«Ein breit aufgestelltes überparteiliches Komitee aus Die Mitte, EVP, FDP, GLP, GRÜNE prowil und SP sowie bereits über 100 weitere Unterstützende setzen sich für eine sinnvolle Standortentwicklung ein. Mit dem Stadtfonds sollen innovative und wirksame Ideen umgesetzt werden, die das lokale Gewerbe unterstützen. Das Komitee spricht sich zudem gegen die Initiative 30-Minuten Gratisparkieren aus.

Volksinitiative «30-Minuten Gratisparkieren»: keine positive Wirkung und kostet zu viel

Worum geht es eigentlich? In den ersten 30 Minuten soll gratis parkiert werden dürfen – die Initiative der SVP suggeriert, dass dies auf allen Parkplätzen der Fall sein wird. Jedoch werden die bei Parkierenden beliebten Parkhäuser wie Coop, Migros, aber auch das Bahnhof-Parkhaus oder das Altstadtparkhaus, von Privaten oder der Wipa betrieben. Diese sind von der Parkgeldreduktion ausgeschlossen.

Wer z.B. auf dem Bleichplatz parkiert, spart durch die Initiative lediglich 80 Rappen. Kaum jemand kauft deswegen ein Kleidungsstück mehr ein oder gibt in irgendeinem Geschäft mehr Geld aus. Im Gegenteil: In der Tendenz konsumieren Kurzzeit-Parkierende, die eigentliche Zielgruppe der Massnahme, weniger. Letztlich wird gute Kundschaft ihren Besuch nicht von 80 Rappen abhängig machen.

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Der Wiler Stadtfonds soll zur Belebung der Innenstadt beitragen. Im Bild: Kunstaktion der Künstlergruppe Ohm 41 an der Oberen Bahnhofstrasse. (Archivfoto: zVg) 

Das Gewerbe wird kaum etwas von der Parkgeldreduktion merken, aber

  • der Suchverkehr wird zunehmen und damit wird der Attraktivität der Stadt geschadet,
  • ökologisch und bezüglich der Klimaziele geht es einen Schritt zurück, statt weiter vorwärts. In Wil kaufen viele Kundinnen und Kunden nicht mit dem Auto ein, sondern gehen zu Fuss, mit dem Velo oder nutzen den öffentlichen Verkehr. Belohnt werden aber nur Autofahrerinnen und Autofahrer.

Und ganz wichtig: Die Stadt verliert mit rund 600'000 CHF jährlich eine grosse Geldsumme, welche das budgetierte Defizit noch erhöht. Zudem werden die Vorgaben des Agglomerationsprogramms verletzt und die Stadt riskiert dadurch Millionenbeträge zu verlieren.

Fazit: Die Initiative erzielt keine positive Wirkung und kostet zu viel.

Mit dem Stadtfonds das lokale Gewerbe unterstützen, gezielt und mit Wirkung

In der Tat: Wiler Läden und Restaurants sind unter Druck, Online-Handel und gut erreichbare Konkurrenzstandorte machen es ihnen nicht leichter. Mit einem Ja zum Stadtfonds können mit dem gesprochenen Geld zielgerichtet Projekte gefördert werden, welche für die Läden, das Gewerbe und Gaststätten einen Nutzen bringen. Auch dabei sein könnte im übrigen ein Angebot für ein vergünstigtes Parkticket, welches durch die Geschäfte und Restaurants gezielt an ihre konsumierende Kundschaft abgegeben wird. Schliesslich kann der Stadtfonds die Attraktivität der Innenstadt und des öffentlichen Raums steigern sowie die Stadt lebendiger und vielfältiger erstrahlen lassen. Von einer attraktiven Innenstadt profitieren nämlich alle, auch das lokale Gewerbe.

Einige Beispielprojekte, welche durch den Stadtfonds gefördert werden könnten und die Möglichkeit zur Unterstützung finden Sie hier.»

Communiqué des überparteilichen Komitees aus den Parteien Die Mitte, EVP, FDP, GLP, GRÜNE prowil und SP

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