Gegen Schulende hin gibt diese Projektarbeit den Schulabgängern noch einmal einen Kick. «Immer wieder schön zu beobachten, wie sich unsere Schüler mit grosser Motivation an ihre jeweiligen Projektarbeiten heransetzen. Ideen sammeln und dann auch verwirklichen, damit sind sie seit Januar beschäftigt gewesen. Und was daraus resultiert, sind einmal mehr, wunderbare Projektarbeiten», sagt Oberstufenlehrer Michael Oggenfuss. Tatsächlich reicht die Bandbreite auch in diesem Jahr wieder von A bis Z. Bence Bartos (15, Bronschhofen) hat sich vorgenommen, alte und defekte Fahrräder zu erneuern. «Ich selber hatte zu Hause noch so ein altes Vehikel rumstehen und die Restauration hat richtig Spass gemacht. Ich ersetzte die Schaltung, sammelte Ersatzmaterial und lackierte das Fahrrad neu.» Ähnliches hat Janis Schönenberger gemacht; mit dem Unterschied, dass es bei ihm ein motorisiertes Vehikel war; ein 125 Kubikzentimeter Motorrad. In knapp 60 Stunden hat er ein Töff so restauriert, dass er problemlos durch die Motorfahrzeugkontrolle MFK, kommen würde. 

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Larissa Di Ronza (links) bekam an ihrem Stand Besuch von ihrer Mentorin und Oma Julia Di Ronza.


Blumenpinwand und Weltkarte aus Faden

Vom Globi-Ideenkoffer und einer Blumenpinwand, von der Tischkreation bis zum schweigenden Dario, das Repertoire scheint unerschöpflich. Larissa Di Ronza (15, Bronschhofen) freute sich an der Vernissage ganz besonders. Denn ihre Oma und Mentorin Julia Di Ronza war eine der ersten Besucherin an ihrem Stand. «Durch meine Oma bin ich auf das Hobby Nähen und Basteln gekommen. Immer wieder basteln wir zusammen und ich kann so viel von ihr lernen», sagt Larissa, die überaus zufrieden ist mit ihrer Projektarbeit. Einer grossen Herausforderung sah sich Dario Pavlovic entgegenstehen. Unter dem Motto «Der schweige Dario», versuchte er, eine Woche lang nicht zu sprechen. Gar nicht so einfach für einen Teenager, doch mit Hilfe der Social Medias und der eigenen Körpersprache kann es also doch funktionieren. An der Wand hinter Jenny Hinder hängt eine Weltkarte; erarbeitet mit Nägeln und Faden. «Ich hatte eigentlich noch eine andere Idee, aber das Fadenbild setzte sich dann doch durch. Damit die Nägel senkrecht zu stehen kamen, brauchte ich viel Geduld, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Endergebnis».

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Eine Weltkarte aus Nägeln und Faden; Jenny Hinder.


Zufriedener Lehrer, zufriedene Jurorin

Es sind allesamt hervorragend erarbeitete Projekte. Das bestätigen Lehrer Michael Oggenfuss und Jurorin Myriam Städler, die einst ihren Schulabschluss an gleicher Stelle und auch mit einer Projektarbeit gefeiert hat. Sie sagt, dass sie als Jurorin auch auf das Auftreten an den Ständen, die Freundlichkeit der Schüler, deren Präsentation und vieles mehr achte. «In diesem Jahr sind die Projektarbeiten wiederum äusserst vielseitig erarbeitet worden, von mir ein grosses Lob an die Schüler.»

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Marilena Amanda Herzeg widmete ihre Arbeit dem aktuellen Thema «Gewalt gegenüber Frauen».