Niederstetten: Eines der kleinen Dörfer der Gemeinde. 140 Einwohner, zu viele Lastwagen. Wie kann das Dorf Lebensqualität zurückgewinnen? Genau darüber redet die Gemeinde mit dem Dorf.Niederstetten liegt an der kürzesten Strassenverbindung zwischen Niederuzwil und Wil. Das weiss inzwischen jedes Navi und jeder Lastwagenchauffeur. Mit Folgen fürs Dorf.

Gestaltung im Dorf, nächste Etappe
Stehen Sie doch einmal eine Viertelstunde in Niederstetten an den Strassenrand. Verständlich, dass sich das Dorf vehement für Verbesserungen einsetzt. Dass es den ortsfremden Verkehr fernhalten möchte. Der Radweg ist gebaut, die «komische» Strasse auch.

Ja, die Gemeinde wüsste durchaus, wie man «richtige» Strassen baut. Nur: Diese Strasse ist bewusst gebaut, damit möglichst niemand freiwillig durchfährt. Den Durchfahrtswiderstand erhöhen, um das Dorf zu schützen: Mit der Gestaltung im Dorf steht die nächste Etappe an. Sie verfolgt dasselbe Ziel. Und soll Niederstetten verlorene Lebensqualität zurückbringen.

Keine einfachen Lösungen
Die einfachste Lösung wäre ein Lastwagenfahrverbot. Die Gemeinde hats versucht und ist damit auf dem Rechtsweg gescheitert. Für die Gemeinde war das gleichzeitig Startschuss für andere Lösungen. Sie sind komplexer. Nichts weniger als ein raumplanerisches Gesamtkonzept für das Dorf Niederstetten nahm der Gemeinderat in Aussicht. Es kümmert sich um ortsbauliche und verkehrliche Fragen.

Eine Arbeitsgruppe aus dem Dorf Niederstetten hat die Arbeiten der Gemeinde begleitet. Nun ist es Zeit, den Arbeitsstand der Dorfbevölkerung von Niederstetten vorzustellen, den Puls zu fühlen. Der Gemeinderat lädt dazu die Niederstetterinnen und Niederstetter ein auf den 26. September um 19.30 Uhr in die Traube. Wie sieht denn nun der aktuelle Stand des Konzeptes aus? Das erfährt, wer der Einladung des Gemeinderates folgt.

WEITERE THEMEN
100 Augen sehen mehr

Dank Hinweisen der Nachbarschaft konnte ein Abfallsünder eruiert werden, der am Marktplatz illegal entsorgte. Er hat seine gesalzene Strafe erhalten.

Eigenverantwortung: Ein wunderschönes Wort. Würden sich doch alle Menschen so verhalten, wie sie sollten. Konjunktiv. Und eine Illusion. Zurück vom Philosophischen zum harten Boden des Marktplatzes: Eine Entsorgungsstelle der Gemeinde. Die Betriebszeiten sind auf einer Tafel angeschrieben. Es ist klar, was dort entsorgt werden darf. Auch das ist angeschrieben. Mit eigenverantwortlichen Menschen würde das System bestens funktionieren. Tut es aber nicht. Stichworte: Entsorgung zur Unzeit verursachen Lärmbelästigungen für die Nachbarn. Hinfahren, Glas einwerfen, Autotüren schletzen, wegfahren. Und es gibt wildes Deponieren von Abfällen, die dort nicht hingehören.

Wachsame Nachbarn
Die Situation belastet die Nachbarschaft. Mittelfristig brauchts neue Entsorgungslösungen. Kurzfristig hat die Gemeinde den Perimeter der Videoüberwachungen ausgedehnt, bald wird dort überwacht. Securitas und Bauamt sehen immer wieder bei der Sammelstelle vorbei, auch am Wochenende. Und die Nachbarn haben ein wachsames Auge auf die Sammelstelle. Die Gemeinde ist froh darum und um die Hinweise aus der Nachbarschaft. 100 Augen sehen mehr. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Genau ein solcher Hinweis hat nun mit einer strafrechtlichen Verurteilung geendet. 600 Franken Busse und 100 Franken Umtriebsentschädigung kostete den illegalen Entsorger seine Tat. Etwas mehr Eigenverantwortung hätte sein Portemonnaie und die Nerven der Nachbarschaft geschont.

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Elektromobilität und Solarstrom
Eine informative Ausstellung rund um Elektromobilität und Solarstrom wartet morgen Samstag, 9. September, auf dem Raiffeisenplatz in Niederuzwil auf Sie. Inklusive Probefahren.

Elektromobilität und Photovoltaik: Zwei wichtige Eckpfeiler der Energiestrategie 2050 des Bundes. Elektrofahrzeuge geben die vielversprechende Aussicht, Erdöl durch erneuerbare, einheimische Treibstoffe zu ersetzen.

Kombination mit der Sonne
Besonders sinnvoll sind Elektrofahrzeuge, wenn sie mit Solarstrom betrieben werden. Und, nachdem der Bund kleine Photovoltaikanlagen seit 2014 mit einem einmaligen Förderbeitrag statt mit einer Einspeisevergütung fördert, erhalten die Besitzer solcher Anlagen nur noch eine geringe Vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom. Sie streben deshalb einen hohen Eigenverbrauch des selber produzierten Stroms an und stossen dabei zunehmend auf Elektrofahrzeuge als willkommene zusätzliche Verbraucher.

Vergleichen vor der Haustüre
Vor dieser Ausgangslage organisiert die Energiestadt Uzwil zusammen mit e’mobile, einer Fachgesellschaft von Electrosuisse, und weiteren Partnern am 9. September einen öffentlichen Informationstag zu diesem Themenkreis. Ausgestellt werden ein Dutzend Elektrofahrzeuge, Ladestationen, Solarmodule, stationäre Batteriespeicher sowie die dazu gehörenden Steuerungen. Das Publikum kann sich dabei über die vielfältigen Fragen zu diesem Themenkreis informieren, Elektrofahrzeuge unverbindlich Probe fahren und – als seltene Gelegenheit – diverse Modelle vor Ort direkt und unverbindlich miteinander vergleichen.

Ausstellung
Elektromobilität und Solarstrom
9. September, 9 bis 16 Uhr
Raiffeisenplatz Niederuzwil
Eintritt frei
Führerausweis nicht vergessen!
Auf der Homepage www.e-mobile.ch finden Sie die Ausstellerliste und weitere Informationen.

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Abend der offenen Tür
Sorgfältig restauriert und im neuen Glanz präsentiert sich der Kindergarten am Kindergartenweg. Am 11. September können Sie reinschauen.

Seit 1873 ist der Kindergarten am Kindergartenweg in Betrieb. Ein Bijou ist er seit jeher. Nach halbjähriger Umbauzeit bietet er nun wieder ideale Voraussetzungen zum Spielen und Lernen. Die ehemalige Hauswartwohnung wurde in Gruppenräume für Therapie- und Deutschunterricht umgewandelt. Im Keller wartet ein Malatelier auf kleine Künstler und bunte Farben.

Reinschauen
Wollen Sie sich selber ein Bild verschaffen? Die Bevölkerung ist herzlich zu einem Abend der offenen Tür eingeladen. Schauen Sie doch am Montag, 11. September, zwischen 16 und 18 Uhr am Kindergartenweg in Niederuzwil vorbei!

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Energieberatung im September
Die nächste Energieberatung findet am Mittwoch, 13. September, im Gemeindehaus Bahnhofstrasse 115 statt. Für Beratungen von 13.30 bis 17.30 Uhr können Termine vereinbart werden. Und das am besten auf www.energieagentur-sg.ch > Beratung > Erstberatung > Uzwil oder telefonisch unter 058 228 71 71. Die nächsten Beratungen finden am 11. Oktober und am 15. November statt. Informationen finden Sie unter www.uzwil.ch/energieberatung.

Planauflage
Der Gemeinderat hat gestützt auf Art. 39 ff. des kantonalen Strassengesetzes (sGS 732.1; abgekürzt StrG) den Teilstrassenplan Neuklassierung Waldburgstrasse, Niederuzwil (Gemeindestrasse 3. Klasse) erlassen. Das Teilstück zwischen Ziegelgasse und Waldburg wird von der 2. in die 3. Klasse umgeteilt.

Der Teilstrassenplan liegt vom 11. Sep-tember bis 10. Oktober 2017, bei der Bauverwaltung an der Bahnhofstrasse 115 in Uzwil zur Einsichtnahme öffentlich auf.

Innerhalb der Auflagefrist kann gegen den Teilstrassenplan beim Gemeinderat Einsprache erhoben werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Die Einsprache hat eine Darstellung des Sachverhalts, eine Begründung sowie einen Antrag zu enthalten.

Hinweis:
Das fragliche Teilstück der Waldburgstrasse erfüllt schon heute die Funktion einer Gemeindestrasse 3. Klasse. Die Umklassierung korrigiert und sorgt dafür, dass die tatsächlichen Verhältnisse und die Klassierung übereinstimmen.

Kehrichtsammlungen
Mittwoch in Niederuzwil. Donnerstag in Uzwil und Stolzenberg. Freitag in Algetshausen, Henau, Niederstetten und Oberstetten. Bitte stellen Sie Ihren Kehricht am Abfuhrtag bis 07.00 Uhr bereit.

Grünabfuhr
Montag in Niederuzwil, Uzwil und Stolzenberg. Dienstag in Algetshausen, Henau, Niederstetten und Oberstetten. Das Grüngut stellen Sie bitte dort bereit, wo Sie auch den Kehrichtsack hinstellen.

Papiersammlung
Samstag, 9. September, Papier- und Kartonsammlung in der ganzen Gemeinde. Bitte stellen Sie Papier und Karton bis 07.00 Uhr bereit.