In Kirchberg hat sich schon länger ein Komitee „Pro Gemeinde Kirchberg“ gebildet, bestehend aus Interessengruppen von Vereinen und BürgerInnen aus der ganzen Gemeinde Kirchberg. Deren Stossrichtung ist die förderliche Entwicklung auf Gemeindeebene, welche ihrer Ansicht nach bei verschiedenen Themen zunehmend ins Stocken geraten war. Das Komitee geniesst weiter die volle Unterstützung seitens der Vereina und der Dorfkorporation Kirchberg.

Nur finanzielle Gründe sind nicht glaubhaft
Den Bau einer Mehrzweckhalle will der Gemeinderat hinaus schieben mit der Begründung, nicht alle drei Schulprojekte gleichzeitig realisieren zu können. Die Volksbefragung des Gemeinderates unterstützt das Komitee und wünscht sich von der Bevölkerung ein klares Zeichen, dass im Herbst 2018 auch über das Projekt Mehrzweckhalle Sonnenhof abgestimmt wird. Mit der Petition will das Komitee gegenüber dem Gemeinderat Nachdruck verleihen, dem Projekt Mehrzweckhalle gleiche Priorität zukommen zu lassen. Dieser Grundsatzentscheid sei für die Bevölkerung und auch die Schule wichtig, schreibt das Komitee im Flugblatt. Ohne Abstimmung drohe das Aus für die Mehrzweckhalle, obwohl ein breit abgestütztes und ausgereiftes Projekt vorliege.

Dem Komitee erscheint es etwas gar fadenscheinig, ausschliesslich finanzielle Gründe für die Rückstellung des Projektes anzuführen. Die Petition fordert konkret, dass sich der Gemeinderat mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten auseinander setzt. Das Komitee ist überzeugt, dass es verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung gibt. Allerdings setze es den politischen Willen voraus, nicht in finanziellen Problemen und Aufzeigen der Verschuldung zu verharren, sondern nach kreativen Lösungen Ausschau zu halten. Das Zusammenleben in der Gemeinde soll nicht allein durch finanzielle Überlegungen gestaltet und gesteuert werden.

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Es besteht ein ausgereiftes Projekt aus dem Projektwettbewerb im 2016.

Das Komitee fordert die Bevölkerung mit Nachdruck auf, die Petition zu unterschreiben. Es gehe nicht darum, wann genau die Mehrzweckhalle realisiert wird, sondern dass deren Realisation gesichert ist.

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Vage Aussagen des Gemeinderates führten zur Petition
Erste Informationen seitens des Gemeinderates anfangs 2018 wiesen darauf hin, dass erst nach der Realisation der Schulraumerweiterungen in Bazenheid über die Mehrzweckhalle Sonnenhof abgestimmt wird. Das hiesse, dass erst um 2021, 22 oder vielleicht auch erst 2025 eine Abstimmung überhaupt in Frage käme. Mit der nun angekündigten Volksbefragung besteht zwar die Möglichkeit, sich für die Abstimmung über die Mehrzweckhalle im 2018 zu äussern. Allerdings spüre man immer noch zu wenig politischen Willen, was breiten Kreisen Sorgen bereitet.

Es ist der äusserst vage Terminplan und verschiedene Aussagen der Behörden, was das Komitee zur Lancierung der Petition veranlasst hat. Es müsse gesichert werden, dass im Herbst 2018 auch über das Projekt Sonnenhof abgestimmt wird. Nur mittels Abstimmung werden die Vereine und die Schule nach einem Prozess von mehr als 8 Jahren endlich Gewissheit erhalten, wie es weitergehen wird. Der Weg über eine Initiative wurde bewusst ausser Acht gelassen, da dies den Spielraum der Behörde eingeschränkt hätte.

Im Flugblatt werden eine ganze Reihe Gründe angeführt, welche für eine raschere Abstimmung über die Mehrzweckhalle sprechen: Es dürfe nicht sein, dass Kultur in andere Dörfer exportiert werde / Für das Projekt Sonnenhof sei alles vorbereitet und es erfülle die Bedürfnisse der Schule und der Vereine / Was die Finanzierung betreffe, sprechen die tiefen Schuldzinsen klar für eine rasche Realisierung der Mehrzweckhalle / Der Saal des Toggenburgerhofs stehe bald nicht mehr zur Verfügung / In ein paar Jahren werden die Kosten für eine Halle noch höher sein / Das Ergebnis eines jahrelangen und breit abgestützten Prozesses werde nicht berücksichtigt und einfach auf Eis gelegt.