Die zweite Vorstellung von „POPsanto“ in der St. Peterskirche in Wil vom Sonntag bescherte den Organisatoren einen eindrücklichen Publikumszustrom. Chor und Jugendorchester zeigten sich nach zweimaligen Auftritten in Kirchberg, in Münchwilen und am Samstag im St. Peter auch zur fünften Aufführung in voller Frische und sorgten für Begeisterung bei den Zuhörenden. Das von Roman Bislin arrangierte Konzertprogramm christlicher Prägung vermag zusammen mit dem wirkungsvollen Lichtfeuer zu überzeugen.Seitens der Organisatoren unter der Leitung von Otto Noger und Thomas Feller glaubte man mit einer zusätzlichen Aufführung für POPsanto II genügend Sitzplätze anbieten zu können. Nachdem schon der Samstag im St. Peter vor vollen Rängen stattfand, musste am Sonntagabend schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn für zusätzliche Sitzplätze gesorgt werden. Nur dank dem Zusammenrücken in den Bänken mussten für einmal keine Besucher nach Hause geschickt werden. Die sechste und letzte Aufführung von POPsanto findet am Samstag 10. Februar in der St. Laurenzenkirche St. Gallen statt mit Beginn um 19 Uhr.

Jede Aufführung braucht Vorbereitung
Bereits 1,5 Stunden vor Konzertbeginn fanden sich Chor und Orchester am Sonntagabend zur Vorprobe in der Kirche St. Peter ein. Der noch junge Gesamtleiter Andreas Signer gab im Gespräch zu verstehen, dass es auch vor dem fünften Auftritt einer Vorprobe bedarf. Er geniesse unterdessen grosses Vertrauen seitens Chor und Orchester. Vorproben seien gerade bei grösseren Abständen zwischen den Aufführungen wichtig. Weil sich die Mitwirkenden nach vier Aufführungen eigentlich sicher fühlten, schleichen sich gerne Unkonzentriertheiten ein.

Andreas Signer, erstmals bei POPsanto in leitender Funktion gibt weiter zu bedenken, dass er als „Greenhorn“ sich bei den Aufführenden erst einmal beweisen musste. Er sei zwar betreffend Ausbildung gut vorbereitet für ein so grosses Werk, stehe aber bezüglich Chorleitung noch in der Ausbildung. Unterdessen funktioniere die Vertrauenslage ausgezeichnet zwischen ihm und den Aufführenden von Chor und Jugendorchester. Es ist nach Signer wohl der Auftritt vor so viel Publikum, dass sich die Chormitglieder wie auch die Mitglieder des Jugendorchesters nach 2013/14 auch zum zweiten POPsanto begeistern liessen.

Begeisterung und Farbenpracht
Das von Roman Bislin zusammengestellte Arrangement vermag die Menschen aus der ganzen Region zu begeistern. Jedenfalls gaben mehrere Besucher auf Rückfrage zu verstehen, dass sie bereits zu zweiten Mal hier seien. Die Highlights wie „Conquest of Paradise“, besser bekannt unter „Vangelis“ oder das „Halleluja“ von Händel und „Adiemus“ von Karl Jenkins wirken rührend und lassen beim Publikum spürbare Emotionen aufkommen.

Tiefer gehend wirken auch die von Gudrun Beer vorgetragenen Gedanken zu Themen „Was ist Glück“, das es in speziellen Momenten in seinen Ausprägungen zu erkennen gelte. Auch die Aufforderung „Sich auf Veränderungen einlassen“ erhielt Betonung, weil darin vielmals Horizonterweiterungen verborgen seien. Aus dem Gewohnten heraus gerissen, könne Neues ermöglichen. Mit etwas Abstand und sich Zeit lassen, werde sicher alles gut.

1,5 Jahre Vorbereitungszeit
Thomas Feller, Mitglied des vorbereitenden OK, gibt zu verstehen, dass das Gelingen eine gründliche Planung voraussetze. Sie könnten mit Roman Bislin auf eine bewährte Persönlichkeit setzen bezüglich der Auswahl der Chor- und Orchesterwerke. Auch bei den Solostimmen hätten sie erfahrene Sängerinnen und Sänger für die Auftritte gewinnen können.

Auch finanziell sei POPsanto eine Herausforderung. Sie hätten schon bisher auf Eintritte verzichtet, um vielen Menschen den Zugang zu den Aufführungen zu ermöglichen. Die Kollekte am Schluss der Aufführungen ergebe zwar einen grossen Beitrag zur Finanzierung der Aufwendungen, könne aber niemals für die Gesamtfinanzierung herhalten. Sie seien in der glücklichen Lage, immer auf namhafte Sponsoren zählen zu können. Ohne die Beiträge seitens des Kantons und Swisslos, Thurkultur, Migros Kulturprozent und verschiedener Bankinstituten wäre POPsanto nicht durchführbar. Dazu gehörten auch namhafte Beiträge der Stadt Wil und mehreren Unternehmungen aus der Region.

St. Gallen, letzter Aufführungsort
Am 10. Februar bietet sich interessiertem Publikum noch einmal Gelegenheit, POPsanto in seinen tiefgehenden Ausprägungen noch einmal geniessen zu dürfen. Aufführungsort ist die Laurenzenkirche St.Gallen, Beginn um 19 Uhr.