Der Kanton St. Gallen informiert am Donnerstagvormittag über die derzeit geltende Maskenpflicht für die Viert- bis Sechstklässler im Kanton. Im dazu verschickten Comminqué des Kantons heisst es: «Die Maskenpflicht für die Viert- bis Sechstklässler hat sich präventiv bewährt. Da in den nächsten Tagen ein sprunghafter Anstieg der Ansteckungszahlen mit der Omikronvariante des Coronavirus erwartet wird, wird sie bis Ende Januar aufrechterhalten. Ab dem 31. Januar 2022 wandelt der Bildungsrat die Maskenpflicht schliesslich in eine dringende Empfehlung an die Eltern um, und zwar auch für die Oberstufe.» Diese Entscheidung habe man vor dem Hintergrund gefällt, «dass die Ausbreitung gemäss Fachleuten zu diesem Zeitpunkt abklingt und die hohen Fallzahlen auf das Gesundheitssystem weniger stark durchschlagen als befürchtet».

Maskenpflicht hat gewirkt

Der Bildungsrat, welcher verantwortlich ist für die Maskenpflicht, handle seit Beginn der Pandemie nach dem Grundsatz «so wenig Einschränkung des Schullebens wie möglich, so viel Einschränkung wie nötig». Auf den Schulstart nach den Weihnachtsferien habe der Bildungsrat die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler nach unten bis zur vierten Primarklasse ausgedehnt. Damit leiste er einen Beitrag, die Verbreitung der Omikronvariante zu bremsen und den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. «Die Maskenpflicht hat gewirkt.»

Maskenpflicht ab Mittelstufe bleibt

Mittlerweile zeichne sich ab, dass sich die Omikron-Variante schnell und stark ausbreite, dass sie aber auch rasch abebben werde und im Übrigen eher mildere Krankheitsverläufe nach sich ziehen würde. Dies führe den Bildungsrat zu zwei Beschlüssen: «Erstens wird die Maskenpflicht für Viert- bis Sechstklässler während des Monates Januar noch aufrechterhalten.» Ab Februar folge dann der Übergang zur Empfehlung, die auch für die Oberstufe ausgesprochen werde.

«Zweitens wird aber ab 31. Januar 2022 die Maskenpflicht in eine dringende Empfehlung an die Eltern umgewandelt, und zwar nicht nur für die Mittelstufenschülerinnen und -schüler, sondern auch für die Jugendlichen der Oberstufe, für welche die Maskenpflicht schon seit längerer Zeit gilt.»

Gesundheitlich unbedenklich

Damit werde ab dem nächsten Monat «die Verantwortung für die Pandemieprävention von der Schule auf die Eltern übergehen». Mit der dringenden Empfehlung werde ein grosser Teil der Schülerinnen und Schüler weiterhin mit Maske zum Unterricht kommen, was nicht nur präventiv sinnvoll, sondern auch erwiesenermassen gesundheitlich unbedenklich ist. Eltern, das Maskentragen ihrer Kinder nicht goutierten, würden so ab 31. Januar 2022 keinen Rechtsverstoss mehr begehen. «Die Schule wird mit dem Nebeneinander von Kindern mit und Kindern ohne Maske zurechtkommen», gibt sich der Kanton zuversichtlich.

Der Bildungsrat beobachte und beurteile die Entwicklung der Pandemie weiter. Auf eine veränderte Lage müsse er gegebenenfalls erneut rasch reagieren. Für die Kinder im Kindergarten und der Unterstufe gäbe es keine Maskenpflicht geben, für alle Erwachsenen bleibe die Maskenpflicht in der Volksschule bestehen. Auf der Sekundarstufe II würde die Maskenpflicht von Bundesrechts wegen weiterhin gelten.

Durchführung von Winterlagern erlaubt

Der Bildungsrat halte im Übrigen daran fest, dass die Durchführung von Lagern nicht kantonal verboten werden solle. Die Schulträger würden damit im eigenen Ermessen unter Berücksichtigung der Verhältnisse vor Ort entscheiden, ob sie Lager durchführen wollen oder nicht.

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