Zum Trost sei hier nochmals erwähnt, dass es noch weitere fünf Konzerte geben wird, und zwar in Wängi (3.+4.12.22), Frauenfeld (14.+15.01.23) sowie in St. Gallen (04.02.23).

Das Jugendorchester Wil als Streicherorchester (Leitung Andreas Signer), die Jugendmusik Frauenfeld als Blas- und Perkussionsorchester (Leitung Thomas Fischer) sowie die beiden Chöre 'roxing' der kath. Kirchgemeinde Wil (Leitung Giuseppe Iasiello) sowie der Chrüz&be-Chor aus Wilen (Leitung Claudia Dahinden Manser) bildeten jeweils eine musikalische Einheit. Diese vier Vereine mit insgesamt 160 Musiker*innen harmonisch zusammenzuführen, ist den beiden Dirigenten Andreas Signer und Thomas Fischer bestens gelungen. Die engagierte Vorbereitung durch die jeweiligen Orchester- sowie Chorleitungen war hierfür natürlich unerlässlich. Die musikalische Qualität bezeugt, dass hier grosse Arbeit geleistet wurde.

Hohes Engagement 

Die Bereitschaft der jugendlichen Orchestermusiker*innen, für die Konzertreihe viele Proben und sorgfältige Vorbereitung in Kauf zu nehmen, zeigt ein beachtliches Engagement. Mit viel Freude und hohem Engagement waren die Instrumentalisten dabei, unter anderem das sehr anspruchsvolle, reine Instrumentalstück «Lord of the Dance» überzeugend und temperamentvoll zu spielen.

Die beiden Solisten Isabella Bellastella aus Kirchberg und Daniel Sollberger aus Wängi boten mit ihren Gesangseinlagen ein sehr harmonisches Miteinander. Isabella Bellastellas prägnante Soulstimme sowie der warme Bass-Bariton von Daniel Sollberger vereinten sich sehr klangvoll (z.B. bei «Africa», «Do they know it’s Christmas», «Auf uns» oder «Tage wie diese») und auch in den Solostücken wie «Baba Yetu» (Sollberger) sowie «Halleluja» und «I will follow him» (Bellastella) zeigten beide eindrücklich, welche starken und charakteristischen Klangfarben in ihren Stimmen stecken.

Andere Klangqualität 

Ein Wehmutstropfen ist die stets schwierige Akustik in Kirchenräumen. In leeren Kirchenräumen wird geprobt, in vollen Kirchen wird aufgeführt. Das macht einen grossen Unterschied. Die Akustik mit den Verzögerungen stellt stets eine riesige Herausforderung an die Tontechnik dar. Nicht in jeder Reihe der Zuhörenden ist die Klangqualität gleich. Daran arbeiten die Tonverantwortlichen während den Konzerten jeweils unermüdlich.

Das Konzert wurde erneut durch Gudrun Beer moderiert. Mit ihren süffigen, anregenden Texten und ihrer wohlklingenden Stimme hat sie schöne und elegante Überleitungen zum nächsten Musikstück geschaffen und das Thema «Weihnachten» von verschiedenen Seiten betrachtet - kritisch, humorvoll und nachdenklich.

Die Krönung der Konzerte ist jeweils die Lichtshow: Matthias Staubli aus Olten hat mit seinen Lichtelementen die Stimmung der dazugehörigen Musikstücke hervorragend betont und ausgeleuchtet. Diese Lichtshow fordert nicht nur den allergrössten Teil des Gesamtbudgets, sondern auch einen enormen zeitlichen Aufwand. Nur mit einem ausserordentlichen freiwilligen Engagement sämtlicher Mitwirkenden sowie professioneller musikalischer Leitung ist ein solches Konzertprojekt zu stemmen. Das begeisterte Publikum dankte mit Standing Ovations und auch nach drei Zugaben nicht enden wollendem Applaus.

Weitere Konzerttermine und Aufführungsorte

Samstag, 3. Dezember 2022 Katholische Kirche Wängi 19.30 Uhr

Sonntag, 4. Dezember 2022 Katholische Kirche Wängi 18.00 Uhr

Samstag, 14. Januar 2023 Evang. Stadtkirche Frauenfeld 19.30 Uhr

Sonntag, 15. Januar 2023 Evang. Stadtkirche Frauenfeld 18.00 Uhr

Samstag, 4. Februar 2023 St. Laurenzenkirche St. Gallen 19.00 Uhr

Türöffnung: 1 Stunde vor Konzertbeginn, bei hohem Andrang bereits 1,5 Stunden vor Konzertbeginn

Konzertdauer: Ca. 90 Minuten

Eintritt frei - Kollekte