Am 1. Juli war die Aktion den Flawilerinnen und Flawilern vorgestellt worden, bis heute seien 41 Bestellungen eingegangen, wie die Gemeinde Flawil mitteilt. Sie ist damit Spitzenreiter der Aktion (siehe auch unten). Danach folgen Zuzwil mit 33 und die Stadt St. Gallen mit 28 Anlagen. In Degersheim wurde das Angebot von fünf Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer genutzt. 

Gemäss den Verantwortlichen der Energieagentur St. Gallen hätten in Flawil mehrere Faktoren gut zusammengespielt: die kommunale Förderung, die grosszügige Einspeisevergütung ins Netz für den produzierten Strom, die Werbung der Gemeinde und des lokalen Anbieters, die Informationsveranstaltung sowie die Mund-zu-Mund-Propaganda. Insgesamt gibt es 273 neue PV-Anlagen fürs und im Fürstenland.

Fixpreis und Förderbeiträge

Im Rahmen der Aktion konnten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer eine Photovoltaikanlage zu einem Fixpreis-Angebot ab 15'000 Franken bestellen. Davon können noch verschiedene Förderbeiträge in Abzug gebracht werden. Dank dieser Aktion hätten die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer nicht verschiedene Systeme und Angebote vergleichen müssen, wie es seitens der Gemeinde Flawil heisst. Zudem sei der lokale Anbieter der einzige Ansprechpartner, welcher zusammen mit der Energieagentur St. Gallen alles organisiere. Die Aktion wurde durch die Gemeinde Flawil unterstützt.

Ihre Meinung ist gefragt!

Gleich 273 neue PV-Anlagen werden im Fürstenland installiert, überhaupt bemüht man sich hüben und drüben um eine nachhaltige Energieversorgung. Nur: «Nachhaltige Energie» – gibt es das überhaupt? Was sagen Sie? Lassen Sie uns an Ihrer Meinung teilhaben und melden Sie sich per Mail oder via Facebook und Instagram. Und füllen Sie die Umfrage am Ende des Artikels aus. Wir sind gespannt.

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (10.11.21)

Sonnige Aussichten: 273 neue Photovoltaik-Anlagen fürs Fürstenland

Eine Photovoltaik-Anlage im «Sorglos-Paket»: So beschrieb die Energieagentur St. Gallen ihr Angebot, das sie im Sommer 2021 im Fürstenland lanciert hat. Im Rahmen der Aktion konnten Hausbesitzende aus 15 Gemeinden der Region von April bis August eine Photovoltaik-Anlage zum Fixpreis bestellen.

In vier Monaten hätten die Photovoltaik-Partnerunternehmen 273 Bestellungen erhalten, wie die Gemeinde Niederhelfenschwil heute im Mitteilungsblatt informiert. Eine durchschnittliche Anlage leiste elf Kilowatt-Peak (kWp); die aufsummierte Leistung aller Anlagen betrage gut 3200 kWp. Mit dem kWp werde die Nennleistung einer PV-Anlage angegeben, sie bezeichne die maximale Gleichstromleistung unter Standardbedingungen, erklärt die Energieberatung Bern.

Die Gesamtfläche der neuen PV-Anlagen in der Region messe etwa 20‘000 Quadratmeter, was der Grösse von drei Fussballfeldern entspräche. Die erwartete Stromproduktion von drei Gigawattstunden (GWh) pro Jahr entspräche dem Bedarf von rund 700 durchschnittlichen 4-Personen-Haushalten, erfährt man im Niederhelfenschwiler Mitteilungsblatt weiter.

Regional unterschiedliches Interesse

Die PV-Aktion mache deutlich, dass verschiedene Faktoren in den Gemeinden die Dynamik des PV-Ausbaus stark beeinflussen. In Flawil beispielsweise scheinen die kommunale Förderung, der PV-Rückliefertarif, die Werbung der Gemeinde und der lokalen Installateure, die Informationsveranstaltung sowie die Mund-zu-Mund Propaganda eine besonders starke Rolle gespielt zu haben. Das lasse jedenfalls die Auswertung vermuten. Das Potential sei zudem noch «längst nicht ausgeschöpft» und die Bedingungen für den Bau von PV-Anlagen seien weiterhin sehr günstig. Auch die Förderung durch den Bund (Einmalvergütung) gelte weiterhin, hält man im Mitteilungsblatt abschliessend fest.

Anzahl Anlagen pro Gemeinde (insgesamt: 273 neue Anlagen)

  • Flawil 41
  • Zuzwil 33
  • St. Gallen 28
  • Gossau 25
  • Wil 24
  • Oberbüren 21
  • Uzwil 20
  • Niederhelfenschwil 15
  • Gaiserwald 14
  • Oberuzwil 14
  • Jonschwil 12
  • Andwil 11
  • Degersheim 5
  • Niederbüren 5
  • Waldkirch 5