Die Medienbilder von dramatischen Hochwassern und wütenden Waldbränden in diesem Sommer haben sich in den Köpfen und Herzen eingebrannt. Müssen sich die Menschen an derartige dramatische Folgen der Klimaerwärmung gewöhnen? Oder sind die Fluten eine Laune der Natur, die mit Erderwärmung nichts zu tun haben, wie manche Kritiker einwenden? Es sei an der Zeit seine politischen Rechte zu benutzen und Vorlagen zum Klimaschutz anzunehmen, findet die Stadtparlamentarierin Meret Grob von den Jungen Grünen.

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Stadtparlamentarierin Meret Grob von den Jungen Grünen

Die Diskussion über die Kosten von Klimaschutz wird tagein, tagaus von bürgerlichen Seiten mit Freuden diskutiert. Speziell im Vorrechnen, warum wir uns dies nicht leisten können, sind sie Weltmeisterinnen und Weltmeister. Die Fakten, was uns die Auswirkungen der Klimakrise kosten, möchte jedoch niemand auch nur zur Sprache bringen. Abgesehen von den geläufigen Überlebensgründen auf dieser Welt, können aus ganz rationalen und wirtschaftlichen Gründen Klimaschutz und Klimamassnahmen als die einzigen Lösungen betrachtet werden, nachfolgend an einem einfachen Beispiel aufgezeigt: Die Häufigkeit von extremen Wetterereignissen, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben, sowie das Verschwinden von Jahreszeiten nehmen durch die Erderwärmung zu. Dies gefährdet die Ernährungssicherheit der Schweiz und macht den Beruf der Bäuerinnen und Bauern noch viel herausfordernder als dieser bereits ist. Versicherungen als Abschirmung haben, wie es scheint, bis jetzt gut funktioniert, doch was machen diese, wenn die Extremereignisse zunehmen und die Prämien steigen? Steigende Versicherungsprämien, weniger Sicherheit in der Ernte und schwankende Einnahmen? Die Logik dieser Vorgehensweise muss uns jungen Menschen zuerst noch erklärt werden.

Wir Menschen sind jedoch nicht machtlos. Wir haben es in der Hand, uns aktiv dafür einzusetzen, dass die Welt, in welcher wir leben, auch für alle nachkommenden Menschen noch als funktionierendes und lebenswertes Zuhause existieren kann. Wir haben es aber vor allem in der Hand mit unseren politischen Rechten dafür einzustehen, dass Klimainitiativen angenommen werden, dass wir Personen wählen, welche sich aktiv für Klimaschutz einsetzen und eine soziale, klimagerechte und wirtschaftlich nachhaltige Welt gestalten wollen. Zum Beispiel wurde am 24. August die Umweltverantwortungsinitiative der Jungen Grünen lanciert. Diese will, dass die Umweltbelastung der Schweiz innerhalb von zehn Jahren so reduziert wird, dass wir die planetaren Grenzen einhalten und so unsere Lebensgrundlagen nicht mehr zerstören. Was radikal klingen mag, ist wahrscheinlich unsere alleinige Möglichkeit. Wir müssen über das bereits Bekannte hinaus denken und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Meret Grob

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