Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Bürgerin der Gemeinde Jonschwil, war zwar an der Vernissage des Jonschwiler Jahrbuches 2019 nicht persönlich anwesend, da sie zeitgleich in Wil einen Auftritt hatte. Im Buch aber ist ihrem Besuch in Jonschwil am 29. Juni 2019 ein neunseitiger Bericht gewidmet. Dabei fehlt auch die Uraufführung des Bundesrätin-Karin Keller-Sutter-Marsches nicht. Das Interview mit KKS hat der ehemalige Jonschwiler Gemeindammann Markus Brändle geführt. Ausserdem hat Chronist Turi Locher den Wurzeln des Geschlechts Sutter nachgespürt.

Der Buchvorstellung wohnten neben der Verlegerfamilie und den am Buch Beteiligten zahlreiche interessierte Personen aus Jonschwil und Schwarzenbach bei. Als Schwerpunktthema für das Jahrbuch 2019 ist «Arbeitsplatz- und Einwohnerentwicklung» gewählt worden. Das Vorwort hat Regierungsrat Bruno Dammann, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes, geschrieben. Johannes Rutz, der frühere Leiter des kantonalen Amtes für Arbeit, hat sich als Gastautor mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde Jonschwil in den vergangenen 80 Jahren befasst. Trotz Boomjahren habe sich Jonschwil nicht zur Schlafgemeinde entwickelt und seinen Charme behalten, stellt Rutz in seiner facettenreichen Rückschau fest.

Abwechslungsreicher Querschnitt

Das Jahrbuch ruft ausserdem Menschen, Ereignisse und Veranstaltungen in Erinnerung. In einem Beitrag wird Toni Weibel porträtiert, der auf seinem Frybihof im Oberhori rund 50 Freiberger hält und dabei von gegen zehn Mitarbeitenden unterstützt wird. Valérie Wacker, eine gebürtige Schwarzenbacherin, ist Leiterin der Nachrichtenredaktion im SFR-Studio Bern. Auch sie wird im Jahrbuch vorgestellt. Monika Rütsche wird für elf Jahre Freiwilligenarbeit für den Seniorentreff gewürdigt. Bei der Vorstellung der seit 55 Jahren bestehenden Firma Paul Eisenring AG wird besonders auf die Rolle der Unternehmersfrau Elisabeth Eisenring hingewiesen.

Zwei Veranstaltungen sind 2019 in neuer Form durchgeführt worden, das Grümpeli und die Chilbi. Das Grümpeli musste von Schwarzenbach in die Degenau verlegt werden, die Chilbi hat den Termin und das Konzept verändert. Beiden Anlässen sei die Neuausrichtung gut bekommen, liest man im Jahrbuch. Auch die Körperschaften kommen zu Wort und weisen auf Schwerpunkte in ihrer Tätigkeit hin. Schliesslich können sogar Schnitzelbänke der «Chäferfresser» nachgelesen werden. 

Das Jahrbuch kann für 23 Franken beim Thur-Verlag, bei der Dorfbäckerei Kobelt, bei der Raiffeisenbank in Schwarzenbach oder bei der Gemeindeverwaltung in Jonschwil bezogen werden.