Am Samstag fand der Flohmarkt beim Lindenhof Quartiertreff statt. Organisiert von Ursula Cattaneo und Julia Bürgi konnte der Flöhmi erfolgreich durchgeführt werden. Die Stände liefen unterschiedlich gut, einige konnten viele ihrer mitgebrachten Dinge verkaufen, während andere nur wenig verkaufen konnten. Trotzdem war die Stimmung fröhlich und offen. Die meisten Verkäufer*innen schätzten vor allem den Austausch mit den Besucher*innen. Viele aus dem Quartier kamen um die Mittagszeit für eine Bratwurst, ein kühles Getränk oder Kaffee und Kuchen. Die Kinder verkauften fleissig auf ihren Decken und mussten manchmal gebremst werden, damit sie nicht mehr nachhause nahmen, als sie mitgebracht hatten. Insgesamt sind Julia Bürgi und Ursula Cattaneo zufrieden, wie es gelaufen ist und überlegen sich den Flöhmi beim Quartiertreff sogar zwei Mal ihm Jahr anzubieten.

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Am Samstag fand der Flohmarkt des Quartiertreffs im Lindenhof statt.

_______________________________________________________________________________________________ So berichtete hallowil.ch bisher (13.4.22):

Die flohmarkterfahrene und -begeisterte Ursula Cattaneo aus dem Lindenhofquartier organisiert zusammen mit der Sozialarbeiterin Julia Bürgi von der Fachstelle Integration den Flohmarkt für den Quartiertreff. Schon viele Jahre hat Ursula das «Flohmarktfieber» und schätzt vor allem den Kontakt mit anderen Menschen. «Es git ganz viel schöni Begegnige», sagt die regelmässige Flohmarktgängerin und erzählt von verschiedenen berührenden Geschichten und Begegnungen. Sie selbst entdeckte ihre Leidenschaft für Flohmärkte vor vielen Jahren, nachdem sie von einer Kollegin an einen Flohmarkt mitgenommen wurde. Das Flohmarktgeschäft kann aber auch anstrengend sein, so steht Ursula oft von morgens halb sieben, bis abends an ihrem Stand und unterhält sich mit Kunden. Das aktive Zugehen auf Menschen ist besonders wichtig für den Verkauf.

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Julia Bürgi (v.l.) und Ursula Cattaneo organisieren gemeinsam den Flohmarkt des Quartiertreffs Lindenhof. (Foto: Ellen Saaro)


Begegnungsort und Austausch

«Flohmarkt git en ustusch», meint Ursula mit einem freudigen Lachen. So soll auch der Flohmarkt des Quartiertreff im Lindenhof ein Treff sein von buntgemischten Leuten, jung und alt, verschiedene Kulturen und Nationalitäten. Während es für Junge immer öfters ein Trend ist Flohmärkte zu besuchen, sind Flohmarktbesuche für ältere Menschen oft mit viel Erinnerungen verbunden. Der Flohmarkt ist ein Begegnungsort, bei welchem alle zusammenkommen und sich bei guter Stimmung austauschen können. Dabei geht es nicht nur um den Austausch von Gegenständen, sondern auch von Geschichten. «Das übergeordnete Ziel ist die Begegnung», findet Julia. Bei der letzten Durchführung des Flohmarkts entstand «wie ein kleines Quartierfest», bei welchem viele zusammensassen und die Stimmung genossen, erinnert sich Ursula. Gute Nachbarschaft liegt ihr besonders am Herzen.


Wiederverwendung

Doch der Gedanke der Gemeinschaft steht nicht alleine im Zentrum. Auch der Recycling-Gedanke ist den beiden sehr wichtig. Die Wertschätzung von Gegenständen und deren Wiederverwendung soll gefördert werden mit dem Flöhmi. Nicht alles was nicht mehr gebraucht wird muss weggeworfen werden. Gebrauchte Sachen können immer noch einen Wert haben, sind sich Julia und Ursula einig. So soll der Flohmarkt auch ein Ort sein, an welchem günstige Gebrauchsartikel sowie schöne Schätze gefunden werden können.

Anmeldung für Flohmarktstand

Mitgebracht werden darf alles: von Büchern über Kleider und Schmuck bis hin zu Pfannen und Lampen. Wichtig ist, dass die Sachen ganz sind. Ob sie gebraucht sind, macht nichts aus. So kann sich jede*r für einen Flohmarktstand für 10.- Franken anmelden. Dabei ist es auch möglich sich einen Tisch zu teilen. Kinder dürfen gratis ihre Sachen auf einer Decke verkaufen. Anmelden kann man sich direkt beim Quartiertreff telefonisch (071 914 45 85) oder per Mail. Die Anmeldungen sind noch bis zum 23. April offen. Verschiebedatum bei schlechter Witterung ist Samstag, der 11. Juni. Infos zur Durchführung gibts ab dem 18. Mai auf stadtwil.ch.

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Ein Flohmarktstand ist für 10.- zu haben. Kinder dürfen ihre Sachen gratis auf einer Decke verkaufen.


«Es isch es geh und es neh»

Mithilfe beim Einrichten und Aufräumen ist erwünscht. Der Flohmarkt soll vom Quartier fürs Quartier sein. So sind alle herzlich willkommen, die helfen wollen, einen selbstgebackenen Kuchen bringen wollen oder sonstiges. Das Essen ist sowieso ein wichtiger Punkt, betont Julia. Mit Essen kommen wir ebenfalls miteinander ins Gespräch. So freut sie sich darüber, wenn Besucher vom Quartiertreff verschiedenes Essen mitbringen. Julia erzählt von Besucherinnen, die spanisches oder iranisches Essen mitbringen wollen. Ausserdem will sie auch das vegetarische Angebot vergrössern. Mit dem Verkauf von Grill und Kaffee und Kuchen können die Unkosten gedeckt werden und «das Angebot so niederschwellig wie möglich gehalten werden», erklärt Julia.

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Das Zusammensitzen und Essen ist wichtig beim Flohmarkt.


Breites Angebot im Quartiertreff

Der Quartiertreff Lindenhof ist im Rahmen des «projet futur» der Stadt Wil entstanden. Dabei wird nicht nur der Flohmarkt angeboten. Unter den Stichwörtern Begegnung, Bewegung, Beratung und Bildung gibt verschiedenste Angebote. So gibt zum Beispiel Spielnachmittage für Kinder, Zumba, Deutschkurse, Kaffeetreffs oder Flicktreffs. Auch beim Flicktreff steht der Wiederverwertungsgedanke im Zentrum, bei welchem den unterschiedlichsten Gegenständen von motivierten Freiwilligen repariert werden. Im Quartiertreff gibt es aber nicht nur niederschwellige Angebote organisiert von Freiwilligen. Es besteht auch die Möglichkeit den Quartiertreff für Kindergeburtstage oder andere Fester zu mieten. Mehr Infos zum Angebot gibt es auf stadtwil.ch.