2. Lauf läuft. Der italienische Speed-Spezialist Christof Innerhofer hat die erste Richtzeit aufgestellt. Diese wird aber deutlich unterboten vom ersten Schweizer, Gino Caviezel. Über zwei Sekunden Vorsprung hat dieser im Ziel. Mal schauen, was das wert ist.

Fassen wir kurz zusammen: Vier Schweizer sind in der finalen Entscheidung unter den 20 Läufern dabei. Zweitbester ist Cédric Noger als 13.. Er kommt also als Achter des zweiten Laufes. Mit dem ersten Lauf durfte er zurecht zufrieden sein.

Die letzte Entscheidung in der diesjährigen Weltcup-Riesenslalom-Saison fällt in den nächsten Minuten. Herzlich willkommen zum Liveticker vom Weltcup-Final in Soldeu in Andorra. Der zweit Lauf steht an. Simon Dudle tickert für sie durch dieses Frühlings-Rennen.

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Das war der 1. Lauf:

«Im Zielhang war ich nicht ganz souverän. Aber es gilt bescheiden zu bleiben und zufrieden zu sein. Es war wieder ein sehr guter Auftritt», sagte Cédric Noger kurz nach dem ersten Lauf des Riesenslaloms beim Weltcup-Final in Andorra im SRF-Interview. Tatsächlich hatte er im Schlussteil einen Überdreher und wäre beinahe ausgeschieden. Der 26-Jährige hielt sich aber im Rennen und wurde schliesslich 13. – noch vor seinen Teamkollegen Loic Meillard und Gino Caviezel. Somit ist er auf gutem Weg, ein viertes Mal in seiner Karriere Weltcup-Punkte zu machen. Solche gibt es beim Weltcup-Final «nur» für die ersten 15. Die Chancen auf eine Top-15-Klassierung stehen insofern gut, als dass nach fünf Ausfällen nur noch 20 Fahrer an den Start gehen im zweiten Lauf.

In Führung liegt der Franzose Alexis Pinturault mit 0,63 Sekunden Vorsprung auf den Schweden Matts Olsson. Dritter und bester Schweizer ist Marco Odermatt mit 0,88 Sekunden Rückstand. Somit ist es wie vor Wochenfrist in Kranjska Gora: Nogar ist hinter Odermatt zweitbester Schweizer.

Der zweite Lauf beginnt um 12.15 Uhr und wird live auf SRF zwei übertragen. hallowil.ch berichtet mittels Liveticker.

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So hat hallowil.ch vor dem Rennen berichtet:

Wenn man Cédric Noger vor Wochenfrist gesagt hätte, er würde sich für den Weltcup-Final in Andorra qualifizieren, hätte der Wiler wohl nur ein müdes Lächeln übriggehabt. Denn beim Weltcup-Auftritt in Kranjska Gora am vergangenen Samstag durfte er nur ein erstes Mal in seiner Karriere in den Top-30 starten, weil mehrere Läufer das Rennen ausliessen oder auslassen mussten. Mit zwei Exploits und Schlussrang vier katapultierte sich Noger mitten in die Weltspitze – und an den Weltcup-Final.

Somit wurde die mit Abstand erfolgreichste Saison des 26-jährigen Wilers um ein paar Tage verlängert. Und zwar bis heute Samstag. Für diesen neuerlichen Höhepunkt, den Riesenslalom am Weltcup-Final, wurde Noger die Startnummer 20 im 25-köpfigen Starterfeld zugelost.